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Bernard Dewulf (Brüssel, 30. Januar1960) ist ein flämischDichter, Essayist, Dramatiker und Kolumnist.
Biografie
Bernard Dewulf besuchte eine Studie Germanische Philologie. Schon vor dem Erscheinen von Wohin der Igel geht Gedichte von Dewulf waren veröffentlicht worden, unter anderem in verschiedenen Literaturzeitschriften. Er erlangte erstmals öffentliche Bekanntheit im Jahr 1987, als die kollektive Gedichtsammlung Drehen Sie mit uns erschien mit Gedichten von Dewulf selbst, Dirk van Bastelaere, Karl Herzog und Erik Spinoy. 2006 die Gedichtsammlung Blaukrank veröffentlicht.
2001 die Aufsatzsammlung Zusätzliche Informationen: Maler anschauen. Dieses Buch vereint eine Reihe von Überlegungen zu bildenden Künstlern. Der Autor möchte beim Betrachten von Gemälden auf den Zauber zugreifen aufhellen. Er versucht immer wieder, die Versuchung in Worte zu fassen, die von Gemälden und Zeichnungen u.a. Xavier Mellery, Leon Spilliaert, Pierre Bonnard, Edgar Degas, Rik Wouters, Frits Van den Berghe, Jean Rustina, Luc Tuymans, Marlene Dumas, Thierry De Cordier, Raoul De Keyser, Vincent Geyskens und andere. Später folgte eine zweite Kunstsammlung mit dem Titel Ansätze. Beobachten und suchen von Malern (2007) mit Texten über plastische Kunst.
Dewulf arbeitete als Redakteur bei der New World Magazin und später als Kolumnist vor dem Der Morgen. 2006 unter dem Titel Lörhoek veröffentlichte eine Auswahl von Dewulfs Kolumnen. 2009 wurde Dewulf zusammen mit 12 anderen Mitarbeitern von De Morgen aufgrund von Sparmaßnahmen entlassen. Diese Massenentlassung führte zu vielen Protesten von Lesern und anderen Streik unter den Mitarbeitern, so dass die Zeitung am 19. Mai 2009 erschien einen Tag lang nicht.
Er hat jahrelang für NTGent gearbeitet, ist Kolumnist für die Wochenzeitung Der Standard. Von Januar 2012 bis Januar 2014 war er offiziell Stadtpoet aus Antwerpen. Seit Januar 2017 ist er Writer-in-Residence des Königlichen Museums der Schönen Künste Antwerpen.
Literaturverzeichnis
- 1995 – Wohin der Igel geht. Gedichte. – 52 S. ISBN 9789025412036 . (verliehen die Debütpreis 1996
- 2001 – Zusätzliche Information. Maler anschauen. – 199 S. ISBN 9789045005935 (904500593X). Inhalt: Reflexionen über bildende Künstler, insbesondere Maler. Mit Illustrationen.
- 2002 - Die Jahrgänge (über Thierry De Cordier, Ludion, Gent, 2002)
- 2006 – Blaukrank. Gedichte. – 62 S. ISBN 9789045015958 .
- 2006 – lauernde Ecke. – 224 S. ISBN 9789045013817 .
- 2007 – Ansätze. Maler suchen und suchen. – 224 S. ISBN 9789045000213 . Inhalt: Essays, Reflexionen und Gespräche über Malerei und Künstler. Mit Illustrationen.
- 2008 - Der weite Blick (Aufsatz, ISKA-cahier, Gent, 2008)
- 2009 - Meeresdrift (Prosa, Lecomte, 2009)
- 2009 – Kleine Tage. (Atlas, Amsterdam)
- 2012 – Zugvögel im Nebel. Die Neujahrsvorträge des Philosophiehauses 'The Searching Deer' - Ausgabe 2011 - 48 S. ISBN 9789460580970 . INHALT: Im Sein Neujahrsvortrag Bernard Dewulf reflektiert das kommende Jahr und die weitere Zukunft – vor allem aber mit Blick auf das Kleine, das Verletzliche, das Illusionäre. Die kleine Verzweiflung und die kleinste Hoffnung im Gewirr unserer menschlichen Existenz.
- 2012 - Dispersionen (Betrachtungen, AtlasContact, Amsterdam)
- 2014 - Stadtgedichte (Antwerpen Book City, 2014)
- 2014 - Widmungen. Gesammelte Reflexionen (AtlasContact, Amsterdam)
- 2016 - Späte Tage (Prosa, AtlasContact, Amsterdam)
- 2017 - Karussell (Bühnentext, The New Theatre Library)
- Theater
- Alkestis (Übersetzung/Bearbeitung, Ausgabe: Atlas, Amsterdam, 2006), für De Roovers, 2006.
- Oresteia (Übersetzung/Bearbeitung), für De Roovers, 2011.
- The Bitter Tears of Petra von Kant (Übersetzung/Adaption), für NTGent und Nationaal Toneel, 2011.
- Drei Mönche (Originalstück), für Artemis, Regie: Floor Huygen, 2012.
- The Girl Who Loved Matches Too Much (Bearbeitung), NTGent, Regisseurin Julie Van den Berghe, 2011.
- Een lolita (Originaltext, erschienen bei Voetnoot, 2013), NTGent, Regisseurin Julie Van den Berghe, 2012.
- Kleine Tage (Originaltext), Theatervortrag, NTGent, Regisseurin Julie Van den Berghe.
- Cyrano (Übersetzung und Adaption), NTGent, Regisseurin Julie Van den Berghe, 2014.
- Elektra (Rückübersetzung/Anpassung der Oresteia), NTGent, Regisseurin Julie Van den Berghe, 2014.
- Carrousel (Originaltext), Noord Nederlands Toneel, Regisseur Guy Weizman, 2017.
Auszeichnungen
- 1996 seine Gedichtsammlung Wohin der Igel geht ausgezeichnet mit dem flämischen Debütpreis.
- 2007 erhielt er den Saint Amour Prize for Good Sex für das beste Sexfragment.
- 2008 erhielt er für Ansätze das Dirk-Martens-Preis (Genre Aufsatz).
- 2010 gewann er den Libris-Literaturpreis vor dem Kleine Tage.
- 2011 erhielt er den Der Tintenaffe vor dem Kleine Tage.
- 2013 erhielt er den Taalunie Playwriting Award für das spiel Eine Lolita.
- 2013 erhielt er zusammen mit Julie Van den Berghe den Spitzenpreis vor der Aufführung eine Loilita.