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Elmen
Elmen
Gemeinde in ÖsterreichFlagge von Österreich
Wappen bei elmen.png
Elmen (Österreich)
Elmen
Ort
ZustandTirol
KreisReutte
Koordinaten47° 20′ N, 10° 33′ O
Allgemeines
Oberfläche29,63 km²
Einwohner(01-01-2020)383
(13,3 Einwohner/km²)
Höhe976 m.ü.A.
BürgermeisterHeinrich Ginther
Andere
Postleitzahl6644
Vorwahl05635
NummernschildRE
Gemeindenummer7 08 09
Portal  Portalsymbol  Zentraleuropa

Elmen ist eine Gemeinde im Kreis Reutte in dem österreichischZustandTirol.

Elmen liegt auf 978 Metern Seehöhe, ist 29,63 km² groß und liegt 23 km südwestlich von Reutte. Die Gemeinde besteht aus dem gleichnamigen Dorf Elmen und den Dörfern Klimm und Martinau. Elmen befindet sich in der Lechtal zwischen Vorderhornbach und haselgehr in, über die Trennung zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Lechtals (Oberes beziehungsweise Unteres Lechtal).

Die Gemeinde liegt am Ostufer des Flusses de Lech. Südlich der Stadt Elmen beginnt der Hahntennjochpass Richtung imst. Elmen ist ein dicht bebautes Dorf. Der Durchgangsverkehr wird über eine Umgehungsstraße an Elmen vorbei geleitet. Für die Einwohner liegt das oberhalb des Dorfes Stablalm ein beliebter Erholungsort. Im Dorf Martinau wird im Mai der Frauen Schuhe, der Damenschuh (Cypripedium calceolus), in voller Blüte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde es als Elmenö, Elmo und Elbnau. Es würde so etwas wie "Ulme" bedeuten, auf Niederländisch "Olm" (eine Baumart). Elmens Wappen zeigt daher die Blätter der Ulme.

Elmen, Kirche: Pfarrkirche zu den Heiligen Drei Königen

Die erste authentische Erwähnung stammt aus dem Jahr 1315: ein Inventar der Untergemeinde Klimm. Das Feuerregister von 1427 spricht von 122 Personen in Elmen. 1438 wurde zum ersten Mal eine Kirche in Elmen geschrieben; es soll jedoch im 14. Jahrhundert erbaut worden sein. Für diese Kirche wurde ein langer Kampf mit der Mutterkirche des Lechtals in Elbigenalp geführt. Erst 1515 wurde die Kirche von Elmen geweiht und ein ständiger Kaplan ernannt. Häselgehr, Vorderhornbach, Martinau, Hinterhornbach und Stanzach gehörten fortan zum Dekan des Kaplans von Elmen.

Während des Dreißigjährigen Krieges drang eine Teilung des Kriegsvolkes des Herzogs Bernhard von Weimar in das Lechtal ein. Da die meisten Männer auf Wachposten in den Bergen standen, schlossen sich die Frauen zusammen und häuften an der „hohen Feldgrenze“ (südwestlich des Dorfes) Heuhaufen zum Anziehen auf. Zwischendurch entzündeten sie Feuer und gingen darum herum. Die Soldaten glaubten, auf Übermacht gestoßen zu sein und zogen sich zurück. Bei Martinau wären sie von den heranstürmenden Männern aufgehalten und besiegt worden. Seitdem haben die Frauen von Elmen das Recht, vor den Männern zum Opfer in der Kirche zu gehen.

Das traurigste Jahr für Elmen war 1664, als auf dem Oberen Berg (oberhalb der Stablalm, die heute eines der beliebtesten Wanderziele im Lechtal ist) 40 Mann von einer riesigen Lawine verschüttet wurden. Die Chronik berichtet, dass "22 Frauen verwitwet waren". Auch 1880 und 1903 waren Unglücksjahre: Am 1. Weihnachtsfeiertag 1880 brannten in Elmen 13 Häuser nieder und im März 1903 brannten alle Häuser von Martinau bis auf eines ab, auch die Kirche.

In Elmen befand sich die Umkleidestation für die Pferde der Postkutsche. Diese Postkutsche fuhr 1861 erstmals durch das Lechtal; das erste Postauto war dort ab 1920.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gingen Gesangs- und Jodelgruppen oft von Elmen ins Ausland, um etwas Geld zu verdienen.

Während der Wirtschaftsaufschwung nach dem Ersten Weltkrieg nur sprunghaft anfing, kam er nach dem Zweiten Weltkrieg durch Zuwanderung rasch voran. Heute gibt es zwei Gasthöfe, zwei Berghütten auf der Stablalm und eine Schnapsbrennerei in Elmen und Martinau. Die Pfarrkirche der Heiligen Drei Könige wurde nach einem Brand 1897 wieder aufgebaut und erhielt 1909 ihre heutige Gestalt. Die St. Josefskapelle in Martinau stammt aus dem Jahr 1634.

Quelle: LECHTAL (Dr. Friedel Berger)