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Gerrit Jan Held (Kämpfen, 1. Juli1906 - Jakarta, 28. September1955) war der erste niederländische Kulturanthropologe, der eine vollständig begründete ethnographische und sprachliche Beschreibung eines papuanischen Volkes in . lieferte Niederländisch-Neuguinea, die jetzige Papua, geliefert.
Held studierte von 1926Indologie zum Universität Leiden wo er sich in der ausgebildet hat Ethnologie, es Sanskrit und der Altjavanesisch. 1935 promovierte er über das indonesische Heldengedicht de Mahabharata. Im Dienste der Niederländische Bibelgesellschaft ging er nach Neuguinea, wo er Ende der 1930er Jahre anthropologische Feldforschungen in der noch nicht christianisierten Region durchführte Waropen. Die meisten Daten für diese Forschung sammelte er im Dorf Nubuai, das 1950 von einer Flut weggespült und seitdem nicht wieder aufgebaut wurde. Während der japanischen Besetzung Niederländisch-Indiens wurden Held und seine Frau interniert, während dieser Zeit wurden seine Feldnotizen teils eifersüchtig im Frauenlager versteckt. Nach dem Krieg unterrichtete Held, seit 1940 Sprachbeamter, in Batavia. Nach kurzer Krankheit starb er plötzlich im Alter von 49 Jahren.
Literaturverzeichnis
- Das Mahābhārata: eine ethnologische Studie. Amsterdam: Verlag Holland, 1935.
- Grammatik des Waropensch. Abhandlungen der Batavischen Gesellschaft 77, 1. Stück, 1942.
- Glossar der Waropensch. Abhandlungen der Batavischen Gesellschaft 77, 2. Teil, 1942.
- Papua von Waropen. Leiden: E. J. Brill, 1947.
- Magie, Hexerei und Zauberei. Groningen: Wolters, 1950.
- Waropen-Texte. Abhandlungen des Royal Institute of Linguistics, Land and Ethnology, 1956.
- De Papua, Kulturimprovisator. Den Haag/Bandung: W. van Hoeve, 1951.
- Die Papuas von Waropen. Den Haag: Martinus Nijhoff, 1957 (Übersetzung der niederländischen Ausgabe von 1947).
Über Gerrit Jan Held
- J. van Baal, "In memoriam Prof. Dr. Gerrit Jan Held", in: Neuguinea-Studien 1, 1959, S. 3-9.
- Josselin de Jong, J. P. B. de, "Gedenken an Gerrit Jan Held (1. Juli 1905 - 28. September 1955)", in: Beiträge zu Linguistik, Geographie und Ethnologie 112, 1956.