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Belfagor

Belfagor ist ein Novelle des florentinerNiccol Machiavelli ab 1520. Erzteufel Belfagor (arcidiavolo Belfagor) wird auf die Erde geschickt, um zu untersuchen, ob die Florentinerinnen wirklich so schrecklich sind. Ihr Stolz und ihre Verschwendung führen ihn zu einer so tiefen Verzweiflung, dass er lieber in die Hölle kehrt zurück. Daneben Antifeminismus ist Belfagor auch eine Anklage gegen die Wucherpraktiken der Kaufleute.

Die Geschichte

Pluto, der oberste Richter der Hölle, hatte bemerkt, dass seit einiger Zeit zahlreiche männliche Seelen die Unterwelt erreicht hatten und sich alle über ihre Frauen beschwerten. Der Erzteufel Belfagor muss der Sache auf den Grund gehen. In menschlicher Form wird er auf die Erde geschickt, um eine Frau zu heiraten. Es wird vereinbart, dass er zehn Ehejahre lang alle Leiden des Mannes tragen muss.

Belfagor landet in Florenz als Rodrigo von Kastilien, ein wohlhabender und gutaussehender junger Mann mit 100.000 Dukaten in der Tasche. Wegen seiner Großzügigkeit möchte mancher Vater Rodrigo an seine Tochter binden. Er heiratet Onesta Donati aus Liebe. Sie kommt aus einer großen und armen Familie, die er voll unterstützen muss. Bald beginnt Onesta, ihn zu beschimpfen, als er ihr alles verweigert. Ihr Stolz und ihre Verschwendung treiben Rodrigo zu tiefer Verzweiflung. Wenn sein ganzes Geld weg ist, muss er fliehen.

Ein Bauer Matteo del Bricca versteckt ihn auf seiner Farm. Matteo nutzt die Gelegenheit, um gemeinsam mit Belfagor ein Unternehmen zu gründen. Er behauptet, dass er den Teufel (Belfagor selbst) von Frauen austreiben kann. Er verdient viel Geld damit und will immer mehr. Belfagor schließt sich widerstrebend an und droht, Matteo zu töten. Um Belfagor zu verjagen, baut Matteo eine Bühne mit Altar und vielen Trompeten auf. Ach, lieber Rodrigo, deine Frau sucht dich. Aus Angst vor der Ehe flieht Belfagor und kehrt mit großer Eile in die Hölle zurück.