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Gemeinde in Österreich | |||
| Ort | |||
| Zustand | Tirol | ||
| Kreis | Kufstein | ||
| Koordinaten | 47° 29′ N, 12° 4′ O | ||
| Allgemeines | |||
| Oberfläche | 19,68 km² | ||
| Einwohner(01-01-2020) | 14.059 (612,9 Einwohner/km²) | ||
| Höhe | 511 m.ü.A. | ||
| Andere | |||
| Postleitzahl | 6300-6302 | ||
| Vorwahl | 43 5332 | ||
| Nummernschild | CU | ||
| Gemeindenummer | 7 05 31 | ||
| Webseite | woergl.at | ||
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Wörgl ist ein Ort in der Inntal in dem österreichischZustandTirol, etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Bayern. Der Ort gehört zum Bezirk Kufstein.Wörgl hat 12.806 Einwohner (2013).
Erdkunde
Wörgl liegt am Fluss Gasthaus, an der Mündung des Brixentaler Ache, am Treffpunkt Inntal, Brixental, Wildschönau und der Solllandl.
Nachbargemeinden von Wörgl sind: Angath, Angerberg, Breitenbach am Inn, Hopfgarten im Brixental, itter, Kirchbichl, Kundl und Wildschönau.
Geschichte
Die Umgebung von Wörgl zählt zu den reichsten archäologischen Stätten Nordtirols. Archäologische Funde belegen, dass die Gegend um Wörgl bereits in der frühen Eisenzeit (ca. 1000 v. Chr.) besiedelt war und bereits Handel betrieben wurde. Die Lage war dafür sehr geeignet und es gab in der Umgebung Eisenerzminen.
Es gab in der Egerndorfer Feld Es wurden etwa fünfhundert Gräber mit Urnen gefunden, die eingehend untersucht wurden. Auch die Existenz einer römischen Festung im heutigen Zentrum von Wörgl ist nachgewiesen. Die Herkunft des Ortsnamens ist noch nicht sicher geklärt; die ältesten historischen Quellen von 1120 erwähnen einen 'Henricus de Uuergile'.
Auch aus Bayern kamen in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts neue Einwohner. Der Name des Schutzpatrons (St. Laurentius) weist auf eine vorgermanische Christianisierung hin. Auf Karten aus der Zeit vor dem Bau der ersten Bahnlinie sind die quadratischen Felder noch in Abmessungen zu erkennen, wie sie im Römischen Reich für Felder üblich waren.
Im 1504 Das Gebiet südlich der Zillermondig kam nach der Eroberung der Festung Kufstein durch Kaiser Maximilian endgültig zur Grafschaft Tirol.
Wörgl .s kostenloses Geld-Experiment
Weltbekannt wurde die Stadt Wörgl durch eine besondere Geldart, die in der Krise der 1930er Jahre von der Gemeinde ausgegeben wurde; das sogenannte Vrijgeld (deutsch: Freigeld).
runden 1932 Wörgl hatte aufgrund der stark rückläufigen Zement- und Zellstoffproduktion mit hohen Arbeitslosenzahlen zu kämpfen. Dadurch hatte die Gemeinde weniger Steuereinnahmen und mehr Ausgaben für die Armenhilfe. Die Gemeindekasse war leer und es gab keine Aussicht auf Besserung. Ab Anfang Juli 1932 die Gemeinde bezahlte ihre Mitarbeiter daher in Gutscheinen, sog. Arbeitswertscheine.
Die Initiative kam vom Bürgermeister Michael Unterguggenberger, der sich von den Theorien der freien Ökonomie der Silvio Gesell. Die Ausgabe des Umlaufgeldes erwies sich als erfolgreich; die Stadt musste sich kein Geld vom Staat leihen, um ihre Rechnungen zu bezahlen, und es entstand ein Wirtschaftsboom mit schnell zirkulierenden Wertpapieren, bis das Projekt im August 1933 von der Regierung verboten wurde.
Eine der Möglichkeiten, das Geld im Umlauf zu halten, war eine Art Strafe für das Horten (Sparen). Jeden Monat musste ein Stempel von einem Prozent des Nennwertes gekauft werden, um die Notiz gültig zu halten. Es war daher meist billiger, einfach etwas damit zu machen.
Das Geld war gesichert, weil die Gemeinde Sicherheiten bei der Raiffeisenbank hinterlegt hatte. Es wurden Lohnscheine mit den Nennwerten 1, 2 und 5 Schilling ausgegeben. Bis zum Ausgabeende im August 1933 wurden Papiere im Gesamtwert von 34.500,- Schilling ausgegeben. Das kostenlose Geld war genauso viel wert wie das echte Geld. Mit dem kostenlosen Geld konnten Stadtsteuern bezahlt werden und lokale Ladenbesitzer nahmen das Geld auch ein.
Der Versuch mit dem Gratisgeld war ein Erfolg, denn überall in Wörgl wurde wieder gebaut und investiert. In der Gemeinde gibt es noch ein Viadukt mit der Aufschrift „mit Freigeld erbaut“ (gebaut mit kostenlosem Geld). Während des Projekts sank die Arbeitslosigkeit von 21% auf 15%, während sie überall im Land anstieg.
Der positive Effekt wurde in der Presse als „Wörgler Wunder“ bezeichnet und das Phänomen wurde so bekannt, dass mehr als hundert Gemeinden in Österreich nachziehen wollten. Auch aus dem Ausland gab es Interesse; der Finanzminister von Frankreich Edouard Daladier, der später Premierminister werden sollte, kam, um sich davon zu überzeugen. In dem Vereinigte Staaten sagte der Ökonom Irving Fischer, übrigens vergeblich, an die Regierung für Stempelskript eingeführt werden, um die Wirtschaftskrise zu überwinden.
Das Nationalbank von Österreich verklagte Wörgls Experiment erfolgreich, denn streng genommen hatte nur diese Bank die Befugnis, Geld auszugeben. Das Projekt wurde unter Androhung militärischer Gewalt beendet und geriet durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs weitgehend in Vergessenheit. Bis heute gibt es in Wörgl einen Verein, der die Erinnerung wach hält und Studienmaterial Interessierten zur Verfügung stellt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Hauptwirtschaftszweig ist der regionale Einzelhandel; die meisten Supermarktketten sind vertreten. Die Bahnhofsstraße (Bahnhofstraße) ist die zweitlängste Einkaufsstraße Tirols. Das Gewerbegebiet Wörgl liegt direkt an der Autobahn.
Wörgl ist ein wichtiger Straßenknotenpunkt sowohl für den Auto- als auch für den Schienenverkehr. Durch die Inntal Kann man nach Nordosten gehen? Kufstein und Bayern und südwestlich nach Innsbruck; man kann durch die Brixental in die Richtung Kitzbühel, durch die Söll-Leukental in der Richtung von St. Johann in Tirol und nach Süden Wildschönau Reisen. Wörgl hat zwei Ein- und Ausfahrten von der A 12 Inntalautobahn und eine Station von Bedeutung.
Partnerstädte
Albrechtice nad Orlicic (Tschechien)
Berühmte Bewohner von Wörgl
Menschen aus Wörgl, die einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben:
Geboren
- Reinhard Furrer (1940-1995), deutscher Astronaut
- Heinz Zak (1958), Bergsteiger und Fotograf
- Gerhard Berger (1959), Formel-1-Fahrer
- Stefan Horngacher (1969), Skispringer
Verstorben
- Michael Unterguggenberger (1884-1936), Initiator der Wörgler Freigeld-Experiment
Einwohner (waren)
- Hans Homberg (1903-1982), deutscher Schriftsteller und Kameramann
Galerie

Kirche Stadtpfarrkirche Sankt Laurentius in Wörgl

Kapelle in DR. Angeli Straße in Wörgl
Externe Links
- (das) Offizielle Website von Wörgl
- (das) Thomas Wendel: Der Geldzauberer, Geschichte des Wörgler Geldexperimente 9/2003 (PDF[toter Link] )
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| Bibliographische Informationen |
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Gemeinsame Normdatei:4108493-7 |