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Galalit (ebenfalls: Galaktit, Milchstein oder künstliches Horn) ist einer der ältesten halbsynthetischKunststoffe. Galalit kann Horn bei der Herstellung von Kleinutensilien und Schmuck ersetzt.
Geschichte
Der französische Chemiker Jean-Jacques Trillat entdeckte in 1889 Welche Kasein, wenn behandelt mit Formaldehyd, produziert eine harte, durchscheinende Substanz, die unlöslich ist und ähnliche Eigenschaften wie Horn hat Elfenbein und Schildkröte. Im 1897 empfangen Wilhelm Krie, ein Drucker aus Hannover, der Befehl zu weiße Tafel designen. Zusammen mit dem österreichischen Chemiker Adolph Spitteler er entwickelte das Material weiter, konnte dieses Material jedoch nicht für seine beabsichtigte Anwendung verwenden.
Das neue Material war 1900 ausgestellt auf der Weltausstellung in Paris. Das Compagnie Française de Galalithe produzierte es in Levallois-Perret und es verursachte eine Revolution in der Knopfindustrie, beginnend im Französischer Jura.
Im 1913 Allein in Deutschland wurden 13 Millionen Liter Milch für die Herstellung von Galalit verwendet. Im 1914 erhielt die Briten Syrolit GmbH die Lizenz und änderte ihren Namen in Erinoid Ltd.
Auch in den Niederlanden wurde die Produktion aufgenommen. Im Leeuwarden gründete Pier Jans Talsma 1920 Kasolith on (auf eine Kontraktion von Kasein und 'Galalith'). In der Nähe von friesischen Molkereien wie Frico Dadurch entstand einer der ersten Kunststoffproduktionsbetriebe in den Niederlanden[1].
Galalit-Schmuck spielte eine wichtige Rolle in der Art DecoStil von etwa 1930. Die Weltproduktion erreichte 10.000 Tonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde jedoch die Konkurrenz durch erdölbasierte Kunststoffe zunehmend spürbar und diese Materialien waren weniger spröde. In den 1960er Jahren wurde die Produktion eingestellt, zuletzt in Brasilien.
Heutzutage steht Galalit jedoch wieder im Rampenlicht, da die biologische Abbaubarkeit dieses Kunststoffs für eine Reihe von Anwendungen eine wünschenswerte Eigenschaft ist.
Anwendung
Galalit musste wie Horn bearbeitet werden. Es konnte nicht in Formen gegossen werden. Der Vorteil war, dass es leicht zu bearbeiten war. Darüber hinaus könnte es durch Zugabe verschiedener Farbstoffe zahlreiche Effekte zeigen oder imitieren, wie zum Beispiel die von Schildpatt, Elfenbein, Horn und Holz. Dadurch ist es für den Einsatz in kleinen Utensilien geeignet. Dazu gehörten neben Knöpfen und Schmuck auch: Haarkämme, Regenschirmgriffe, Klaviertasten, Kugelschreiber, Knöpfe für Elektrogeräte und dergleichen.
Quellen
- ↑Meinders Schroor, Achter de Hoven 116Bis, die Geschichte von Casolith, 2006