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Eva Bendien
Eva Bendien
Galerie Espace, Haarlem
persönliche Daten
GeborenArnheim, 8. Januar1921
VerstorbenAmsterdam, 8. März2000
GeburtslandDie Niederlande
Beruf(e)Galerist und Kunsthändler
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Eva Bendien (Arnheim, 8. Januar1921Amsterdam, 8. März2000) war ein NiederländischGalerist und Kunsthändler.[1]

Leben und Arbeiten

Bendien war eine Tochter von Carel Herman Bendien (1878-1971) und seiner Nichte Johanna Maria Bendien (1887-1972). Ihr Vater war Englischlehrer, ihre Onkel mütterlicherseits Jacob Bendien und Paul Citroen waren berühmte Maler.[2]

Sie besuchte zunächst das christliche Lyzeum in Arnheim, wurde aber an die Gemeinschaftsworkshop für Kinder von Kees Boeke im Bilthoven geschickt. Nach zwei Jahren ging sie an das Montessori Lyceum in Amsterdam, wo sie ihr MMS-Diplom erwarb. Anschließend wurde sie durch Onkel Paul Citroen Assistentin des Direktors der Haager Akademie. In den frühen Jahren des Zweiter Weltkrieg sie war die Begleiterin einer Frau bei der Witwe eines Pfarrers in Berge. Sie hat daraus Kunstgeschichteunterricht bekommen Kasper Niehaus und ging weiter mit dem Bildhauer Johannes Radecker. Später machte er von ihr einen Porträtkopf, den er auch ausstellte. In diesen Jahren arbeitete sie bei Kunsthändlern in Amsterdam und Haarlem.[3] Obwohl Bendien jüdischer Abstammung war, konvertierte ihr Vater zum Christentum und ihre Mutter war eine nicht praktizierende Jüdin, daher trug sie kein Davidstern. Später mussten sie und ihre Eltern untertauchen, ihr Bruder überlebte den Krieg nicht. Nach dem Krieg arbeitete sie kurze Zeit bei der Rijksmuseum Amsterdam und diverse Kunsthändler. Sie hat den Maler geheiratet Jan Peeters (1912-1992). Nach fünf Jahren ließ sich das Paar scheiden, woraufhin sich Bendien mit ihrem Sohn in Heemstede niederließ.

Galerie Espace

Im November 1956 begann Bendien Polly Meure, die Frau von Jules Chapon, das Galerie Espace im Klein Heiligland 36 in Haarlem. Die Galerie galt als wegweisend und war die erste in den Niederlanden, die zeitgenössische Kunst zeigte.[4][5] Die Eröffnungsausstellung zeigte Arbeiten von Karel Appel, Corneille, Wessel Couzijn, Emilio Scanvio, Serge Vandercam und Theo Wolvecamp. Später Arbeiten der Maler der Neue Figuration und Künstler wie Hugo Claus, Anton Heyboer und Lucebert. 1960 wurde die Galerie in die Keizersgracht 548 in Amsterdam. Polly Meure gründete 1964 seine eigene Galerie in Brüssel. Bendien put Platz auf sich allein gestellt, bis sie in Rutger Noordhoek Hegt (1933-2007) einen neuen Partner fand. Er wurde auch ihr Lebenspartner. Von 1990 bis 1993 unterhielt die Galerie eine Filiale in der Kerkstraat 276 in Amsterdam mit Anneke Oele als Geschäftsführerin.

Bendien starb 2000 im Alter von 79 Jahren. Sie wurde auf dem begraben Neuer Ostfriedhof in Amsterdam. Ihr Mann führte die Galerie weiter. Nach seinem Tod wurde das Galeriearchiv an die Landesamt für kunsthistorische Dokumentation.[5]