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Gilbert Hottois (Brüssel, 29. März1946 - 16. März2019) war ein BelgierPhilosoph.
Gilbert Hottois lehrte die Freie Universität Brüssel und auch in Montreal. Durch gründliche linguistische Analyse der führenden Philosophen des 20. Jahrhunderts hat er Theorie die besagt, dass die sprachliche Inflation (Anschwellen des philosophischen Diskurses) in der Philosophie durch den Einfluss der technisch-wissenschaftlichen Entwicklung verursacht wird.
die ZWEI (Technologische Entwicklung und Forschung) hat sich das exklusive Recht an der außersprachlichen Realität erworben und verändert diese Realität operativ. Sprache (symbolisch) und Technik (operativ) sind insofern entgegengesetzt, als die Technik konnte sich bisher nicht in die menschliche Symbolik registrieren (oder integrieren)) Kultur.In seinem ersten Werk studierte Hottois die Philosophie der Ludwig Wittgenstein. Später behandelte er auch Jacques Derrida und Martin Heidegger, mit dessen negativem Blick auf die Technik er entschieden nicht einverstanden war.
Eines seiner wichtigsten Werke ist sicherlich "Le Signe et la Technique", ein Werk von 1984. Ein weiteres ist "Entre Symbole et Technosciences" von 1996. Hottois stand der Technik positiv gegenüber. Er stützte sich darauf Jacques Elluli, ein Protestant Soziologe der seit 1954 Bücher über das technische Phänomen schreibt, und über Gilbert Simondon, der ein wahrer Optimist war, wenn es um die Herausbildung einer technischen Kultur ging. Heidegger und Ellul galten Hottois als Pessimisten. Sie glauben nicht an die Möglichkeit einer technischen Kultur.
Simondon glaubte dies, war aber zu optimistisch. Hottois plädierte für eine philosophische Begleitung der technologischen Entwicklung und das tat er auch: Er setzte sich in bioethisch Gremien mit beratender Funktion innerhalb der Europäische Kommission. 2001 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit 120 weiteren Autoren und Spezialisten die "Nouvelle encyclopédie de bioéthique", ein würdiger Nachfolger von "Les mots de la bioéthique" aus den 1990er Jahren. Hier setzt die philosophische und pragmatische Führung der Technowissenschaften an formen. .