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Alice Nahon | ||||
Nahon (1921). Sammlung Haus der Buchstaben | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Geboren | 16. August1896 | |||
| Geburtsort | Antwerpen | |||
| Verstorben | 21. Mai1933 | |||
| Ort des Todes | Antwerpen | |||
| Beruf | Dichterin | |||
| dbnl-Profil | ||||
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Alice Nahon (Antwerpen, 16. August1896 - Dort, 21. Mai1933) war ein Antwerpener Dichter.
Im Flandern Nahon ist vielleicht am besten für ihre Verse bekannt Abendlied III:
Es ist gut, kurz vor dem Einschlafen in das eigene Reh zu schauen,
ob ich von morgens bis abends kein einziges Reh verletzt habe, ...
Ihr Vater war Holländer und Buchhändler in Antwerpen. Ihre Mutter, Julia Gijsemans, stammte aus putte in Mechelen und war ausgebildeter Lehrer. Alice war die dritte in einer Familie mit elf Kindern. Von 1911 bis 1913 besuchte sie die landwirtschaftliche Hauswirtschaftsschule in Overijse im Flämisch-Brabant, die jetzige St. Martins College die später eine Schule nach ihr benannte. Ab ihrem achtzehnten Lebensjahr arbeitete sie für kurze Zeit als Krankenpflegeschülerin im Krankenhaus StuivenbergKrankenhaus in Antwerpen. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges erkrankte sie schwer. Sie wurde behandelt wie Tuberkulosegeduldig, aber tatsächlich litt sie an einer chronischen Bronchitis (möglicherweise verursacht durch einen angeborenen Herzfehler) und Depressionen. Von Juni 1917 bis Dezember 1922 war sie am Saint Joseph Institute, u.a Sanatorium im Tessenderlo. Trotzdem schrieb sie in dieser Zeit zwei Gedichtbände: Findlinge (1920) und Auf Soft-Gutscheine (1921), was ihr enorme Popularität einbrachte. Einige dieser Gedichte erschienen zuerst in Zeitschriften wie Die Schelde, ein flämischer Nationalist Tageszeitung. In den 1920er Jahren hatte sie mehrere kurze Beziehungen, unter anderem mit der Avantgarde Michel Seuphor, der belgische Journalist und Publizist Paul Pee und die Limburgse poete maudit, Jef Leynen.Nach dem Aufenthalt in Italien und Frankreich ab 1927 arbeitete sie in der Stadtbibliothek von Mecheln bis sie Ende 1930 wegen ihres prekären Gesundheitszustandes in den Ruhestand ging. Mit dem Bündel Schatten (1928) versuchte sie vergeblich, sich gegen ihr gutmütiges Image und gegen die Kritik u.a. Paul van Ostaijen und Martinus Nijhoff. Anfang der dreißiger Jahre wohnte sie in Mortsel im Kapellenhaus von Schloss Cantecroy. In ihrem letzten Lebensjahr lebte sie in der Carnotstraße im Antwerpen; Recherchen in den Bevölkerungsregistern haben ergeben, dass nur ihr englischer Freund, Sylvia Newtonwar dort eingetragen. Die Gedichtsammlung März April erschien posthum (1936). Sie hat ein Grab an einem Ehrenplatz bekommen Schoonselhof.
In der Gemeinde Putte ist eine Grundschule nach ihr benannt. In den Gemeinden Zwijndrecht, Melsele (Beveren) und Zolder (Heusden-Zolder) gibt es eine Alice Nahonlaan. Die Gemeinden Zele, Putte, Belsele (Sint-Niklaas) und Beernem sowie der Kreis Ekeren (Antwerpen) haben eine Alice Nahonstraat. Eine Alice Nahonlei gibt es in Schoten und Mechelen hat eine Alice Nahonplein. Auch im niederländischen Rijen (Gilze en Rijen) gibt es eine Alice Nahonstraat. In der Gemeinde Overijse befindet sich die Büste von Nahon.
Literaturverzeichnis
- Findlinge (1920)
- Auf Soft-Gutscheine (1921)
- Schatten (1928)
- März April (1936)
Externe Links
- Profil Bei der Digitale Bibliothek für niederländische Literatur (dbnl)
- Poesieweb/Alice Nahon
- Abendlied III (Hörbuch bei Librivox)
- durch Schreiben, Nahon, Alice, Flämische Schriftsteller, 1830-heute
Literatur
- Manu van der Aa, Ich habe Liebe geliebt; das Leben von Alice Nahon. Tielt: Lannoo, 2008. (Biografie)
- Manu van der Aa (Hrsg.), Meine Seele ist in Aufruhr wie der Koffer mit unbeantworteten Briefen, Briefe von Alice Nahon, Eigenverlag, 2018.