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Ultraphon | ||||
| Etabliert | 13. August 1925 | |||
| Gründer | Heinrich Kuchenmeister | |||
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Das deutsche Label Ultraphon ist jetzt ein Unterlabel von Teldec im Hamburg und gehört zu den Warner Music Group.
Das Ultraphon.-Gerät
Das Berlin Erfinder Heinrich J. Küchenmeister (Berlin, 1893) – (Bremen, 1971) entwickelte sich zu Beginn des 20er Jahre der Ultraphon, ein Plattenspieler im runden Gehäuse mit zwei Lautsprechern, zwei Tonköpfen und zwei rechteckigen Schalllöchern. Beide Nadeln passierten in einem festen Abstand dieselbe Nut, so dass bei der Wiedergabe durch den eigenen Schalltrichter eine geringe zeitliche Verschiebung des Tonsignals erreicht wurde. Dadurch wurde einerseits eine Klangausbeute erreicht und andererseits ein räumlicher Klang (Pseudo-Stereo-Effekt) erzeugt.
Die Deutsche Ultraphon AG, deren Ziel die Herstellung dieser Sprachmaschinen war, wurde am 13. August 1925 in . gegründet Berlin-Lichtenberg mit Heinrich Küchenmeister als Hauptgesellschafter. Da der Geschäftserfolg der Erfindung enttäuschend war, entschloss man sich, ein konventionelles Gerät mit einem Schallkopf/Schalltrichter zu bauen. Ab 1928 war die Küchenmeister Firma BERTONA – Berliner Tonapparate-Fabrik GmbH für die Produktion verantwortlich. Anfang 1932 wurde die Produktion eingestellt.
Das Plattenlabel Ultraphon
In Zusammenarbeit mit dem Niederländisch Kaufmann und Ingenieur Andreas Struve (1882 – 1954) Küchenmeister plante ein multinationales Elektroakustik-Imperium mit eigenständigen Abteilungen für Schallplatten und Tonapparate, Rundfunk und Tonfilm. Mit überwiegend niederländischem Kapital, in Amsterdam Gründung der "N.V. Küchenmeister's Internationale Maatschappij voor Acoustics" als Holding (Mai 1929). Außerdem gehörten die "NV Küchenmeister's Internationale Maatschappij voor Sprrekende Films" (gegründet Dezember 1927, später "Internationale Tobis Maatschappij NV") zur Tonfilmsektion und die "NV Küchenmeister's Internationale Radio Maatschappij" (NV Küchenmeister's Internationales Radio Maatschappij) für die Radioteil, der allerdings erst in der Planungsphase war. Für die Schallplattenabteilung und den Tonapparat war die "N.V. Küchenmeister's Internationale Ultraphone Maatschappij" vom Oktober 1928 zuständig.
Anfang 1929 fusionierte die Deutsche Ultraphon AG mit "Küchenmeister's Internationaler Ultraphoon" in Amsterdam mit dem Ziel, eine eigene Schallplattenproduktion in Deutschland aufzubauen. Die ersten Schallplatten kamen im Herbst 1929 auf den Markt.
Angeführt vom Plattenproduzenten platen Herbert Grenzebach (Berlin, 1897 – Mallorca, 1992) entstand in kurzer Zeit ein umfangreiches Repertoire. Unter den Ultraphon-Künstlern waren Marlene Dietrich, Joseph Schmidt und Erich Kleiber.
Die Aufnahmen zeichnen sich durch eine ungewöhnlich gute Klangqualität aus., dank Ultraphon-Toningenieur Hans-Karl von Willisen (Berlin-Charlottenburg, 1906 – Wuppertal, 1966) und Paul-Günther Erbslöh (Düsseldorf, 1905 – 2002). Als Tonstudio nutzte die Aufnahmeabteilung den Tanzsaal des Gartenzimmers Viktoria-Garten in Berlin-Wilmersdorf.
Aufgrund der unklaren Konzernstruktur geriet die Deutsche Ultraphon AG im Juli 1931 in finanzielle Schwierigkeiten und wurde Anfang 1932 verkauft. Im März 1932 gekauft Telefunken die Formen und Druckmaschinen aus der Insolvenzmasse und gründete ein eigenes Label als Telefunkenplatte GmbH.
Internationale Labels
- Frankreich: "Ste. Internationale Ultraphone" in Villetaneuse (Seine) bei Paris, unabhängig ab 1931 als "Société Ultraphone Française"
- Niederlande: "Ultraphon", Amsterdam
- Schweiz: "Turicaphon AG", gegründet im Oktober 1930 in Zürich
- Tschechoslowakei: Ultraphon-Presse und Tonstudio in Prag ab 1931. Das Produktionszentrum in Prag und seine Rechte gingen an die tschechische Ravitas über. Inländische Produkte waren Ultraphon bei internationalen Musikproduktionen unter dem Namen Supraphon. Seinen Höhepunkt erreichte das Label in den 1930er Jahren mit dem Verkauf von Klassik- und Jazzaufnahmen. Mit der russischen Besatzung nach dem Zweiter Weltkrieg wurde 1946 eingebürgert. Ultraphon und Supraphon wurden dann ausschließlich für den tschechischen Markt verwendet, das Weltrepertoire wurde unter dem Label verkauft Merkur Aufzeichnungen fortgesetzt. Die Firma Ultraphon A.S. wurde 1969 in Supraphon A.S. gebaut. umbenannt und ist heute das größte tschechische Plattenlabel.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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