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Antifouling
Rost durch Fouling

Antifouling ist die Sammelbezeichnung für Maßnahmen zur Vorbeugung Mikroorganismen, Miesmuscheln und Algen klammern sich an das Wasser unter der Oberfläche Kofferraum eines Schiffes.

Verschmutzung

Das Phänomen des Foulings wird in zwei Gruppen eingeteilt, nämlich Microfouling und Macrofouling.

  • Microfouling ist die Bildung eines Films aus Mikroorganismen, die sich am Schiffsrumpf festsetzen.
  • Macrofouling ist die Anhaftung größerer Organismen wie Muscheln, bestimmter Würmer, Seepocken und Seetang.

Insgesamt haben diese Organismen eine enorme Masse, die die Manövriereigenschaften und die Ladekapazität eines Schiffes stark verändert. Fouling ist jedoch nicht nur an Schiffsrümpfen ein Problem, sondern kann auch in unterirdischen Wasserquellen auftreten, wo sich die Organismen ansammeln und den Wasserfluss verhindern. Fouling tritt auch an der Innen- und Außenseite von Unterwasser-Pipelines auf. An all diesen Standorten verursacht es einen Anstieg der Wartungskosten.

Ein weiteres Problem, das den Schiffsrumpf verschwenderisch beschmutzt, ist die weltweite Verbreitung der fraglichen Organismen. Einige dieser Organismen haben in ihrer neuen Umgebung keine natürlichen Feinde und können daher empfindlich werden Ökosysteme stören.

Geschichte

Akkretion, insbesondere in Schiffen, ist ein Problem, das schon seit der Erforschung der Ozeane durch den Menschen bekannt ist. Im Deipnosophistae beschreibt Athenäus von Naukratis die beim Bau des Schiffes getroffenen Antifouling-Maßnahmen Hieron von Syrakus. Im 15. Jahrhundert wurden verschiedene Techniken verwendet, um die Anlagerung zu verhindern, hauptsächlich mit drei Zutaten: einer weißen Substanz, die eine Mischung aus Walöl, Harz und Schwefel war, einer schwarzen Substanz, die eine Mischung aus Teer und Harz war, und einer braunen Substanz, die bestand aus der mit Schwefel angereicherten schwarzen Substanz. Das Carene (das Unterwasserschiff) mit Kupferplatten wurde erstmals 1708 von Charles Perry vorgeschlagen, aber die ersten Experimente damit verzögerten sich bis Ende 50er Jahre des 18. Jahrhundert.

Kupfer schnitt sehr gut ab, um den Rumpf vor Würmern zu schützen und Anlagerungen zu verhindern. Wenn Kupfer jedoch mit Wasser in Kontakt kommt, bildet sich ein giftiger Film, der hauptsächlich aus Oxychlorid und ist schädlich für das Leben im Meer. Außerdem lockert sich dieser Film nach und nach, so dass das Kupfer verschwindet und sich Organismen wieder am Schiff festsetzen können. Ab 1770 statt Königliche Marine der Boden aller ihrer Schiffe mit Kupfer, das so lange gewartet wurde, wie Holzschiffe im Dienst blieben. Dieser Erfolg war so groß, dass der Begriff Kupferboden wurde bekannt für etwas, das sehr zuverlässig und risikofrei ist.

In den 70er und 80er Jahren wurde viel Antifouling verwendetanstreichen die auf TBT basierten oder Tributylzinnhydrid. Die schädlichen Auswirkungen von TBT auf die Umwelt, insbesondere die großflächige Austernverformung in England und Frankreich. Seitdem hat sich viel verändert: Unter öffentlichem Druck sucht man nach umweltfreundlichen Antifouling-Systemen.

Heutige Tag

Es gibt zwei Gruppen von Antifouling-Farben. Die erste Gruppe bilden die Biozidfarben, die aus einer Kombination von Kupfer und Boosterbiozide. Sie können zwischen den Ablativen und den selbstpolierenden Lacken wählen. Die Ablative sind am billigsten, haben aber auch die am wenigsten guten Antifouling-Eigenschaften. Die selbstpolierenden Lacke sind von besserer Qualität, aber auch teurer.

Die zweite Gruppe sind die Foul-ReleaseFarben, die so hart sind, dass die Organismen keine Chance haben, sich festzusetzen. Die derzeit in dieser Kategorie auf dem Markt befindlichen Lacke basieren auf Silikon.

Neben Antifouling-Farben entstehen immer umweltfreundlichere Alternativen. So gibt es beispielsweise Antifouling-Folien, die sehr glatt sind oder eine Textur aufweisen und auch der Einsatz von Ultraschall-Antifouling ist auf dem Vormarsch. Diese neuen Techniken funktionieren ohne Gift und auch ohne dass der Lack mit Mikroplastik belastet.