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Walter Pichler

Walter Pichler (Deutschnofen, 1. Oktober1936Tirol, 16. Juli2012) war ein österreichischAvantgardeArchitekt, Bildhauer, Zeichner und konzeptionell Künstler.

Leben und Arbeiten

Walter Pichler wurde in Deutschnofen (italienisch: Nova Ponente) im Italienisch Provinz Südtirol. Die Familie zog sich 1940 zurück, während der Zweiter Weltkrieg, Weg von Mussolini-Italien nach Telfs im österreichischen Bundesland Nordtirol. Er besuchte in Innsbruck das Bundesgewerbeschule, wollte aber mehr (sein Großvater war Schmied und sein Vater Schuhmacher) als nur Handwerker, blieb aber ein lebenslanger Liebhaber der Werkstatt. 1959 schloss er sein Studium an der Akademie für angewandte Kunst im Wien aus. 1959 zog er erstmals nach Paris, wo er Bildhauerei studierte, und dann 1963 bis New Yorkwo er bis 1964 blieb. 1966 war er Gastdozent an der Rhode Island School of Design und 1968 wurde er zum 4.documenta im Kassel.

1972 kaufte Pichler einen Bauernhof in Sankt Martin an der Raab im österreichischen Bundesland Burgenland, nahe dem Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien. Der Künstler baute keine Skulpturen für seine Gebäude. Er konstruierte Strukturen oder rekonstruierte Gebäude, um seine Skulpturen zu beherbergen. Jedes Haus, jedes Gebäude hat seine eigene Funktion. Die Skulpturen stehen nicht zum Verkauf, sie müssen in der eigens errichteten Umgebung verbleiben. Der potentielle Käufer muss sich mit einer Zeichnung von Pichler begnügen.

Pichler vertrat Österreich bei der Einladung 1982 Biennale Venedig Venice. 1985 wurde er mit der Großer Österreichischer Staatspreis unterscheiden.

Architekt/Bildhauer

Pichlers erste Skulpturen stammen aus dem Jahr 1959 und in den folgenden Jahren schuf er architektonische Entwürfe für den Städtebau. Zusammen mit dem Architekten Hans Hollein er präsentierte 1963 utopisch Architekturmodelle in der Galerie nächst St.Stephan in Wien. Er schrieb Bücher über Architektur und arbeitete auch einige Zeit als Buchgestalter beim Verlag Residenz im Salzburg. Von 1965 bis 1967 gab er mit Hans Hollein, Gustav Peichl und Gunther Feuerstein das visionäre magazin Bau, Schrift für Archtektur und Städtebau von. 1965 war er mit Hans Hollein und Ernst Graf der Einreicher des Projekts minimale Welt, eine multifunktionale Telefonzelle. 1967 organisierte es Museum für moderne Kunst in New York die Ausstellung Visionäre Architektur von Pichler, Hollein und Raimund Abraham. Im selben Jahr präsentierte er sein berühmtes TV-Helm, ein tragbares Wohnzimmer. Es war die Zeit der Op Science-Fiction und raumbezogene Skulpturen.

Prototypen

Pichlers bekannteste Werke sind die Prototypen, die er 1966 startete (Nummern 1, 3, 5 und 6), auf die Architekten und Künstler sehr positiv reagierten. 1967 folgten die Nummern 2, 4, 7 und 8, die 1968 mit den zuvor entstandenen Prototypen in ausgestellt wurden Innsbruck und Wien. Pichler erlebte 1968 eine weitere Ausstellung während der documenta 4 Zoll Kassel. Die Prototypen sind Kunstwerke im Übergangsbereich zwischen die Architektur, Skulptur und Design. Sie zählen zu den sogenannten Konzeptkunst und waren ein soziales und politisches Spiegelbild der gesellschaftlichen Veränderungen in den 1960er Jahren. Für seine Arbeiten verwendete er industriell gefertigte Materialien wie Holz, Kunststoff und Aluminium mit Techniken der Maschinenbau, wie pneumatisch Ausrüstung. Die komplette Werkreihe wurde 1998 im Rahmen einer von der Generali-Stiftung organisierten Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Die Werke waren eine Inspirationsquelle für die Entwürfe von Architekten wie Coop Himmelb(l)au und Haus-Rucker-Co.

Pichler hat ihm Professuren angeboten in Zürich und Stuttgart lehnte ab, er wollte keine Staatskünstler sein und seinen eigenen Lebensweg gehen.

Tod

Walter Pichler starb am 16. Juli 2012 im Alter von 75 Jahren nach langer Krankheit.[1]

Literatur

  • Rudi Fuchs und Walter Pichler: Walter Pichler Zeichnungen: Bilder: Gebäude, Katalog Stadtmuseum (Amsterdam), Hrsg. Galerie Ulysses und SMA (1998) ISBN 3 851270 19 3
  • Walter Pichler: Haus neben der Schmiede, Jung und Jung, Wien (2002) ISBN 3 902144 33 5
  • Walter Pichler: Skulptur Architektur, Jung und Jung, Wien (2005) ISBN 3 902497 00 9

Siehe auch

Externer Link