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An einer Kataraktextraktion wird der by Katarakt (Grauer Star) betroffen Augenlinse entfernt und durch eine Prothese ersetzt, eine sogenannte Intraokularlinse oder IOL. Dies geschieht fast immer unter local Anästhesie. Eine Vollnarkose wird nur angewendet, wenn der Patient zu unruhig ist.
Geschichte
Kataraktextraktionen fanden bereits in der Antike statt. Auf Ägyptisch Mumien und auch auf Hieroglyphen Beweise dafür gefunden wurden. Die Technik bestand darin, den Augapfel so fest zu drücken, dass sich die Linse löste und im Auge versank. Die behandelte Person war von diesem Auge dann noch so gut wie blind, konnte aber immerhin noch hell und dunkel und große Umrisse unterscheiden.
Intrakapsuläre Kataraktextraktion (ICCE)
Bei dieser bis in die 1980er Jahre angewandten Technik wird die Hornhaut um 180° geöffnet, so dass die Linse freigelegt wird. Jetzt sofort Kryosonde, eine Art Stab, der auf mehrere zehn Grad unter Null gebracht wird, wird die Linse berührt, wodurch die Linse an diesem Stab festfriert. Durch leichtes Ziehen wird die Linse aus dem Auge gezogen. Danach wird es Hornhaut angebracht. Bei dieser Technik ist es nicht möglich, eine Intraokularlinse zu platzieren, da keine Strukturen vorhanden sind, an denen diese Linse befestigt werden könnte; Diese wurden mit dem Originalobjektiv entfernt. Um ein mehr oder weniger akzeptables Sehvermögen zu erhalten, wurden die Patienten mit schweren Brillen ausgestattet. Dies verzerrte das Sehvermögen stark, aber die Patienten sahen nach dem Eingriff deutlich besser als zuvor.Die Hauptkomplikation kann eine Netzhautablösung sein, die zu einer dauerhaften Erblindung führen kann.
Extrakapsuläre Kataraktextraktion (ECCE)
Diese Technik ersetzte die ICCE und war bis Ende der 1990er Jahre gebräuchlich.Wie bei der ICCE wird die Hornhaut über 180° eingeschnitten. Nun wird die Vorderseite der Linsenkapsel mit einer speziellen Nadel (einem Zystotom) oder einer Pinzette aufgerissen. Dann wird der Linsenkern mit einer Art Löffel (einer Vectis) von der Rückseite der Kapsel gelöst und nur der Linsenkern entfernt. Im restlichen Haarschnitt, a, künstliche Linse implantiert werden. Nach dem Eingriff wird die Hornhaut vernäht. Heute wird diese Technik nur noch in Ausnahmefällen angewendet.
Fako-Emulgierung
Fako-Emulgierung[1] (kurz: fako) ist die derzeit am häufigsten verwendete Technik.[2] In die Hornhaut wird nur ein kleiner Schnitt (2,2 bis 3 mm) gemacht. Dieser Schnitt erfolgt auf besondere Weise, so dass nachträglich keine Naht notwendig ist (durch Schneiden einer Art stufenförmigen Schnitt durch die Hornhaut wird der Schnitt selbstschließend[3]). Wie bei der ECCE wird die vordere Linsenkapsel mit einem Zystotom oder einer Kapsulorhexiszange entfernt. Mittels eines 1 mm dicken Rohres [a Phakosonde], das mit Ultraschall in Schwingung versetzt wurde, wird der Linsenkern pulverisiert und abgesaugt. Beim Entfernen des Linsenkerns wird an seiner Stelle eine spezielle Kunstlinse eingesetzt. Die Linse wird im gewendelten Zustand eingesetzt, so dass der erwähnte kleine Schnitt ausreicht.
Komplikationen
Komplikationen, die bei einer Kataraktextraktion auftreten können, sind:
- Nach Katarakt: Reste der Linsenkapsel verbleiben im Auge.
- Riss im Linsenbeutel (Kapselruptur): Dies kann insbesondere bei reifer Katarakt (reifer Katarakt), einer engen Pupille, einer schwachen Linsenkapsel (Pseudo-Peeling-Syndrom), nach einer Vitrektomie oder bei geschwächten Zonulafasern.
- Makulaödem
- Hornhautödem Hornhautendothel während der Operation beschädigt, auch bekannt als Hornhautkompensation erwähnt
- Vibration und Verschiebung der Kunstlinse (Subluxation, Dezentrierung).
- Endophthalmitis (innere Augeninfektion).
- Netzhautablösung mit hoher Myopie als Risikofaktor.
- Intraoperatives "floppy iris"-Syndrom.
- Schäden am künstliche Linse B. durch eine Pinzette.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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