WikiDer > Wouter C. Braat
Wouter Cornelis Braat (Delft, 4. Februar1903 - Ögstgeest, 28. März2000) war ein NiederländischArchäologe.
Biografie
Familie
Braat war ein Sohn des namensgebenden Wouter Cornelis Braat (1860-1930) und der Gießendame Adriana Elisabeth Hoogendoorn (1864-1941). Sein Großvater war Frederik Willem Braat, dem er 1989 eine seiner letzten Veröffentlichungen widmete: „Ein Hersteller aus dem 19. Jahrhundert: F.W. Braat'. Seine Schwester Elisabeth Christina Braat (1896-1961) heiratete den Architekten ir. Albert Johan van der Steur (1895-1963).
Studium und Karriere
Nach seinem Studium in Delft und Apeldoorn studierte er Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Leiden unter den Professoren Johan Huizinga, Herman Theodore Colenbrander und Wilhelm Martin. Ab 1928 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Königliches Museum für Antiquitäten in Leiden unter der Leitung von Jan Hendrik Holwerda. Gleichzeitig schrieb er seine Dissertation Die Archäologie des Wieringermeers, auf dem er im Juni 1932 Promotion an der Universität Leiden. Seine besondere Aufmerksamkeit für einfache mittelalterliche Funde machte dieses Werk zu einer bahnbrechenden Studie der mittelalterlichen Archäologie, zu der er später viele wertvolle Beiträge leistete. Nach seiner Promotion studierte er ein weiteres Semester in Freiburg und Berlin. Am Leiden Museum wurde er Kurator in der klassischen und niederländischen Sektion. 1968 ging er in den Ruhestand.
Gemeinschaftsarbeit
In der Oud Leiden Association war er ab 1931 Mitglied und Sekretär, ab 1936 Vorstandsmitglied, ab 1945 Vizepräsident und ab 1960 Vorsitzender. In den Zeiträumen 1963-1965 und 1968-1971 war er auch Vorsitzender des Königlich Niederländischer Antiquitätenverband (KNOPF). 1964 erhielt er den Orden von Oranien-Nassau. Von 1965 bis 1969 war er Vorsitzender des 1950 gegründeten Folklore-Komitees. 1966 trat Braat als Vorsitzender der Oud Leiden Association zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Auch nach seiner Pensionierung blieb er dem klassischen Studium verbunden und wurde zum kritischen Geist im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Bauarbeiter und Ladenbesitzer einerseits und den Interessen der Denkmalschutz andererseits.
Literatur
- Jacoba Belder, TOILETTE. Gör. Bibliographie eines niederländischen Archäologen. Den Haag, 1978.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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