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Franciscus Hendricus (Französisch) Welschen (Rotterdam, 28. November1884 – Rotterdam, 30. August1961) war ein NiederländischArchitekt wer hat sich einen Namen gemacht Wiederaufbau und frühe Stadterweiterung kurz nach der Zweiter Weltkrieg. Er war ein Pionier in den Niederlanden auf dem Gebiet der Systembau, ein typischer Vertreter der Wiederaufbau Architektur (1945-1965) und damit ein Vorläufer der Moderne industrialisiert Wohnungsbau.[1]
Startzeit
Walisisch war mehr oder weniger selbst erlernt. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er mit den Architekten zusammen Margry, Van der Vlugt und Henriks. So war er zum Beispiel am Bau (begonnen 1917) des Sint-Luciagesticht beteiligt, einer weitläufigen Kloster- und Schulanlage im Herzen von Rotterdam (an der Aert van Nesstraat).[2] F. H. Welschen war eine Zeitlang Bauleiter des Instituts.
Später gründete Welschen sein eigenes Architekturbüro. 1930 entwarf er einen Block von vier Villen auf dem Ruys de Beerenbrouckplein in Delft. Seine Architektur wird fortan als „neu-traditionalistisch“ bezeichnet.[3] Schon damals benutzte er für die Stiftung Beton. Welschen wurde einer der frühen Anwender dieses Materials für Gaststätten.[4]
Welschen ist vor allem für eine selbsterfundene modulare Bauweise bekannt, die er während der Kriegsjahre vorbereitet hatte und die nach dem Krieg im Sozialwohnungsbau in Rotterdam und anderswo angewendet wurde.
Das Welschen-System
Unmittelbar nach dem Krieg herrschte ein großer Mangel an Facharbeitern, an Baumaterialien[5] und Transportmöglichkeiten. Das Welschen System versuchte, alle drei dieser Schwierigkeiten gleichzeitig zu überwinden. Sehr wichtige Elemente waren die Schalung des zu gießenden Betons und die Bewehrung. Auf der Baustelle wurde ein Betonskelett (Betonstützen- und Balkenkonstruktion) gegossen, außerdem wurden die Vorder- und Rückfassade, Boden und Unterzüge als Ganzes für jedes Geschoss gegossen. Kleinere Bauelemente (Bausteine, Kinderbalken und Bodenplatten) wurden in separaten Werkstätten auf der Baustelle selbst vorgefertigt. Da die Fassaden, Böden und das Skelett komplett aus Beton bestanden, fanden sich die Arbeitseinsparungen bei diesem System hauptsächlich bei Maurern und Zimmerleuten. Die Fassaden wurden später mit Fassadenplatten veredelt. Außerdem stellte Welschen leichte Materialien und Neuheiten wie nicht tragende Betonhohlsteine vor. Damit wurden die Haustrennwände und Giebelseiten gefüllt.[6]
Erfolge
Vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden experimentelle Wohnanlagen an der Heer Kerstantstraat und am Grote Markt - Botersloot in Rotterdam; dann 1947 die Wohnanlage an der Talmastraat in Rotterdam (am Rande des Alter Norden, Gebiet Bergweg) den Anstoß für insgesamt mehr als 5.600 sogenannte „Welschen Häuser“ an verschiedenen Orten in den Niederlanden. Auf der Talmastraat wurde mit diesem System ein Pilotprojekt von mehrstöckigen Stapelhäusern (Vorgänger von Wohnanlagen) durchgeführt. Diese Wohnungen wurden aus Aschebeton und Mörtel gebaut. Dazu wurde der Schutt verwendet, der nach der Bombardierung zurückgeblieben war. Diese Methode ermöglichte den Einsatz von ungelernten Arbeitern.[7]
Über
Anschließend, im Jahr 1949, wurde mit dem Bau von etwa 1480 Wohnungen in der heutigen Untergemeinde Rotterdam begonnen Über (auf dem Van Adrichemweg entlang der Delfshavense Schie). Dieses Ensemble von Apartmentanlagen mit den offiziellen Projektbezeichnungen „Welschen 1“ bis „Welschen 7“ bildete damals den neuen Eingang an der Westseite von Rotterdam.
Einige dieser Komplexe werden oder werden derzeit[(seit wann?] renoviert. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft 1993 geschah dies mit dem Teilprojekt Welschen 7.[8][9] Der Geschichte dieses Projektes und der Sanierung ist ein umfangreicher Fotoband gewidmet.[10] Diese Renovierung wurde mit dem Nationaler Renovierungspreis. Das Projekt enthüllte auch ein 'National Monument to Reconstruction' mit zwei großen Fassadentafeln mit dem Text Gib mir Sand und Kies und Asche und ich baue dir Häuser u, das an Frans Welschen erinnert.[11][12][13]
Heerlen
Der Weiße Bezirk, Teil von Heerlen-Molenberg, ist ein vom Stadtplaner entworfenes Viertel aus den fünfziger Jahren Jos Klines und Architekt Stoks. Im Weißen Bezirk wurden die Häuser nach dem System des Architekten Welschen gebaut. Die Häuser sind schlicht im Design, aber mit den nötigen ästhetischen Akzenten. Am charakteristischsten sind die weißen Fassaden.[14]
Schiedam
Ein weiteres bekanntes, seinerzeit aufmerksamkeitsstarkes Neubauprojekt des Architekten Welschen war das Tuindorp Ketel in Schiedam (1950-51). In Tuindorp-Kethel wurden 239 Montagehäuser gebaut, davon 100 nach dem Welschen System und 139 nach dem ursprünglich englischen Airey-System. Unter Beibehaltung des gleichen Stils, in dem sie von Frans Welschen entworfen wurden, wurden diese Häuser 2005 renoviert.
Anderswo
Auch in Anbaugebieten wie Ede, Emmen (Eimer See, Eimer-Compascuum und Klazienaveen)[15][16], Gouda, Renkum (Pfeifenhügel), Flushing und Zaandam.
- Mit der Welschen-Reihe im Emmener Stadtteil Emmermeer (Harm Boomstraat, bald gefolgt von Van der Scheerstraat und Lesturgeonstraat) wurde 1948 das Reihenhaus in Emmen eingeführt.[17] Zwischen August 2014 und Frühjahr 2015 wurden die 54 Welschen-Wohnungen im Emmermeer-Kreis saniert.[18]
- In den sechziger Jahren in Klazienaveen die Mühlenviertel (364 Einfamilienhäuser, mit mehreren Straßenzügen mit Welschenhäusern in der Mitte.) Die Wohnungsnot war so groß, dass einige Häuser kurz nach dem Bau aufgeteilt wurden.
- Im Gouda Zwischen 1948 und 1950 wurde im nördlichen Teil von Korte Akkeren ein Komplex von 144 Wohnungen in mittelhohen Gebäuden (vorbaugeschossige Häuser mit drei Stockwerken) errichtet.[19][20] Diese Häuser wurden inzwischen abgerissen.[21]
- Im Spülen 270 Welschen Häuser wurden 1950 nach einem Entwurf von E.F. Groosmann.[22]
Welschens Oeuvre ist nicht (vollständig) inventarisiert (Nijmegen, Den Bosch, Oudenbosch, Rotterdam-Hillegersberg). Von Welschen entworfene Kirchen wurden in Alkmaar, Tilburg und Nijmegen gebaut.
Familienbeziehungen
Frans Welschen war ein Cousin von Professor van Reinier Welschen, Professor thomistisch Philosophie und ein Großonkel des Politiker-Administrators Rein Welschen, Bürgermeister von Eindhoven.
Literatur
Über den Architekten:
- W. V. [W. Valderpoort] 1962: „In Erinnerung an den Architekten F.H. Walisisch' in: Bauen jr. 17, Nr. 11, 372-373.
Über das System-Welschen:
- 'Besondere Gebäudesysteme', in: Bauen, jr. 3 (1948), Nr. 2, Anhang II (über die Architekten F. H. Welschen, D. Klijn und R. A. van Linge).
- 'Wohnhaus in Overschie', in: Bauen, jr. 4:46 (1949).
- O. Jelsma 1951: 'Bauweise nach System Welschen', in Bauen, jr. 6.
- E. F. Groosman 1951: "Wohnbausystem "Welschen", in: Forum, jr. 6, Nr. 10, 279-286,[23]
- C. van Traa (Hrsg.) 1955: Rotterdam. Die Geschichte von zehn Jahren Wiederaufbau. Rotterdam: Anzeige. Dunkel, 174-175.
- Siehe auch G. Andela 1993 und H. van Schagen ua 1990 (Bureau Van Schagen Architekten).[24]
Zum Bau und Umbau von Welschen 7:
- Walisisch 7. [Mit Texten von Jan Oosthoek et al.] Rotterdam 1993: Uitgeverij 010 / Städtische Wohnungsgesellschaft Rotterdam.
- H. van Schagen 2004: 'Verbindung mit Bestehendem versus völlig Neuem', in: Die sieben Herausforderungen der Beteiligung von Einwohnern an Restrukturierungsoperationen. Ein Leitfaden für Führungskräfte. Projekt Sozialer physischer Nachbarschaftsansatz. Den Haag: Ministerium für Wohnungswesen, Raumordnung und Umwelt und Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, 35-41.[25]
- Esther van Wijk 2002: Mutige Nachkriegszeit [Abschlussforschung TU Delft, Fakultät für Architektur, Fakultät für Urbanistik], 39-44.
Externe Links
- Renovierung Welschen 7 Overschie
- Renovierung Welschen 7 (Variante1) Overschie
- [9][toter Link] Bilder Welschen 7
- Rotterdam Kleinpolder[toter Link]
- Kleinpolder-Südwest: Welschen 3[toter Link]
- [10] Kethel . Gartendorf
- Dura Betonbau Rotterdam
- [11][toter Link] Kleinpolder-Ost, Archiv-De Jonge
- 'Bouwsysteem-Welschen, der Wegbereiter des Industriebaus', [12]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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