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Georg Ratzinger
Georg Ratzinger
Georg Ratzinger (2019)
Priester des katholische Kirche
Waffe
Geboren15. Januar 1924
PlatzPleiskirchen
Verstorben1. Juli 2020
Ordinationen
Priester29. Juni 1951
Kirchenkarriere
Frühere FunktionenDom Kapellmeister des Regensburger Doms
Portal  Portalsymbol  Christentum

Georg Ratzinger (Pleiskirchen, 15. Januar1924Regensburg, 1. Juli2020) war ein DeutschePriester und Kirchenmusiker. Er war der ältere Bruder von Papst Benedikt XVI (Joseph Ratzinger).[1]

Werdegang

Ratzinger wurde als Sohn des Polizisten Joseph Ratzinger sen. und des Out . geboren Rimsting Biene Chiemsee Köchin Maria Peintner, die Mitte einer Familie mit drei Kindern: Maria (1921-1991), Joseph (1927) und er selbst. Er verbrachte seine Kindheit in Traunstein, eine kleine Stadt nahe der österreichischen Grenze. Joseph Ratzinger sen. war ein Kritiker der NS-Regierung und weigerte sich, der NS-Regierung beizutreten NSDAP. Die Familie Ratzinger flüchtete in den turbulenten 1930er Jahren stark im Glauben. Bereits als 11-jähriger Junge spielte Ratzinger die Kirchenorgel in Traunstein. 1935 ging er dorthin zum Kleines Seminar. 1941 wurde er wie üblich Mitglied der Hitler-Jugend. 1942 wurde er zum Nationalen Arbeitsamt einberufen und ein Jahr später zum Wehrmacht. 1944 wurde Ratzinger bei Kämpfen in Italien am rechten Arm verletzt. Er wurde von der AmerikanerKriegsgefangener aufgenommen und 1945 nach Traunstein zurückgebracht. Danach ging er mit seinem jüngeren Bruder Joseph zur Bischofskirche großes Seminar von München-Freising. Gleichzeitig studierte er am Konservatorium. Er wurde am 29. Juni 1951 geboren, am selben Tag wie Joseph Priestergewidmet.

Chorleiter

Anschließend war er an verschiedenen Orten als Priester tätig und schloss 1957 sein Studium als Chorleiter ab. Von 1957 bis 1964 leitete er den Kirchenchor Traunstein. 1964 wurde er zum Dom Kapellmeister des Regensburger Dom und als solcher Chefdirigent der Regensburger Domspatzen, einer der ältesten Knabenchöre der Welt. Mit diesem Chor unternahm Ratzinger Konzertreisen in die ganze Welt. Die Domspatzen sangen auch bei der Weihe seines Bruders Joseph zum Erzbischof von München und Freising am 28. Mai 1977.

Ratzinger trat 1994 als Kapellmeister zurück und ist seither Kanon des Stiftsküche St. Johann in Regensburg. Seit 1967 war er Kaplan Seiner Heiligkeit und seit 1976 Ehrenprälat Seiner Heiligkeit. Im 2008 genannt Castel Gandolfo - wo er oft die Sommer mit seinem Bruder verbrachte - machte ihn zum Ehrenbürger.

Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen

Im Jahr 2010 stellte sich heraus, dass es in den 1950er und 1960er Jahren in den Regensburger Domspatzen in großem Stil zu sexuellem Missbrauch und Übergriffen gekommen war. Ratzinger behauptete, nichts zu wissen, gab aber an, dass er Kindern des Knabenchors ins Gesicht schlug, was damals pädagogisch nicht umstritten war, sofern in gewissen Grenzen.[2][3] Der Abschlussbericht einer eingehenden Untersuchung, veröffentlicht im Juli 2017[4] gibt ein schockierendes Bild von Gewalt, Angstkultur und sexuellem Missbrauch, die sich in den Dom Spitzen seit Jahrzehnten ereignen. Die Chorschule wird als „Hölle“, „Gefängnis“ und „Konzentrationslager“ beschrieben, in der Kinder versuchten, so unauffällig wie möglich zu bleiben, um Gewalt und Repression zu entkommen. Ratzinger wird in dem Bericht vorgeworfen, "weggeschaut" zu haben und auf gemeldete Gewaltfälle nicht zu reagieren. Indem er aktiver auf Signale reagiert hätte, hätte er viele Katastrophen verhindern können.[5][6] Die Veröffentlichung des Berichts führte zu neuen Vorwürfen gegen Ratzinger.[7]

Tod und Beerdigung

Georg Ratzinger verstarb am 1. Juli 2020 in Regensburg, mehr als eine Woche nachdem ihn sein Bruder Joseph zum letzten Mal besucht hatte. Die Trauerfeier fand am 8. Juli 2020 im Dom zu Regensburg unter der Leitung von Bischof . statt Rudolf Voderholzer und Erzbischof Georg Gänswein, Sekretär und Freund des emeritierten Papstes. Anschließend wurde Ratzinger auf dem begraben Unteren Katholiken Friedhoff im Grab der Stifting Regensburger Domspatzen, neben seinem Vorgänger als Domkapellmeister Theobald Schrems.

Im Oktober 2020 wurde bekannt, dass Papst Emeritus Benedikt XVI. nicht für das Erbe seines Bruders Georg Ratzinger in Betracht gezogen werden will. Der 93-jährige emeritierte Papst „hat nicht mehr das Bedürfnis, materielle Dinge zu sammeln“. Das Erbe des ehemaligen Kapellmeisters gehört nun dem Heiliger Stuhl. Diese besteht hauptsächlich aus Kompositionen, Noten der Regensburger Domspatzen, Büchern und Familienfotos. [8]