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Büchergilde Brederode war ein flämisch Verlag (1949-1972).
Geschichte
In den Jahren 1946-1947, nachdem er gerade seine Zusammenarbeit beendet hatte, gründete der Literat Valere Depauw der Verlag Das Belhamel. Unter diesem Namen veröffentlichte er zwei Novellen:
- Die Präsenz, durch Philip de Pilecyn,
- Birne Gynt von Depauw selbst.
1949 gründete er einen gemeinnützigen Verein namens Büchergilde Brederode. Gelegen in Kökelberg, wo sich Depauw niedergelassen hatte, wurden hauptsächlich Arbeiten von und über flämische nationalistische Autoren in einer Reihe veröffentlicht, die den Namen trug Die vaterländischen Gläubigen.
Dazu gehörten folgende Arbeiten:
- Wie die Schwarzen in den Himmel kamen, von Jan den Duvel, Pseudonym von Filip de Pillecyn.
- August Borms, ein Leben in Liebe und Treue, von R.Math. Wijtens, Pseudonym von Robert Van Roosbroeck.
- Theo Brons: sein Tagebuch, von A. Augusteynen, Pseudonym of Lambert Swerts.
- Mitarbeiter De Clercq, von H. Van Westdijk, Pseudonym of Hendrik Elias.
- In einem fernen Land furchtbar allein. Die letzten Schriften von Cyriel Verschaeve von R.Math. Wijtens.
- Was ich noch zu sagen habe: Belgische Innenpolitik zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung während der deutschen Besatzung, 1940-1944, durch Emile Van Coppenolle.
- Entlang überwucherter Pfade, durch Knut Hamsun.
- Einsatz in Berlin durch Sven Hedin.
- Haben alle Vögel ihr Nest?, von Valere Depauw.
- Töte mit der Kugel: Leo Vindevogel, von Valere Depauw.
Das Buch des kürzlich aus dem Gefängnis entlassenen ehemaligen Gendarmerie-Oberst Emile Van Coppenolle verursachte rechtliche Schwierigkeiten und Beschlagnahmen, die die Einstellung der Verlagstätigkeit zur Folge hatten. Die mit Verlagsverbot belegten und bei Depauw unter Pseudonym veröffentlichten Autoren waren zwischenzeitlich in der Regel wieder eingestellt worden und konnten wieder unter eigenem Namen und in der Regel bei ihren früheren Verlagen publizieren.
Depauw war Anfang der 1950er Jahre mit seiner Familie nach gezogen Sint-Job-in-'t-Goor, wo er ein baufälliges Gehöft gekauft und restauriert hatte. Der gemeinnützige Verein Boekengilde Brederode wurde erst 1972 formell aufgelöst, obwohl nach 1956 nichts mehr unter diesem Verlagsnamen veröffentlicht wurde.
Literatur
- Gaston DURNEZ, Büchergilde Brederode, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.
- ludo SIMONS, Das Buch in Flandern seit 1800, Tielt, 2013.