WikiDer > Walther Meissner

Walther Meissner
Walther Meissner

Walther Meissner (Deutsche: Walther Meißner) (Berlin, 16. Dezember1882München, 16. November1974) war ein DeutschePhysiker und bekannt für die Entdeckung der Meissner-Effekt in dem Supraleitung.

Biografie

Meissner wurde in Berlin als Sohn von Waldemar Meissner und Johanna Greger geboren. Von 1901 bis 1904 studierte er Maschinenbau an der Technischen Hochschule Charlottenburg, gefolgt von zwei Jahren Mathematik und Physik an der Fachhochschule Berlin. Friedrich-Wilhelms-Universität. Als einer der wenigen Doktoranden der Max Planck er promovierte 1907 mit der Dissertation Zur Theorie des Strahlungsdrucks.

1908 trat Meissner in die Physikalisch-Technische Reichsanstalt (PTR) in Charlottenburg bei Berlin, ein wissenschaftliches Forschungsinstitut, das 1887 von Hermann von Helmholtz wurde gegründet. Von 1922 bis 1925 baute Meissner eine Heliumverflüssigeranlage, die dritte (nach der in Führen und Toronto) in der Welt. Das größere Kältelabor und die Labor für elektrische Atomforschung wurden von Meissner geleitet.

Zusammen mit seiner Assistentin Robert Ochsenfeld 1932 untersuchte er die magnetischen Eigenschaften von Materialien, wenn sie supraleitend werden, ein Zustand, der erreicht wird, wenn die Temperatur eines Elements oder einer Legierung unter die kritische Temperatur fällt. Ganz unerwartet entdeckten sie 1933, dass, wenn ein Bleizylinder in ein Magnetfeld gebracht wurde und die Temperatur unter die kritische Temperatur von Blei fiel, das Magnetfeld aus dem Bleizylinder ausgestoßen wurde und sich somit wie ein idealer Diamagnet verhielt. Dieser Meissner-Effekt, auch Meissner-Ochsenfeld-Effekt genannt, erwies sich als grundlegende Entdeckung auf dem Gebiet der Supraleitung.[1] Im Jahr nach dieser Entdeckung erhielt er den Lehrstuhl für Angewandte Physik an der Universität München und Leiter des zugehörigen Labors.

Mit Erlaubnis der US-Militärregierung wurde er Zweiter Weltkrieg Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die er bis 1950 innehatte. Während seiner Amtszeit gründete er mit Klaus Clusius der erste Niedertemperatur-Forschungsausschuss der Bayerischen Akademie. Bis 1965 befanden sich seine Labore in Herrsching am Ammersee, danach wurden sie verschoben Garching. Meissner starb 1974 in München.