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Willem Hermans
Hermans-Orgel von 1661 in der Chiesa San Domenico in pistoia

Willem Hermans (Dorn, 6. März1601 - Rom, 14. Februar1683) war ein Südliche NiederlandeOrgelbauer.

Leben

Über seine Kindheit und Ausbildung ist nicht viel bekannt. Sein Vater war Zimmermann und Willem ging bei ihm in die Lehre und erlernte das Handwerk von Zimmermann.[1] Am 4. Oktober 1631 trat Willem Hermans dem Orden der Jesuiten im Mecheln, wo er seit 1633 im Stadtarchiv als Skrinarius und organopaeos (Zimmermann und Orgelbauer). Als Orgelbauer lebte und arbeitete er in der Südliche Niederlande. Er arbeitete unter anderem in Breda (1632-1633), Mecheln (1633-1634), Gent (1634), Kortrijk (1636-1637), Löwen (1637-1638), Sint-Winoksbergen (1640–1642) und Ypern (1644-1645).

Frankreich

Willem Hermans lebte von 1645-1648 in Frankreich und baute in Paris in der Jesuitenkirche St.Paul/St.Louis und in der Jesuitenfestung La Fleche ein Organ. Später in den Jahren 1654-1655 kehrte Willem Hermans aus Genua noch einmal zurück in die gleiche Umgebung in Frankreich für Orgelreparaturen.

Italien

1648 zog Willem Hermans nach Italien. Von 1648 bis 1663 lebte und arbeitete Hermans in Genua. Über diese Zeit ist mehr bekannt. Er baute in Italien eine Reihe bemerkenswerter Instrumente, 1649-1650 baute er eine (verlorene) zweimanualig Orgel in Como. Von 1656-1660 baute Hermans eine Orgel in der Santa Maria di Carignano in Genua. Die Orgel hatte drei Manuale und eine kostenloses Pedal. Zur gleichen Zeit baute Hermans eine Orgel in der SS. Andrea ed Ambrogio (Gesu), die Jesuitenkirche in Genua. Im Orvieto Hermans war auch aktiv. Diese Orgel ging 1975 verloren. 1659 war Hermans aktiv in active Venedig. 1661 war Hermans aktiv in active Modena. Hermans baute Orgeln in pistoia (Chiesa San Domenico, 1661 in (Chiesa S. Ignazio di Loyola, 1664. Ab 1663 blieb Hermans lange Zeit in Rom und er baute Orgeln in der San Apollinare 1665-1668 mit drei Manualen, in der Gesu, Sant'Ignazio 1668 und im Sant'Agnese in Agone (1672). In der Casa Professa in Palermo Hermans baute von 1672-1674 eine oder zwei Orgeln. In Collescipoli at Terni in der (Chiesa S. Maria Maggiore, 1678) baute Hermans seine letzte Orgel. Die Orgeln in Pistoia und Collescipoli sind erhalten geblieben. Sie sind fast vollständige Instrumente von Willem Hermans. In Italien bekam er den Spitznamen Aemulum Tonantis, der dem Donnergott gleichkommt.[2]

Bedeutung

Im 17. Jahrhundert realisierte Willem Hermans eine wichtige Synthese zwischen der südlichen Niederlande und der italienischen Orgelbaukultur. Er führte neue südniederländische . ein Orgel hört auf: das Schilf (Trompete, Posaune und Regal), Kornett, Sesquialter und Tert. Hermans gilt als Vertreter der Brabanter Orgelschule,[3] die zu Hermans' Zeit unter Floris Hocque II . blühte[4](±1550-1632) aus Grab. Seit 1615 befand sich die Werkstatt von Hocque in Köln und Hocque arbeitete in Stock, Metz, Lüttich, Trier und Den Bosch. Wenn Schüler von Hocque sind Jan Bremser (1610-1679), Hans Goltfuß (±1596-1658 und Nicolaas Hocque (um 1614) bekannt. Hermans' Stil wurde später im 18. und 19. Jahrhundert von den italienischen Orgelbauerfamilien übernommen. agat und Troncia der seine Kornette und Schilf kopiert hat. Auch südniederländische Charakteristika von Hermans' Orgeln wurden übernommen von Johann Christoph Egedacker aus Österreich.[5] Hermans' Zeitgenosse in Schlesien Casparini Eugenio Casparini (1623-1706)[6] übernahm das Kornett als Register im Oberen.[7]

Orgelfest

2009 fand auf Initiative der Academia d'Organo Giuseppe Gherardeschi erstmals der Internationale Orgelwettbewerb Willem Hermans in Pistoia statt.

Im Jahr 2012 organisierte Fabio Ciofini, Titularorganist an der Hermans-Orgel von 1678, die vierzehnte Ausgabe des Hermans-Festivals in der Collegiata di Santa Maria Maggiore a Collescipoli.

Dispositionsbeispiele Hermans-Orgel

Das Anordnung von zwei Hermans-Orgeln in Pistoia (1664) und in Collescipoli (1678).

Chiesa Spirito Santo in Pistoia 1664.
Handbuch C,D,E,F,G,A–c3
Schulleiter8'
Ottavac4'
Quintadecima2'
Decimanona1 1/3'
Vigesimasekunde1'
Vigesima VI und IX2/3', 1/2'
Trigesima III1 1/3'
Flötino-Bass1'
flauto8'
Flautino XII2' 2/3'
KornettIV
Trombensopran8'
Posaunenbass8'
Musetto-Sopran8'
Stimme Umana Bassa4'
Pedal C,D,E,F,G,A–es0 eingehalten:
subbass16'
Spielhilfen:
Rossignoli
Pauke
Tremolo
Kirche Santa Maria Maggiore in Collescipoli 1678.
Handbuch C,D,E,F,G,A–c3
Schulleiter8'
Ottavac4'
Quintadecima2'
Decimanona1 1/3'
Vigesimasekunde1'
Vigesima VI und IX2/3', 1/2'
Trigesima III1 1/3'
Flauto XII2', 2/3'
Flötino-Bass1'
KornettIII-IV
Trombensopran8'
Posaunenbass8'



Pedal C,D,E,F,G,A–es0 eingehalten:
subbass16'
Spielhilfen:
Usignoli
Tamburo
Tremolo

Große Berühmtheit erlangte Hermans vor allem durch den Bau der Orgel in Como mit zwei Manualen. Er wandte das Concertato-Prinzip an. Die beiden Handbücher dienten aufgrund seiner Beschreibung dell'organao in einem Dialog oder Echo verwendet werden. Bei der Anordnung der Orgel in Pistoia stechen die typischen Hermans-Register hervor: De Voce Umana, die drei Flötenregister, das Kornett und das Holzpedalregister. Die Orgeln in Pistoia und Collescipoli sind beide ein charakteristisches Beispiel für eine Hermans-Orgel, bescheiden in der Größe, klangvoll von 16[8] Register und 13 Register, mit Manual und angebautem Pedal. Die Disposition unterscheidet sich stark von der italienischen Orgel aus dem 17. Jahrhundert. zusätzlich Bass/Distanz-Unterteilung in Pistoia bei Fis1 gespenstisch1 und in Collescipoli bei e1 und f1.Es ripieno in beiden Organen besteht aus XV/Quintadecima, XIX/Decimanona, XXII/Vegesimaseconda, XXVI/Vegesima VI - XXIX/Vegesima IX - XXXIII/Trigesima III.

Literatur

  • Philip van den Berg, Die Formentelli-Orgel in Rieti-Orgelfreund 2009, S. 3
  • Peter van Dijk, Historische Orgeln in Italien, Hilversum 1988
  • Ingrid Evers, Der Mann, der mit dem Donner konkurriert, Magister Artium, Diözese Roermond 1992, S.108-125
  • Jesuitenarchiv in Rom, Nachruf Guilielmus Hermans
  • Wout van Kuilenburg, Die Orgel 2006, Nummer 4, S. 4-33
  • Christo Lelie, in Trouw, September 1999
  • Lidy Peters, De Brug, Februar 2012, p. 12-14
  • Willem van Twillert, Rezension von Orgelfreunden, 1997/03
  • DR. Maarten Vente, Die Brabanter-Orgel, p. 100-110
  • DR. Maarten Vente, Orgelkunst in den Niederlanden vom 16. bis 18. Jahrhundert, 1984
  • Johan Zoutendijk, Le cornet de Flandres in www.orgelhistorie.org, p. 13-14

Diskographie mit Orgeln von Willem Hermans

  • Accent ACC 10129 Orgel in Collescipoli & Pistoia
  • Accent ACC 98129 Orgel in Collescipoli & Pistoia
  • Aeolus AE 10601 Orgel in Pistoia

Externe Links

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