WikiDer > Altena (Delft)
Altena war in der Mittelalter ein Wasserhaus im Norden von Delft. Solche Wohnungen waren eine Alternative für Landadlige, die nicht im Schutz einer ummauerten Stadt lebten.
Geschichte
Um 1250 wurde auf dem Gelände der späteren Burg Altena ein Hof angelegt, auf dem ein vermutlich überwiegend aus Holz gebauter Bau stand, in dem Abfälle eines Bauernhofes gefunden wurden. Um die Wende des 14. und 15. Jahrhunderts entstand ein befestigtes Adelshaus.[1]
Im 1435 Gerrit Gerritszoon van Egmond ließ ein rechteckiges Steinhaus von 7 mal 14 Metern bauen. Das Haus hatte fast 60 cm dicke Wände und einen angebauten Turm. Der Graben war 12 Meter breit. Das Haus Altena war somit ein sogenanntes 'begrabenes Gehöft',[Anmerkung 1] der einem Gentleman mehr Status verlieh. Neben dem befestigten Haus befand sich die Altenahoeve, ein Hof zur Bewirtschaftung des Landes.
Seine Tochter Gerritje, verheiratet mit Hendrik van Zuilen van Nijeveld, erbte das Schloss. Ihr Sohn Gerrit besaß Altena von 1457 bis 1493. Er war ein angesehener Mann in den Diensten des burgundischen Herzogs Karl der Kühne und später Bürgermeister von Delft. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Gebäude auf der Schlossinsel zu einem L-förmigen Bau erweitert.[1]
Gerrits Sohn Anthonis verkaufte Altena 1501 an Jacob van Almonde, einen adligen Anwalt. Zwischen 1530 und 1572 wurde die Burg erneut zu einem quadratischen Block ausgebaut. Auf der Schlossinsel waren mehrere Gebäude zu unterscheiden. Das Schlossgelände scheint ummauert worden zu sein. Eine Vorburg auf einer separaten Insel scheint noch nicht fertiggestellt worden zu sein.[1] Bis 1600 blieb Altena im Besitz der Familie Van Almonde.
Zu Beginn des Achtzigjähriger Krieg wurde die Landschaft von Holland von spanischen Truppen unsicher gemacht. Aus Angst, dass sich der Feind verschanzen könnte, um von dort aus die Stadt zu belagern, beschloss der Stadtrat von Delft 1573, alle Klöster und Burgen rund um die Stadt unbrauchbar zu machen.
1600 erbte Maria van Almonde Altena und baute es wieder auf. Das alte Hauptgebäude wurde restauriert und angepasst und ein neuer Treppenturm gebaut. Der Zugang erfolgte über eine Zugbrücke über den Ostkanal. An die Westseite des Hauptgebäudes wurde eine Küche angebaut.[1]
Ab 1680 wurde Altena als Gasthof vermietet. 60 Jahre lang konnten die Leute dort essen und trinken. 1765 verkaufte der damalige Besitzer Altena an Cornelis Ammerlaan, einen Pächter neben dem Hof Altenahoeve. Er war Bauer, kein Gastwirt und brauchte offenbar kein stattliches Schloss. Er ließ das Haus Altena abreißen.
Der neben dem Gasthof stehende Hof wurde 2014 abgerissen. Nach der Verwendung für verschiedene andere Zwecke, einschließlich für Rotes Kreuz, wurde dieser Hof in ein Partyzentrum umgewandelt, das ursprünglich "de Boerderij" hieß. Von 1992 bis 2014 trug das Partyzentrum den passenden Namen: "Altena Hoeve".
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|