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Das documenta ist die wichtigste seit 1955 Ausstellung zeitgenössischer bildender Kunst in der Welt. Diese Ausstellung findet alle fünf Jahre in Kassel (Deutschland). Die Ausstellung dauert genau hundert Tage und erstreckt sich meist über die ganze Stadt. Hauptgebäude ist es Fridericianum.
Arnold Bode
Arnold Bode (1900-1977) war Initiator der ersten "Weltausstellung zeitgenössischer Kunst" in Kassel. Bode war Maler und Pädagoge und geriet im Mai 1933 mit dem NS-Regime in Konflikt. Seine Arbeit wurde sofort als Entartete Kunst 1948 gründete Bode mit seinen Kunstfreunden aus Kassel die Kunstakademie, die bereits 1932 geschlossen hatte. Sein Plan, im völlig zerstörten Kassel eine große internationale Kunstausstellung zu organisieren, wurde 1955, zeitgleich mit der in Kassel veranstalteten Bundesgartenschau, Wirklichkeit und wurde sofort ein großer Erfolg.
Die sukzessiven "documentas" wuchsen zu einem gigantischen Medienereignis und einem touristischen Asset erster Größenordnung mit allen damit verbundenen Handelsvorteilen.
Die erste documenta
Der Fokus der ersten documenta lag jedoch nicht so sehr auf der zeitgenössischen Kunst, also der Kunst, die nach 1945 entstanden ist, sondern auf der Darstellung der Arbeiten jener Künstler, die mit ihr verbunden waren Entartete KunstDabei rückte die Abstrakte Kunst und insbesondere die Abstrakte Malerei der 1920er und 1930er Jahre in den Mittelpunkt. Viele Bewegungen aus dieser Zeit waren vertreten, wie zum Beispiel: Fauvismus, Kubismus, Expressionismus, Futurismus, Der Blaue Reiter, usw. Erst in späteren Episoden der documenta verlagerte sich der künstlerische Schwerpunkt auf die zeitgenössische Kunst und insbesondere auf die neuesten Strömungen. Während sich die erste documenta fast ausschließlich an Künstler aus Europa richtete, erweiterte sie sich später um Werke von Künstlern aus Amerika, Afrika und Asien.
Standorte
- Fridericianum
- Neue Galerie
- documenta-Halle
- Friedrichsplatz
- Park Karlsaue, mit dem 1992 de Aue Pavillons (temporärer Aufbau für Documenta IX)
- Ab 2007: Schlo Wilhelmshöhe im Park Wilhelmshöhe (mit einer Konfrontation von zeitgenössischer Kunst und der bestehenden historischen Kunstsammlung, darunter die berühmte Rembrandt-Kollektion)
- Kulturzentrum Schlachthof
- Kultuurbahnhof Kassel (Teile von Kassel Hbf, die aufgrund des eingeschränkten Zugverkehrs von der Deutschen Bahn nicht mehr genutzt werden.)
- Darüber hinaus werden mehrere verstreute Standorte in der Stadt genutzt. Auf der dOCUMENTA(13) gibt es beispielsweise Aufführungen im Grand City Hotel Hessenland und in einem ehemaligen Finanzamt werden Arbeiten von Tacita Dean ausgestellt.
Treuhänder
Für die documenta, man Chefkurator ernannt. Dieser bestimmt das Thema und wählt gemeinsam mit einem Team von Mitarbeitern die Künstler aus, die ausstellen dürfen. 1982 Rudi Fuchs Chefkurator, 1992 war das Jan Hoet. 2017 war Hendrik Folkerts einer der Chefkuratoren.[1]
Niederländische Teilnehmer[2]
Dokumente 1 - 1955:
Dokumente 2 - 1959:
- Karel Appel
- Konstante
- Anton Heyboer
- Willem de Kooning
- Ger Lataster
- Piet Mondriaan
- Shinkichi Tajiri
- Geer van Velde
Dokumente 3 - 1964:
- Karel Appel
- Konstante
- Wim Crouwel
- Martin Engelmann
- Vincent van Gogh
- Anton Heyboer
- Willem de Kooning
- Lucebert
- Piet Mondriaan
- Gerrit Rietveld
- Willem Sandberg
- Paul Schuitema
- Shinkichi Tajiri
- Bram van Velde
- Hendrik Werkmann
- Piet Schwarz
Dokumentation 4 -1968:
- Anzeigendekker
- Pieter Engels
- Jos Manders
- Jan Schoonhoven
- Shinkichi Tajiri
- Carel Visser
Dokumente 5 - 1972:
Dokumentation 6 - 1977:
Dokumentation 7 - 1982:
Dokumentation 8 - 1987:
- Madelon Hooykaas & Elsa Stansfield
- Niek Kemps
- Rob Scholte
Dokumente 9 - 1992:
Dokumentation 10 - 1997:
Dokumente 11 - 2002:
Dokumentation 12 - 2007:
Dokumente 13 - 2012:
Dokumente 14 - 2017:
Dokument 12 (2007)
Im 2007 die zwölfte documenta fand vom 16. Juni bis 23. September statt. Die Führung lag beim Paar Roger-Martin Bürgel (Generaldirektion) und Ruth Noack (Chefkurator). Die Compiler behaupteten, nicht ihre persönlichen Obsessionen zu zeigen, sondern den ästhetischen Geist, der in den Künstlern lebt. Dennoch trafen sie eine etwas eigenwillige Wahl, indem sie Künstlern, die nur begrenzt bekannt sind, eine internationale Bühne boten. Das Streben nach Ästhetik war dabei ein markanter Leitgedanke, bei dem auf harte Effekte verzichtet wurde, sodass eher auffällige Ensembles zum Einsatz kommen. Dieser ästhetische Ansatz drückt sich auch in der Auswahl der Kunstwerke selbst aus, wie z Installation von Trisha Braun und Iole De Freitas. Die Präsentation insgesamt sieht raffiniert aus und museumsartig mit eng angeordneten Löchern in bewusst farbigen Räumen wie lachsrot, lila und himmelblau und roter Teppich. Im Erdgeschoss der "Neuen Galerie" sind die Wände dunkelgrün, die Teppiche lila und die Vorhänge grün oder weiß. In einem hellgrünen Nebenraum des Fridericianum das licht fällt sanft auf a Scharlachrot Tuch von Lee Lozano um Raum, Dekoration und Kunst optimal in Einklang zu bringen.
Auch Kunst und Politik treffen in dieser documenta aufeinander: Bedrängende Situationen aus Afrika, Asien und Lateinamerika werden durch Installationen und Aufführungen verklagt. Wie die große zusammengeflickte Schaluppe von Romuald Hazoume von Benin, "als Zeichen der Trauer für alle Familien Afrika die nicht wissen, wo die Leichen ihrer Söhne sind, die in Booten sind illegal links für Europa". Auch die arabische Welt wird thematisiert. Auffallend ist diesmal die Chinesisch Beitrag mit Ai Weiwei. In kurzer Zeit hat diese Gruppe Asiaten beherrschte die westlichen Strömungen und fügte sie in ihre eigene lange Tradition ein.
Die Ausstellungsfläche wurde um 9.500 m² erweitert: ein gläserner Neubau (ähnlich, aber in keiner Weise vergleichbar mit zwei bisherigen gläsernen Ausstellungspavillons, der Kristallpalast von 1851 in London und die Grand Palais von 1900 in Paris), die sogenannte Aue-Pavillon zentral gelegen Karlsaue-Park. Dieser temporäre Bau, der hundert der mehr als fünfhundert Kunstwerke aus Stahl beherbergt, Polycarbonat und natürlich musste viel glas leicht und transparent aussehen. Silberne Vorhänge und eine große Klimaanlage müssen die Hitze draußen halten. Bisher hat dieser temporäre Pavillon die Erwartungen nicht erfüllt: wenig Aura, zu hohe Luftfeuchtigkeit, eine geschlossene Box ohne Außensicht und ohne Bezug zum umliegenden Park. Kurz gesagt, eine inakzeptable Architektur für eine so prestigeträchtige Veranstaltung. Erstmals ist auch im Schloss und im Park Kunst zu sehen Wilhelmshöhe wo ein Thai Künstler hat ein Reisfeld gepflanzt.
Die Documenta 12 jongliert mit Zahlen und bestätigt einmal mehr die Mega-Größe des Events. Nach drei Jahren Vorbereitung mit a Budget von 20 Millionen Euro werden 650.000 Kunstliebhaber erwartet. Während 100 Tagen werden 500 Werke von 113 Künstlern gezeigt. Allein die Pressepräsentation wurde von 2600 . empfangen Journalisten besucht.[3]
Für die zwölfte Ausgabe der documenta erhielten die über 100 eingeladenen Künstler des Duos Bürgel/Noack drei zentrale Themen bzw Leitmotiv, die bei ihrer/seinen Einreichung(en) eine Rolle spielen mussten:
- Ist das Moderne unsere Antike? (Sind die Modernen unsere Klassiker?)
- War es das bloße Leben? (Was ist nackte Existenz?)
- War tun? (Was sollen wir tun?)
Lili Dujourie zeigt die Belgier Beitrag mit einem Trio Installationen, bestehend aus federleichten Konstruktionen aus Eisendraht und einer Gruppe abstraktBilder, die sich durch Einfachheit und Raffinesse auszeichnen.
dOKUMENTA (13) (2012)
Die Amerikaner Carolyn Christov-Bakargiev aus dem Kunstmuseum Museo d'Arte Contemporanea del Castello di Rivoli oder auch es Museo di Arte Contemporanea di Torino del Castello di Rivoli in dem ItalienischTurin wurde zum Treuhänder von dOKUMENTA (13). Sie war auch Kuratorin der Sydney Biennale 2008. Die dreizehnte Ausgabe der Documenta lief vom 9. Juni bis 16. September 2012.
Dokument (14) (2017)
Die Manifestation findet 2017 erstmals in zwei Städten statt: ab Athen, vom 8. April bis 16. Juli und etwas später, vom 10. Juni bis 17. September, in Kassel. Der polnische Kunstkritiker und Kurator Adam Szymczyk Ist verantwortlich. Szymczyk (* 1970) war unter anderem Direktor der Kunsthalle in Basel. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität von Warschau und besuchte auch die kuratorische Ausbildung der Amsterdam Kunstzentrum Der Apfel.
Übersicht documenta 1955 bis 2012
| Jahr | Chefkurator | Teilnehmer | Arbeiten | Besucher | |
|---|---|---|---|---|---|
| documenta I | 1955 | Arnold Bode | 148 | 670 | 130 000 |
| documenta II | 1959 | Arnold Bode, Werner Haftmann | 392 | 1770 | 134 000 |
| Dokument III | 1964 | Arnold Bode, Werner Haftmann | 280 | 1450 | 200 000 |
| 4.documenta | 1968 | 24 Tassen Figur documenta-Rat | 150 | 1000 | 220 000 |
| Dokument 5 | 1972 | Harald Szeemann | 218 | 820 | 228 621 |
| Dokument 6 | 1977 | Manfred Schneckenburger | 622 | 2700 | 343 410 |
| Dokument 7 | 1982 | Rudi Fuchs | 182 | 1000 | 378 691 |
| Dokument 8 | 1987 | Manfred Schneckenburger | 150 | 600 | 474 417 |
| DOKUMENTA IX | 1992 | Jan Hoet | 189 | 1000 | 603 456 |
| Dokument X | 1997 | Catherine David | 120 | 700 | 628 776 |
| Dokumentation 11 | 2002 | Okwui Enwezor | 118 | 450 | 650 924 |
| Dokument 12 | 2007 | Roger-Martin Bürgel | 114 | > 500 | 754 301 |
| dOKUMENTA (13) | 2012 | Carolyn Christov-Bakargiev | > 300 | - | 860 000 |
| Dokument 14 | 2017 | Adam Szymczyk | 163 | - | 891 500 |
Bilder
- documenta-Chart

Arnold Bode Stempel

FIU-Plakat dVII

Eintrittskarte d8

Eintrittskarte dX
Siehe auch
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
Externer Link |
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