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500 kHz
Marconi-Schiffsstation "MPB"
Arbeitsposition 500 kHz von PCH

500 kHz (600 Meter) ist die internationale Funktelegrafie Notfrequenz, auf der seit 1912 Notsignale sind gesendet. Im Notfall eine feste Morsesignal Sendung, bestehend aus der pausenlosen Variante der Buchstabenkombination SOS. Im Morsecode heißt das: Drei Punkte, drei Streifen, drei Punkte.

Aufgrund des Verschwindens der Verwendung von Morsezeichen und der Entwicklungen auf dem Gebiet der Telekommunikation wird seit etwa 1990 immer weniger Gebrauch von 500 kHz-Notfrequenz. Notrufe werden heutzutage fast ausschließlich über GMDSS, das weltweite Not- und Sicherheitssystem für den Seeverkehr mit digitaler Kommunikation über Satellitenverbindungen.

Geschichte

Nach dem Maxwell im Jahr 1865 und Hertz begann 1887 18 Guglielmo Marconi in Italien zum Experimentieren Radiowellen. Er benutzte a Funkengenerator als primitiver Sender, a zusammenhängender als Empfänger und im eigenen Haus entwickelt Antennen. Zunächst überbrückte er damit einige Meter. Nach seinem Umzug nach England setzte er seine Experimente fort und schaffte es 1898, eine Strecke von 30 km vom Needles Hotel auf der Isle of Wight bis zum Harbour Hotel in Pool zurückzulegen und am 12. Dezember 1901 stellte er die erste drahtlose Transatlantikverbindung von Cornwall in England nach Neufundland in Kanada.

Samuel Morse hatte das im Jahre 1835 Morse-Code entwickelt für die Kommunikation von Telegrafie und diesen Morsecode benutzte Marconi für seine Experimente mit Radiowellen. Er wechselte mit Hilfe von a Signaltaste seinen Funkensender schnell ein und aus, um eine drahtlose Kommunikation herzustellen. Dies machte Marconi zum Erfinder der drahtlosen Telegrafie oder Funktelegrafie.

1897 gründete Marconi seine "Wireless Telegraph Company", ab 1900 die "Marconi Wireless Telegraph Company". Bald entstanden wettbewerbsfähige Unternehmen, wie z Telefunken in Deutschland, Compagnie des Télégraphie Sans Fil in Belgien und vielen ähnlichen Unternehmen in Ländern wie Frankreich und Italien. Diese Unternehmen konzentrierten sich zunächst auf militärische und maritime Unternehmen. Die Konkurrenz war jedoch hart und die Leute arbeiteten gegeneinander, unter anderem indem sie sich gegenseitig störten.

Die Nutzer dieses neuen Mediums mussten jedoch vor allem in Notsituationen kooperieren und sich nicht gegenseitig behindern. Der deutsche Kaiser Wilhelm II initiierte deshalb 1903 die erste Funkkonferenz. Dort wurde der SOS-Morsecode als internationales Notrufsignal vereinbart. Großbritannien, angeführt von Marconi, nutzte jedoch weiterhin das Signal CQD, wobei CQ der funktelegrafische Code für "Ruf an alle Stationen" und das D für "Notruf" ist.

Nach dem Ableben der Titanic April 1912, da die englischen CQD-Notsignale von anderen Schiffen nicht empfangen wurden, fand im Sommer 1912 in London eine zweite Funkkonferenz statt. Hier wurde der erste Anstoß gegeben SOLASKonvention, die die Sicherheit des Lebens auf See regelt. Dort wurden die 600 Meter (500 kHz) als Notruffrequenz bezeichnet, auf der außerhalb von Notrufen kein öffentlicher Funkverkehr stattfinden durfte. Außerdem wurde festgelegt, dass zweimal pro Stunde 3 Minuten lang Funkstille eingehalten werden sollte, um auf Notrufe zu hören.

1927 fand in Washington die 3. Radiokonferenz statt. Die Ratifizierung erfolgte 1929 in Kairo. Diese Konferenzen waren die Grundlage für den späteren modernen Seefunkdienst.

Zustimmung

Der Vertrag beinhaltet:

  • Die Annahme von 600 Metern (500 kHz) als offizielle Notruffrequenz.
  • Die einzuhaltenden Ruhezeiten.
  • Verwenden des automatischen Alarmsignals.
  • Vereinbarungen über die Überwachung der Notfallfrequenz 24 Stunden am Tag.
  • Die Einstellung des Schutzbandes für die Notfrequenz Funktelegrafie 490 – 510 kHz.

Neben Notrufen und Verkehr wurde diese Frequenz auch für Not- und Sicherheitsdurchsagen und schließlich für Rufstellen des öffentlichen Verkehrs genutzt, danach wurde dieser Verkehr auf einer weiteren festen Arbeitsfrequenz abgewickelt.

Die 500kHz Notfrequenz ist seit einigen Jahren außer Betrieb und wird nun teilweise auch Funkamateuren zur Verfügung gestellt.

Siehe auch