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Dietsche doctrinale
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Das Dietsche Lehre ist ein anonymer Mittelniederländisch Lehrgedicht basierend auf De amore et dilectione Deis (1238) des italienischen Juristen Albert von Brescia. Das Werk wurde 1345 von einem anonymen Einwohner Antwerpens geschrieben, wird aber manchmal dem Schreiber des Antwerpener Stadtrats zugeschrieben Johannes von Bundale.

Inhalt

Das doktrinär ist gewidmet Jan III, Herzog von Brabant, scheint aber in erster Linie für ein Stadtpublikum gedacht zu sein. Die im Werk propagierte Moral gilt als typisches Beispiel für Ethik für Laien. In drei Teilen beschreibt der Autor, wie sich Bürgerinnen und Bürger im Umgang miteinander und mit Gott verhalten sollen. Dabei legt er besonderen Wert auf das öffentliche Interesse.

Überlieferung

Das Werk war ein großer Erfolg, auch in Deutschland, wo im 15. Jahrhundert eine Übersetzung unter dem Titel Der Leyen-Doktrin. Aber vor allem von der mittelniederländischen Version wurden viele Handschriften gefunden. Drei Beispiele befinden sich in der Universitätsbibliothek Gent, nämlich Manuskript 942, Manuskript 1636 und Manuskript 2210.

Handschrift 942

Diese Handschrift, die den Namen trägt Die Dietsche Doktrinale Bären, wurde 1367 in Oudenaarde angefertigt. Die Handschrift wurde zuerst im 16. Jahrhundert von Jan van Diksmuide, später im 17. Jahrhundert von Jonckheer de Keingiaert und dann von Verz. J. J. Lambin in Ypern im 18./19. Jahrhundert. Die Handschrift hat 41 Blätter und einen restaurierten Kalbsledereinband über Holzplatten, ein Rautenfeld mit losen Stempeln und Spuren von Schließbändern.

Handschrift 1636

Fragment aus der Handschrift 942, hergestellt im Jahr 1367.[1]

Manuskript 1636 wird unter dem Namen inventarisiert Dietsche Doctrinael. Diese Handschrift enthält nur wenige Fragmente der Dietse Doctrinale. Von den Fragmenten wissen wir, dass sie in den Niederlanden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts angefertigt wurden. Die Fragmente gehörten früher Alphonse Diegerick und später Jean-Jacques Lambin. Das Fragment umfasst nur zwei Doppelblätter.

Handschrift 2210

Dieses Manuskript, das auch den Titel enthält Dietsche Doctrinael trägt, wurde im 14. Jahrhundert in den Niederlanden hergestellt. Dies betrifft auch vier Pergamentstücke, Fragmente der Dietsche Doctrinale. Darüber hinaus gibt es keine Informationen darüber, woher die Arbeit stammt.

Fragment aus der Handschrift 2210 aus dem 14. Jahrhundert.[2]
Fragment aus der Handschrift 1636, entstanden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.[3]