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Bomlitz
Bomlitz
Wappen von Bomlitz
Bomlitz (Niedersachsen)
Bomlitz
Ort
ZustandFlagge des deutschen Bundeslandes NiedersachsenNiedersachsen
LandbezirkHeidekreis
Koordinaten52° 53′ N, 9° 39′ O
Allgemeines
Oberfläche64,07 km²
Einwohner(31. Dezember 2006[1])7.112
(111 Einwohner/km²)
Höhe59 m
BürgermeisterMichael Lebid (SPD)
Wirtschaft
GewSt Hebesatz% ([2])
Andere
Postleitzahl29699
Vorwahl05161
NummernschildHK
Städtische Zentren8 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Gemeindenummer03 3 58 004
Lage Bomlitz im Heidekreis
Karte Bomlitz
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Bomlitz ist ein Ort in der DeutscheZustandNiedersachsen, liegt in den LandbezirkHeidekreis. Die ehemalige Gemeinde hat knapp 7.000 Einwohner. Benachbarte Städte umfassen Bad Fallingbostel, Bisping und Münster.

Ab 1. Januar 2020 Bomlitz gehört zusammen mit dem angrenzenden Benefeld und 6 weiteren Dörfern zur Gemeinde Walsrode.

Der Weiler Cordingen gehört zum Ortsteil Benefeld. Es ist seit früh da 15. Jahrhundert eine Wassermühle am Bach Warnau. Die sehr malerische Mühle, die 1980 restauriert wurde, ist weithin eine beliebte Hochzeitslocation.

Industriegeschichte

In Bomlitz, in 1815 anstelle eines in der in 18. Jahrhundert bankrotte papierfabrik eine fabrik Schießpulver und später auch schießen baumwolle gegründet, die bis zum Erster Weltkrieg wie die Firma Wolff genannt wurde. Nach 1918 stellte das Unternehmen erstmals Cellophan und andere Verpackungsmaterialien und Kleber, später Sprengstoffe. Das Dorf Bomlitz wurde für die Zwecke der Fabrik, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg mehrere Tausend Menschen beschäftigte, stark erweitert. Es hat auch einen Güterbahnhof. Wolff wurde in die Zweiter Weltkrieg eine Sprengstoff- und Munitionsfabrik für die Wehrmacht, das teilweise an einen neuen Standort auf abschüssigem Gelände verlegt wurde, um einen sichereren Transport von Gefahrstoffen bergab zu ermöglichen. 1944 und Anfang 1945 wurde die angeschlossene Elbien[3]Fabrik im Bezirk Benefeld auch ein Außenlager der KonzentrationslagerBergen-Belsen mit 750 weiblichen Häftlingen, eingerichtet. Nach dem Krieg war Bomlitz-Benefeld einer der sechs Spruchkammer der alliierten Besatzungsmacht. Spruchkammern waren Beurteilungsgerichte, bei denen festgestellt wurde, ob die Deutschen unter der Entnazifizierungsverfahren wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden.

Nach dem Krieg wurde daraus ein Industriegebiet für "normale" Unternehmen. Wolff wurde in 1973 übernommen von der BayerGruppe und 2007 von 2007 Dow Chemical. Das Unternehmen produziert und entwickelt Produkte auf Basis von Zellulose für verschiedene Anwendungen. In den Jahren nach 1975 wurde der Komplex in mehrere Unternehmen mit unterschiedlichen Eigentümern aufgeteilt. So hat es finnischWihuri-Wipak (dass eine Filiale in Sittard, Niederländisch-Limburg) betreibt die umfangreiche Verpackungsindustrie in Bomlitz. Die Industrie hatte auch eigene Großbetriebe und, da der Rohstoff Zellulose aus Nadelholz gewonnen wird, eigene Produktionswald von 230 Hektar; Dieser Wald ist seit 1978 in öffentlichem Besitz.

Das gesamte Industriegebiet wurde von Umweltaktivisten und Naturfreunden ab 1970 wegen der großen Wasserverschmutzung bis etwa 1975 und auch anderer Umweltbelastungen gehasst. Die Industriellen stellten den Arbeitern und ihren Familien aber auch Einrichtungen wie Schulen, Straßen, Telefon- und Stromanschlüsse zur Verfügung. Die Fabriken zahlten viele Gemeindesteuern, was auch dem Wohlstand der gesamten Gemeinde zugute kam.

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