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Fritz Kögla | ||||
| Persönliche Informationen | ||||
| Geburtsdatum | 19. September1897 | |||
| Geburtsort | München | |||
| Sterbedatum | 6. Juni1959 | |||
| Ort des Todes | Utrecht | |||
| Staatsangehörigkeit | Deutsch Niederländisch | |||
| Wissenschaftliche Arbeit | ||||
| Bekannt aus | auxin | |||
| Promoter | Heinrich Otto Wieland | |||
| Bildung | Organische Chemie | |||
| Institute | Universität Utrecht | |||
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Fritz Kögla (München, 19. September1897 – Utrecht, 6. Juni1959) war ein Deutsche/NiederländischChemiker wer war Professor an der (Rijks)Universität Utrecht.
Biografie
Fritz Kögl wurde in der bayerischen Stadt geboren München als Sohn des Kaufmanns Josef Kögl und Anna Fischer. Nach der Luitpold-Oberrealschule studierte er Chemie an der Technische Universität München, unter anderem bei Heinrich Otto Wieland. 1920 erwarb er sein Ingenieurstudium. Wieland war auch Kögls Betreuer, als er 1921 mit seiner Dissertation promovierte "Weitere Untersuchungen über Derivate des vierwertigen Stickstoffs".
Ab 1925 war er Privatlehrer in Organischer Chemie an der TH München und ein Jahr später an der Universität Göttingen. Nach vier Jahren in Göttingen entschloss er sich 1931, in die Niederlande zu gehen, wo die Professur für Organische Chemie in Utrecht nach dem Weggang von Lavoslav Ružicka Dort. Kögl stellte jedoch die Bedingung, dass ein neues Labor gebaut wird; er hat Kögl bekommen. Acht Jahre später, 1938, nach seiner Ankunft, wurde das Laboratorium fertiggestellt.
Vor seiner Abreise in die Niederlande heiratete Kögl 1931 Beate Laura Niebel. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor. 1939 wurde er per Gesetz als niederländischer Staatsbürger eingebürgert, während des Zweiten Weltkriegs wurde er von der deutschen Besatzungsmacht jedoch als Volksdeutsche berücksichtigt und durfte seine Arbeit an der Universität fortsetzen. Er selbst verabscheute Nazi-Ideen.
Arbeit
In Utrecht setzte er zunächst seine Arbeiten zur Isolierung und Strukturaufklärung natürlicher Materialien fort, interessierte sich aber bald mehr für die Arbeit eines anderen Utrechter Professors, Frits Went. Als Professor für Botanik erforschte er Wuchsstoffe in Pflanzen, insbesondere den Stoff, der das Längenwachstum durch Zelldehnung bei höheren Pflanzen.
Zusammen mit seiner aus Deutschland angereisten Assistentin Hanni Erxleben und der niederländischen Doktorandenpromo Arie Jan Haagen-Smit er hat das Pflanzenwachstumshormon entdeckt auxin[1], hat dies jedoch aufgrund einer Kombination unglücklicher Umstände falsch interpretiert. Nach einer anderen Interpretation war hier bereits eine Fälschung von Erxlebens im Spiel – Ungeheuer von Rahmen auxin-a (die in anderen Labors nicht reproduziert werden konnten), die nach Kögls Tod untersucht wurden, enthielten nicht das veröffentlichte Material, aber Cholsäure. Später stellte sich heraus, dass Kögl und Erxleben das eigentliche Auxin entdeckt, es aber als Heteroauxin fehlinterpretiert hatten.
Zusammen mit Doktorand Benno Tonnis Auch Kögl verwendete den Stoff erstmals 1936 Biotin (Vitamin B8) in kristalliner Form isoliert. Aus tausend [Kilogramm] Eigelb sie erhielten vier Milligramm unreines Biotin.[2]
1939 veröffentlichten Kögl und sein Assistent Erxleben einen bemerkenswerten Artikel über stereochemische Veränderungen von Proteinen in Tumorgeweben.[3] Bei Untersuchungen mit tierischem und menschlichem Tumorgewebe wurde von diesen in den Proben ein erhöhter Anteil an D-Aminosäuren festgestellt. Das war insbesondere der Betrag D-Glutaminsäure hatte stark zugenommen. Einige Forschungsgruppen in den USA und England versuchten bereits 1940, das von Kögl durchgeführte Experiment zu reproduzieren, konnten jedoch das von Kogl erhaltene Ergebnis nicht bestätigen. Auch in Deutschland konnten seine Forschungen von anderen Wissenschaftlern nicht verifiziert werden. Anfang der 1950er Jahre wurde klar, dass seine Forschung von seinem deutschen Kollegen beeinflusst wurde. Sie hatte D-Glutaminsäuren mit IG Farben gekauft und dann in die Studienstichprobe eingemischt.
Trotz des deutlich manipulierten Ergebnisses zog sich Kögl nicht aus seiner Arbeit zurück. Dadurch wurde er von seinen Berufskollegen isoliert und seine wissenschaftliche Integrität zunehmend in Frage gestellt. Wegen dieses Skandals litt Kögl jahrelang an Depressionen.
Anerkennung
Trotz dieses Makels hat Kögl viel für die biochemische Forschung in den Niederlanden bedeutet. Dank seiner Bemühungen war Utrecht 1949 das erste niederländische Labor, das Zugang zu einem Massenspektrometer.
Von 1939 bis 1941 und 1957 bis 1959 war Kögl Vorstandsmitglied der Niederländischen Gesellschaft für Biochemiker und ab 1938 Mitglied der Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften. Außerdem war er Ritter im Orden des Niederländischen Löwen und erhielt mehrere ausländische Auszeichnungen.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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