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Virtuosität steht für die extreme technische Fähigkeit, die jemand besitzen kann, zum Beispiel beim Spielen eines Musikinstrument, in Kombination mit einem starken Ausdruck. Dieser Begriff wird auch beim Singen oder anderen künstlerischen Ausdrücken verwendet.
Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort ab virtuwas bedeutet Tugend.
Virtuosität in der klassischen Musik
In der Musik blühte der Virtuosismus vor allem in den Romantik, obwohl die Wurzeln schon in früheren Perioden lagen. Bereits im Barockmusik und in der Klassizismus es entwickelte sich ein virtuoser Spiel- und Kompositionsstil, der weit über dem üblichen Durchschnitt lag. Die Komplexität der Musik nahm zu und die Ansprüche der Spieler stiegen. Die Zunahme dieser Komplexität verläuft parallel zum Wandel des Menschenbildes, bei dem der Mensch immer mehr als „Alleskönner“ in den Mittelpunkt rückte, statt Gott, und in dem technischer Fortschritt und neue Entdeckungen in rascher Folge aufeinander folgten.
Diese Komplexität schaffte auch Raum für den außergewöhnlich talentierten Musiker, sich durch sein Spiel zu profilieren. Das Solist entstand, und es Konzert wurde als Musikform entwickelt, um dem Solisten gegenüber dem Orchester anzeigen zu können. Auch Musikinstrumente wurden verbessert, so dass dem Instrument mehr abverlangt werden konnte. Die Konstruktion war geprägt von allerlei Erfindungen, die den Klang größer machten und die Geschwindigkeit aufeinanderfolgender Töne erhöhen konnte.
Durch die Entwicklung einer zunehmend konzertorientierten Musik und der begleitenden Hörbühnen (eine Entwicklung von einfacher (oft Kirchen-)Musik zu komplexer Konzert- und Hörmusik) wurde Musik auch zunehmend zu einem Unterhaltungsträger, in dem die „Show“ oft auch spielte eine immer wichtigere Rolle.
In dem Romantik So konnten hervorragende Virtuosen entstehen, die schnell ihren Ruhm als Anziehungspunkt und Hörpunkt verbreiten konnten. Virtuosität bekam zunehmend den Beigeschmack „technischer Perfektion“ und die musikalische Seite solcher Darbietungen drohte manchmal in den Hintergrund zu treten.
* das schwer zu spielende Doppel hält in der rechten Hand
* wo die beiden 'schwächsten Finger' - der kleine Finger und der Ringfinger - eine harte Arbeit haben, zwischen den Akkorden synchron mit Daumen und Zeigefinger zu wechseln
* was auch das Problem des schnellen Wechsels der Oberstimme zwischen weißen und schwarzen Tasten beinhaltet
* gegenüber der Sprungtechnik in der linken Hand
* wobei die Anführungszeichen auch zwischen schwarzen und weißen Tasten wechseln
* wobei die Sprünge alle eine unterschiedliche Distanz haben.
Auch das virtuose Repertoire erfuhr eine Wandlung, wie in den Werken von Chopin, Paganini und Liszt, die zeigen, dass die Komponisten immer weiter gegangen sind, um extreme Spiel- und Klangmöglichkeiten zu entdecken. Niccolò Paganini gilt weithin als der virtuoseste Violinist und Violinkomponist jemals, und Franz Liszt galt lange als der Virtuose schlechthin auf das Klavier und als der große virtuose Erneuerer der Klaviertechnik und des Stils.
Im 20. Jahrhundert setzt sich diese Tendenz in den teilweise äußerst komplexen Werken von Komponisten wie Maurice Ravel, Charles Ives, Leopold Godowsky und Vladimir Horowitz. Die zum Teil fast unspielbaren Kompositionen werden dann vom modernen Virtuosen mit scheinbar unmöglicher Leichtigkeit interpretiert. Ein Beispiel für einen solchen modernen Virtuosen ist der Pianist Arcadi Volodos.
Ein weiterer Aspekt der Virtuosität ist, dass manchmal nicht die Komplexität an erster Stelle steht, sondern die unnachahmliche Art, wie ein Musiker ein Stück interpretiert. So kann auch ein einfaches Musikstück sehr virtuos (mit unnachahmlichem Ausdruck) gespielt werden.
Jazz, Blues und Popmusik
Viele Jazzmusiker aus den 60er Jahren als John Coltrane, Django Reinhardt werden auch oft als Virtuosen bezeichnet.
In dem Popmusik des 20. Jahrhunderts ist besonders Felsen-genre auch die Virtuosität mit Gitarristen wie Chuck Berry, Jimi Hendrix, Eric Clapton und eine große Anzahl von Gitarristen aus der Hardrock und symphonischer Rock, wie Jimmy Seite, Richie Blackmore, Eddie van Halen, John Petrucci, Marty Friedman und Yngwie Malmsteen. auf Tasten Jon Lord, Rick Wakeman und Jordan Rudess. In den 1990er Jahren kam die Virtuosität der Sologitarristen mit dem Aufkommen der Grunge, wo der Fokus auf den rhythmischen Rhythmusgitarrenparts statt auf den Soli lag.
Weiterlesen
- Hans Joachim Moser - Musikgeschichte in 100 Lebensbildern - hg. R. Löwit, Wiesbaden (1918)
- Casper Heuler - Einführung in die Musikgeschichte - hrsg. H.Paris, Amsterdam (1961)
- Karl H. Wörner - Musikgeschichte - Hrsg. Het Spectrum, Utrecht/Antwerpen, (1977)
- [1] Themen und Genres der Musikgeschichte