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Fernand Charpin
Fernand Charpin
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Allgemeine Information
Vollständiger NameFernand Marius Charpin
GeborenMarseille, 30. Mai1887
VerstorbenParis, 7. November1944
LandFrankreich
SpitznameCharpin
Arbeit
aktive Jahre1912 - 1944
BerufDarsteller
(und) IMDb-Profil
Portal  Portalsymbol  Film

Fernand Charpin, besser bekannt unter seinem Spitznamen Charpin, (Marseille, 30. Mai1887 - Paris, 7. November1944) war ein französischer Schauspieler. Er ist vor allem für seine Interpretation von 'Panisse' bekannt, einer der Hauptfiguren in Marcel Pagnols verfilmte Marseille-Trilogie. Er entwickelte eine sehr arbeitsreiche, aber kurze (13 Jahre) Filmkarriere.

Leben und Arbeiten

Ursprung und erste Schritte in der Theaterwelt

Charpin wurde geboren in Marseille wie der Sohn eines Gendarmen. Er wuchs in auf Venelles, ein Dorf in der Nähe Aix-en-Provence wo sein Vater beschäftigt war. Die Schauspielerei faszinierte ihn schon sehr früh. Er ging nach Paris, um am Conservatoire national supérieur d'art dramatique (CNSAD) Unterricht zu nehmen. Nach seiner Ausbildung wurde er zu einem der bleibenden Werte der Theater de l'Odeon.

Marseille-Trilogie

1928 spielte er die Hauptrolle in der Komödie Chotard und Cie. Eines Tages ging Marcel Pagnolo auf Anraten seines Landsmannes Raimu Charpins Schauspielleistung zu sehen. Schließlich suchte er für sein neues Stück einen zweiten Schauspieler (wie Raimu) mit etwas stämmiger Haltung, einer aufrichtigen natürlichen Spielweise und dem „Akzent du Midi“. Marius. Charpin wurde zugelassen und Marius einen durchschlagenden Erfolg erzielt. Dann folgte fanny, der zweite Teil der Marseille-Trilogie.

Film

Filmdebüt

Als Pagnol 1931 ankündigte, dass er seine Trilogie drehen würde, spielte Charpin auch seine Rolle des 'Maître-Voilier' auf der großen Leinwand, beide in den Melodramen Marius (1931) und fanny (1932) wie in Cesar (1936), der dritte Teil, der zuerst verfilmt und erst später als Theaterstück inszeniert wurde. Im gleichen Zeitraum, Jean Renoir mit Chotard und Cie (1933) für die Verfilmung der Komödie, die zu Charpins Filmdebüt führte. Charpins Filmkarriere wurde gestartet.

Pagnol, Raimu, Fernandel und die Autoren

Pagnol, der mit Charpin sehr eng befreundet war, führte bei ihm auch in den Komödien Regie Le Gendre de Monsieur Poirier (1933) und Le Schpountz (1938) und in den Tragikomödien La Femme du Boulanger (1938) und La Fille du Puisser (1940), in dem er das Plakat mit Raimu teilte.

Charpin trat mit seinem Zeitgenossen Raimu nicht nur siebenmal am Filmset auf, er trat auch achtmal an der Seite des Nachwuchses auf Fernandel, ein weiterer Landsmann, in Komödien: Le Train de 8 Stunden 47 (1934), Ignace (1937), Le Schpountz, Berlingot et Compagnie (1939), La Fille du Puisser, La Nuit Merveilleuse (1940), Un chapeau de paille d'Italie (1941) und La Cavalcade des heures (1943).

Neben seiner Filmarbeit für Marcel Pagnol war Charpin auch in mehreren Verfilmungen von Werken von Alphonse Daudet, ein weiterer literarischer Gefährte: das Drama Sapho (1934), die Komödie Tartarin de Tarascon (1934), wo er erneut an der Seite von Raimu spielte, der die Titelrolle und die Dramen übernahm Le Petit Chose (1938) und L'Arlesienne (1942) (mit Raimu).

Typische Rollen

Charpin formte Soldaten und Polizisten aller Dienstgrade (Oberst, Kommandant, Hauptmann, Kommissar, Gendarm, Brigadegeneral). Er war auch in Behördenpositionen wie Untersuchungsrichter, Bürgermeister (dreimal), Schulleiter, Pfarrer zu sehen. Er spielte oft Betriebswirt (Händler, Lebensmittelhändler, Hotelier, Gastwirt, Ladenbesitzer) und Männer, die einen freien Beruf wie Arzt oder Bankier ausübten. Schließlich porträtierte er oft wohlmeinende Vaterfiguren.

Filmgenres

Die Filme, an denen Charpin mitwirkte, waren hauptsächlich Komödien und Tragikomödien. Nicht selten ging es um die Verfilmung von Theaterstücken (darunter drei von Eugene Labiche) und Operetten (Trois de la Marine, Au soleil de Marseille...). Er fühlte sich auch zu Hause in Musikfilme wie Tourbillon de Paris (mit dem musikalischen Tausendfüßler Ray Ventura In Führung).

Er spielte auch in einer Reihe von Dramen. Julien Duvivier bewirb ihn zweimal: im Drama La Belle Equipea (1936) Charpin war ein Gendarm und im Kriminalfilm Pepe le Moko (1937) war er ein Verräter, eine für ihn sehr untypische Rolle. Auch die Romanverfilmungen, in denen er mitwirkte, waren meist Dramen: die Familiendramen Les Anges Noirs (zu François Mauriac, 1937) und Les Roquevillard (zu Henry Bordeaux, 1943) und der Krimi Les Caves du Majestic (zu Georges Simenon, 1945). Erwähnenswert waren auch die Komödien Tartarin de Tarascon (nach Alphonse Daudet) und Le Train de 8 Stunden 47 (zu Georges Courteline, 1934).

Privatleben

Charpin heiratete 1913 die Schauspielerin Gabrielle Doulcet (1890-1976). Ihre Ehe blieb kinderlos.

Er starb 1944 im Alter von 57 Jahren an den Folgen von Herzinsuffizienz.

Filmografie (Auswahl)

Veröffentlichung

  • Claude Beylie, Raymond Chirat, Bernard Sourice und Bruno Villien: Fernand Charpin in einer großen zweiten Rolle, Aix-en-Provence, Institut de l'image, 1993