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Chez la modiste
Chez la modiste
(Im Hutladen)
Chez la modiste
KünstlerEdgar Degas
JahrCa. 1884
TechnikÖlgemälde auf Leinen
Maße100 × 110,7 cm
MuseumArt Institute of Chicago
OrtChicago
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Chez la modiste (niederländischer Titel: Im Hutladen) ist ein Porträt von der FranzösischImpressionist Maler Edgar Degas um 1884, Öl auf Leinwand, 100 x 110,7 Zentimeter groß. Es zeigt eine "modiste" in a Pariser Hutladen, umgeben von einer Reihe von Damenhüten, die von der Künstlerin sorgfältig arrangiert wurden. Das Gemälde befindet sich derzeit in der Sammlung der Art Institute of Chicago.

Kontext

Degas wurde bekannt für seine Darstellung des Beiläufigen und Vergänglichen: ein Stilaspekt, den er aus der Fotografie übernommen hatte[1]. Diese Aufmerksamkeit für das Vergängliche ist auch in seinen Darstellungen von Hutläden (ca. zwanzig) erkennbar: scheinbar zufällige Momente, dargestellt aus scheinbar zufälligen Positionen. Später jedoch zeigten die vielen Skizzen, die Degas hinterließ, wie akribisch er jede Komposition vorbereitete und schließlich ausarbeitete. Chez la modiste erinnert fast an ein Blumenstillleben.[2] Sorgfältig ordnete er die Hüte zueinander und gab jeder Mütze ihren eigenen Charakter. Die Linien und Farben wirken zufällig, wurden aber sorgfältig ausgewählt und geordnet, wie die Blumen in einem sorgfältig arrangierten Strauß. Erkennbar ist hier der Einfluss der Japanische Druckgrafik.

Das Art Institute Chicago, wo sich die Arbeit derzeit befindet, präsentiert Chez la modiste Auf seiner Website hat Degas das Thema Hutläden als "den ambitioniertesten Ausdruck" bezeichnet. Zum Zeitpunkt der Bemalung der Leinwand gab es im Pariser Modezentrum mehr als 300 Hutläden und rund 2.400 Hutmacher. Später würden diese Zahlen infolge der Industrialisierung des Handwerks rapide zurückgehen.

Bild

Studie für das Gemälde

Chez la modiste zeigt eine Hutmacherin, die ihr Handwerk sorgfältig begutachtet. Sie spitzt die Lippen, möglicherweise mit einer Nadel dazwischen. Röntgenaufnahmen ergaben später, dass Degas ursprünglich wahrscheinlich die Absicht hatte, einen Kunden zu vertreten, aber seine Absicht änderte sich auf dem Weg[3], von einer eitlen Bürgerfrau zur stolzen Handwerkerin. Das teure Kleid und die langen Handschuhe des Models verraten noch immer die ursprüngliche Idee. Zudem ist das Modell eleganter gestaltet als in dieser bei Degas sonst üblichen Arbeitsform.

Die Hüte in Chez la modiste nehmen etwa zwei Drittel des linken Teils der Komposition ein. Ein Hut scheint so positioniert zu sein, dass er fast aussieht, als würde er von der Hutmacherin selbst getragen. Die Frau scheint sich nicht bewusst zu sein, dass sie porträtiert wird. Sie scheint gewissermaßen in den rechten Teil des Bildes verbannt, wobei ein Teil ihres Rocks und der Hut, den sie in der Hand hält, sogar von der Leinwand abgeschnitten ist, wie auf einer Fotografie, die auf eine breitere Perspektive abzielt. Die Frau schaut aufmerksam auf den Hut und verstaut seine Bänder mehr oder weniger aus dem Blickfeld des Betrachters. Auffallend ist die Bewegung ihrer Hände, die durch den Bereich oben links bestimmt wird, wo ein entsprechender Hintergrund vage zu erkennen ist, wobei die Malerin die Pinselstriche rechtwinklig zu ihren Konturen um die Arme legt. Es unterstreicht einmal mehr den bewussten Gedanken, den Degas bei der Entwicklung seiner Komposition an den Tag legte.

Degas lackiert Chez la modiste, wie so oft, aus einer höheren Position. Er deutete also eine zufällige, zufällige Handlung an, als ob er den Hutmacher in ihrer Nähe ausspionieren würde. Aber auch hier zeigen verschiedene Studien, wie oft Degas mit kleinen Variationen in der Positionierung und seinem präzisen Blickfeld und damit mit der akribischen Festlegung des Gesamtsetups experimentiert hat. Er selbst hat einmal gesagt: „Meine Bilder sind das Ergebnis mathematischer Berechnungen und unzähliger Studien. Meine Modelle fügen den Aspekt des Alltäglichen hinzu, ich füge das Künstlerische hinzu.“[4]

Andere Hutladen funktioniert

Literatur und Quellen

  • Joanna Torres: entgasen, Rebo, Lisse 2006, S. 93. ISBN 9036618169
  • William Gaunt: Die Impressionisten. Thames und Hudson, London, 1970, S. 244-245. ISBN 0500278490
  • Bernd Growe: Degas 1834-1917. Taschen, Köln, 1991. ISBN 9783836543361

Externe Links

Nüsse

  1. Degas war auch selbst ein begeisterter Fotograf.
  2. Ein echtes Stillleben würde Degas übrigens in seiner gesamten Karriere als solches nicht malen.
  3. vgl. Website des Art Institute Chicago.
  4. fcf. Growe, S. 72.