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ETFE
Ethylen-Tetrafluorethylen.svg

ETFE ist kurz für "ethylentextrafluoreEthylencopolymer", dies ist a Copolymer von Ethylen und Tetrafluorethylen (das Monomer von PTFE, auch bekannt als Teflon®). Es ist ein thermoplastisch Polymer mit guten bis sehr guten thermischen, mechanischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften.

ETFE wurde erstmals 1972 von DuPont, unter dem Markennamen Tefzel®. Tefzel hat eine Dichte von ca. 1700 kg/m³ und a Schmelzpunkt von 255 bis 280 °C (je nach Typ). Das Dielektrizitätskonstante ist ungefähr 2,6. Weitere Funktionen von Tefzel sind:

  • gute Verschleißfestigkeit;
  • beständig gegen viele aggressive Chemikalien wie Säuren oder organische Lösungsmittel. Die chemische Beständigkeit von ETFE nähert sich der von PTFE;
  • hält einer Dauertemperatur von 150°C und vorübergehend bis zu 230°C stand;
  • gute Strahlenbeständigkeit (besser als PTFE);
  • geeignet als Isoliermaterial in der Elektrotechnik.

Es gibt auch mit Glasfaser oder Kohlefaser verstärkte Arten von ETFE.

Andere Markennamen sind Fluon® (Asahi Glass Co.) und Neoflon (Daikin Industries).

Das Dach und die Vorderseite des Allianz-Arena aus ETFE-Beschichtung

Zu den Anwendungen von ETFE gehören das Isolieren elektrischer Drähte und Kabel in rauen Umgebungen wie der Luft- und Raumfahrt; als Auskleidungsmaterial für Lagertanks, Rohre etc. für chemische Produkte und Dichtungen in Pumpen für solche Produkte.

Auch im Bauwesen kommt ETFE zunehmend zum Einsatz, wie zum Beispiel die 2.760 lichtdurchlässigen „Kissen“ an der Außenseite der Allianz-Arena im München die aus ETFE-Folie mit einer Gesamtfläche von 66.500 m² bestehen. Aktueller Rekordhalter in der Architekturanwendung von ETFE ist der Beijing National Aquatics Center (auch bekannt als Wasserwürfel) davon 100.000 m2 mit ETFE überzogen. ETFE lässt etwa 95 % des sichtbaren Lichts durch.

Ein verwandter Polymertyp ist ECTFE (Ethylen - Chlortrifluorethylen Copolymer), das ähnliche Eigenschaften hat.

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