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Metastasen oder Metastasen sind in der Onkologie bösartige Tumoren, die an einer anderen Stelle als der ursprünglichen Stelle des ersten („primären“) Tumors auftreten. Die Möglichkeit einer Metastasierung ist eines der Hauptmerkmale eines malignen Tumor (Krebs).
Metastasen gehen normalerweise von einer einzelnen Zelle aus, die sich irgendwo ansiedelt und zu einem neuen Tumor heranwächst. Da die Metastasen in einer relativ langen Schweigeperiode noch zu klein sind, um sie beispielsweise durch Röntgenuntersuchungen oder körperliche Untersuchungen erkennen zu können, sind viele Krebspatienten nach der Behandlung des Haupttumors jahrelang in Verunsicherung. Selbst wenn ihre Operation erfolgreich war und „alle Ergebnisse gut waren“, können eine, zehn oder sogar Hunderte von Metastasen still und unbemerkt wachsen.
Daher wird oft nach einer Operation Chemotherapie oder Nachbestrahlung gegeben. Dies bietet jedoch in der Regel keine Garantie gegen Wiederholung.
Bei den meisten malignen Tumoren ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies noch auftritt, sehr gering, wenn nach fünf Jahren kein Rezidiv aufgetreten ist; vor dem Brustkrebs dieser Zeitraum ist jedoch deutlich länger, bis zu zehn Jahre.[Quelle?]
Formen der Dispersion
Metastasen können aufgrund der Ausbreitung bösartiger Zellen auf verschiedene Weise auftreten:
- durch die Blut (hämatogene Metastasen)
- über die Lymphgefäße (lymphogene Metastasierung)
- durch direkte Ausbreitung in eine Kavität (kavitäre Metastasierung), z.B. die Bauchhöhle.
- durch Verschleppung während einer Untersuchung oder Behandlung, zum Beispiel nach einem diagnostischen Test Punktion (Transplantatmetastasen).
Bei der hämatogenen Metastasierung bilden sich die Metastasen oft im nächsten durchströmten Organ. Für den Darm ist das das Leber, für andere Organe in der Regel die Lunge. Weitere häufig betroffene Organe sind der Knochen, der meist mehrere Metastasen aufweist, und das Gehirn, das mit Chemotherapeutika nur schwer zu behandeln ist. [Quelle?]
Bei lymphogenen Metastasen entstehen Metastasen hauptsächlich in den Lymphknoten, die dem Tumor nachgelagert sind – beim Brustkrebs unter der Achselhöhle. [Quelle?]
Eierstocktumoren sind ein besonders gutes Beispiel für die dritte Gruppe. Tumoren des Magen-Darm-Traktes können auch kavital (dh in die Bauchhöhle) metastasieren. [Quelle?]
Beispielsweise können nach einer Biopsie Transplantatmetastasen auf der Hautoberfläche aufgrund von bösartigem Tumorwachstum in der Leber auftreten.[1]
Symptome
Metastasen treten meist erst in einem späten Krebsstadium auf, können sich aber auch früh entwickeln. Der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome kann daher variieren. Die Beschwerden sind immer Folge einer eingeschränkten Funktionsfähigkeit des betroffenen Organs, verursachen aber nicht unbedingt Schmerzen. Mit anderen Worten, die Probleme, die auftreten können, hängen davon ab, in welchem Organ sich die Metastase befindet und inwieweit diese Metastase das normale Gewebe verdrängt hat.[Quelle?]
Ein gutes Beispiel sind Knochenmetastasen. Durch das Wachstum verdrängt die Metastasierung normales Knochengewebe und beeinträchtigt so die Festigkeit des Knochens. Dies führt zu Frakturen in Situationen, in denen dies normalerweise nicht der Fall wäre, beispielsweise durch einen leichten Sturz. Diese Frakturen können jedoch auch spontan auftreten. In der Medizin spricht man von einer „pathologischen Fraktur“. Diese Fraktur verursacht natürlich Schmerzen, die jedoch nicht direkt durch den dort vorhandenen Sekundärtumor verursacht werden. Außerdem stehen die Symptome des Primärtumors meist zuerst.[Quelle?]
Folgen
Bei den meisten Krebsarten ist die Prognose (Überlebenschancen) nach dem Auffinden von Fernmetastasen stark reduziert, aber in manchen Fällen ist eine Heilung noch möglich. Dies gilt insbesondere für Krebsarten, die sehr empfindlich auf Chemotherapie reagieren, wie Hodenkrebs Hodenkarzinom. Sogar eine einzelne Leber- oder Lungenmetastase kann manchmal operativ entfernt werden. Bei multiplen Metastasen wird eine Operation oft ausgeschlossen. Ebenfalls Bestrahlung ist in dieser Situation aus dem gleichen Grund keine kurative Option mehr. Man spricht dann von palliativ Behandlung, bei der eine Heilung nicht möglich ist, aber die Symptomkontrolle und manchmal die Hemmung des Tumorwachstums das Ziel sind.[Quelle?]
Andere Arten von Metastasen
Infektionen können auch Metastasen verursachen - metastasierende Abszesse. Ein anderer, weniger verwirrender Begriff dafür sind multiple Abszesse. Infektionen werden häufiger als Dissemination statt als Metastasierung bezeichnet.[Quelle?]