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Clauscentrale
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Erläuterung: Die Einleitung und der Abschnitt zu den Einheiten A und B sind veraltet und müssen überarbeitet werden.
Claus-Kraftwerk
Das Claus-Kraftwerk, von der Schleusenanlage Maasbracht.
Ort
Kraftwerk Claus (Niederlande)
Claus-Kraftwerk
LandFlagge der Niederlande Die Niederlande
OrtMaasbracht
Koordinaten51° 9′ N, 5° 54′ O
Technik
Technologieüberkritisch zentral
PrimärbrennstoffErdgas
SekundärbrennstoffPetroleum
Betriebsbereit
Inbetriebnahme1977
InhaberRWE
Das Kraftwerk 2011

Das Claus-Kraftwerk ist ein Kraftwerk im Maasbracht, Biene Roermond. Es ist eines der größten Gaskraftwerke der Niederlande. Das Kraftwerk Claus ist das erste überkritisch Mitte der Niederlande.[1]. Durch den Preisverfall von Strom und Erdgas als relativ teurem Brennstoff (im Vergleich zu Kohle) war dieses Kraftwerk über Jahre stillgelegt und wird 2020 wieder in Betrieb genommen. Das Kraftwerk wird im Start-Stopp-Betrieb eingesetzt, um Schwankungen in der Stromproduktion und -nachfrage aufzufangen, beispielsweise bei einer reduzierten Erzeugung von Solar- oder Windenergie.

Von Essent zu RWE

Das Kraftwerk Claus entstand durch den Zusammenschluss der PNEM/Mega-Limburg-Gruppe und EDON im Besitz der neuen Firma Essent. Die Eigentümer von Essent haben 2009 den Versorgungs- und Produktionszweig von Essent einschließlich des Kraftwerks Claus verkauft RWE Deutschland. RWE hat 2016 alle Vertriebsaktivitäten durch einen Börsengang der Tochtergesellschaft veräußert Innogy. Die Vertriebsniederlassung von Essent wird Teil von Innogy, die Produktionsaktivitäten bleiben Teil von RWE Generation.[2]

Claus A und B

Das Kraftwerk Claus bestand aus zwei baugleichen Blöcken (Claus A und B) mit einer Kapazität von jeweils 640 MW. Block A wurde 1977 in Betrieb genommen, B 1978. Bei voller Leistung verbrauchte jeder Block 170.000 (n)m³ Erdgas pro Stunde. Die 2 Aggregate wurden 1993 und 1994 auf Start/Stopp-Betrieb umgerüstet. Durch den Umbau wurde sichergestellt, dass die Geräte bei schwankender Stromnachfrage schnell gestartet und gestoppt werden können. Im Zuge der Sanierung wurde das Kraftwerk auch mit NO-armenX (Stickoxide) Brenner, wodurch die Stickoxidemissionen um 45 % reduziert werden.

Die Pflanze verbraucht hauptsächlich Erdgas ist aber auch geeignet für Petroleum und seit 2002 auch für Pflanzenöl. Anstelle von Schweröl wird dieses in den Aggregaten mitbefeuert. Dadurch wird die Emission von Kohlendioxid (CO2) teilweise kompensiert und Stickstoffdioxid (NEIN2) reduziert.

Im Jahr 2005 wurde die Lebensdauer von Claus A um 10 Jahre verlängert und konnte bis 2015 als konventionelle Einheit weiter funktionieren. Diese konventionelle Einheit kann besser als ein GuD auf den schnell schwankenden Strombedarf reagieren. Alstom lieferte drei GT26 Gasturbinen mit eingeschalteten Abgaskesseln HRSGs.

Claus B wurde Ende 2008 außer Betrieb genommen, um Platz für den neuen gasbefeuerten STEG-Block „Claus C“ zu schaffen. Claus A kann ähnlich wie Claus D modernisiert werden.[3]RWE teilte am 30. Juni 2013 mit, in diesem Jahr über eine Investition von 1 Milliarde Euro in die Modernisierung von Claus A zu entscheiden.[4] Die Überlegung bezog sich auf sich ändernde Marktbedingungen. Das Kraftwerk kam vor allem bei der Erzeugung von Wind und Strom in Betrieb Solarenergie fiel zu kurz. Claus A ging am 01.01.2013 in die Langzeitarchivierung über. Im Dezember 2015 hatte RWE Maasgouw einen Antrag auf Realisierung des Kraftwerks Claus D gestellt. RWE wollte Claus A zu einer STEG-Anlage modernisieren und die Leistung auf 1350 MW mehr als verdoppeln.[5] Die neue Anlage soll Claus D heißen und bis Mitte 2019/2020 fertiggestellt sein. Über den Zeitpunkt des Beginns der Umsetzung der Modernisierung ist bisher nichts bekannt.

Claus C

Das neue Kraftwerk Claus C nutzt nach Möglichkeit noch Teile des alten Claus B, wie z Dampfturbine, das Kühlwasseranlagen und Anschlüsse an das Gas- und Stromnetz. Neben den Gebäuden des alten B-Kraftwerks werden auch drei neue gebaut Gasturbinen mit einer Leistung von jeweils 280 MW und mit dem neuen Dampfturbinengenerator bilden sie ein großes GuD (Dampf- und Gaskraftwerk). Aufgrund einer stark erhöhten Brennstoffeffizienz produziert Claus C mit der gleichen Brennstoffmenge 50 MW mehr als eine durchschnittliche vergleichbare Anlage.[3] Der ehemalige Block B hatte eine Leistung von 640 MW und einen Wirkungsgrad von 40 %. Die neue Kombination hat eine Gesamtleistung von 1275 MW und einen Wirkungsgrad von 58,5%.[6] Die neue Einheit wurde im Januar 2012 in Betrieb genommen. Die offizielle Eröffnung fand am Dienstag, 26. Juni 2012 im Beisein von Maria van der Hoeven, Direktor der Internationale Energieagentur.

Die Einheiten Claus A und C haben zusammen eine installierte Gesamtkapazität von 1.900 MW.

Claus C in den Mottenkugeln

Anfang 2014 entschied sich RWE Generation, Claus C.[7] Dadurch wird das Kraftwerk ab dem 1. Juli 2014 keinen Strom mehr produzieren, bis die Produktion wieder wirtschaftlich ist. Aufgrund des großen Angebots und der niedrigen Strompreise aus Deutschland wird das Kraftwerk kaum genutzt.[7] RWE Generation hat keine Frist genannt, wann der Block die Produktion wieder aufnehmen kann.

Im Winter 2014-2015 befürchtete die belgische Regierung Stromengpässe aufgrund der Abschaltung der beiden Reaktoren Kernkraftwerk Doel und ein Reaktor der Kernkraftwerk Tihange. RWE/Essent bot an, den belgischen Staat mit Strom von Claus C zu beliefern. Der belgische Staat nahm das Angebot damals nicht an.[8]

Claus C neu gestartet

Im Oktober 2018 hat RWE beschlossen, das Gaskraftwerk wieder für die Stromproduktion vorzubereiten.[9] Bis 2020 wird die Anlage wieder Strom erzeugen. Gründe für die Wiederinbetriebnahme der Anlage sind der höhere Strompreis und der erhöhte Energiebedarf, wodurch die Anlage wieder profitabel produzieren kann.[9] Am 18. Februar 2019 gab RWE bekannt, das Kraftwerk mit einem 13 Kilometer langen Erdkabel an das belgische Stromnetz anschließen zu wollen.[10] Dieser Antrag wurde jedoch im Februar 2020 vom niederländischen Minister für Wirtschaft und Klima abgelehnt.[11][12] Am 19. März 2020 legte RWE Widerspruch gegen die verweigerte Konzession ein, die Entscheidung wurde jedoch bestätigt.[13] Im September 2020 ging RWE wegen der verweigerten Konzession vor Gericht.[14][15] Am 1. Oktober 2020 wurde das Kraftwerk nach einer Testphase wieder kommerziell genutzt.[15][16]

Siehe auch

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