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Jacob Sturm
Jacob Sturm
Sorbus Domestica im Deutschlands Flora in Abbildungen

Jacob Wilhelm Sturm (21. März177128. November1848) war ein führendes Graveur von entomologisch und botanisch wissenschaftliche Veröffentlichungen in Deutschland Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Er wurde geboren und lebte in Nürnberg und war der einzige Sohn des Graveurs Johann Georg Sturm (1742-1793), der ihn im Zeichnen und Schreiben ausbildete Kupferstich.[1] Die Autorenbezeichnung in der botanischen Nomenklatur lautet Sturm.

Sturm erlernte das Handwerk des Kupferstechers von seinem Vater Johann Georg Sturm. Im Alter von 16 Jahren lernte er das botaninusJohann Christian von Schreiber und der EntomologeGeorg Wolfgang Franz Panzer kennt. Diese begeisterten ihn für die Natur.

Sturm ging zuerst Insekten Studie. 1789 schrieb er das Buch Sammlung von Abbildungen sur Naturgeschichte. Schmetterlinge und Käfer (Sammlung von Abbildungen zur Naturgeschichte von Schmetterlingen und Käfern.) In den Jahren 1791 und 1792 veröffentlichte er Insektenkabinett, nach der Natur gezeichnet und gestoche (Insektenschrank, gezeichnet und graviert nach der Natur). Diese Ausgabe enthielt noch keinen Text. erschien 1792 Faunae Insectorum Germanicae initia herausgegeben von Georg Wolfgang Franz Panzer mit den ersten 110 Bildern handkoloriert von Sturm. In den nächsten 20 Jahren wurde die Arbeit fortgeführt von Gottlieb August Wilhelm Herrich-Schäffer (1799-1874) und 109 Bände mit 2640 Abbildungen von Insekten erschienen.

Später machte er Deutschlands Fauna in Abbildungen nach der Natur, mit Beschreibungen (Die Fauna Deutschlands in Naturbildern, mit Beschreibungen), die aus 500 Kupferstichen besteht, während sein botanisches Buch Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen (Deutsche Flora über Bilder nach der Natur mit Beschreibungen) besteht aus 2.472 Bildern mit Text. Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen in 163 Teilen (in 136 Bänden), auf Kosten des Autors gedruckt, erschienen zwischen 1798-1862 und enthielt hübsche und schöne kleine Stiche von nicht mehr als 12,7 x 9 cm. Dieses kleine Format hat er bewusst gewählt, um das Wissen über die deutsche Flora durch die Bilder möglichst günstig einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. Trotz ihrer geringen Größe zeigen sie überraschend viele Details. Jacob Sturm hat seine Kunst von seinem Vater gelernt, Johann Georg Sturm, der auch ein Nürnberger Kupferstecher war (Blunt & Stearn S. 258–260).

Basierend auf dieser Flora erschien die bekannte Serie zwischen 1900 und 1907 J. Sturms Flora von Deutschland, die vom Deutschen Lehrer-Verein für Naturkunde neu herausgegeben wurde Naturgeschichte).

Sturm wurde ein gefeierter Insektensammler und gründete die Nürnberger Gesellschaft für Naturkunde. Seine entomologischen und botanischen Tafeln sind sehr genau gezeichnet und zeigen minutiöse Details und erfreuten sich bei Naturforschern großer Beliebtheit. Da die meisten seiner Werke in einem kleinen Format erschienen, konnten sie von einem breiteren Publikum gekauft werden und erfreuten sich großer Beliebtheit. In dieser Zeit war es Nürnberg das Zentrum der Produktion naturkundlicher Bücher in Deutschland.

In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit hat die Philosophische Fakultät der Universität University Breslau verlieh ihm 1846 den Titel Dr. phil. Ehrensache. 1801 war Sturm Mitbegründer der Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg. Seit 1846 gehörte er der Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Er war Mitglied zahlreicher naturwissenschaftlicher Gesellschaften, darunter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, es Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin, das Entomologische Gesellschaft der Stettiner, der Linneschen Gesellschaft zu Stockholm, der Wetterauische Gesellschaft und viele andere.

Jacob Sturm besaß eine umfangreiche naturkundliche Sammlung. Seine Insektensammlung gehörte damals zu den größten in Deutschland.[2]

Nach dem Tod seines Vaters veröffentlichte Johann Wilhelm Sturm (1808-1865) weiterhin die Reihe Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur. Auch sein Sohn Johann Heinrich Christian Friedrich Sturm (1805-1862) beschäftigte sich mit der Arbeit seines Vaters.

Bücher

  • J. Sturms Flora of Deutschland in Abbildungen nach der Natur. I–XV, 2. umgearbeitete Aufl., K. G. Lutz, Stuttgart 1900–1907
    • Band 1, Nadelhölzer, Lilien, Kolbenschilfe, Kolbenblumen = Coniferae, Liliiflorae, Pandanales, Spathiflorae. 2., umgearb. Aufl.1906
    • Band 2, Riedgräser = Cyperaceae. 2., umgearb. Aufl.1900
    • Band 3, Echte Gräser = Gramineae. 2., umgearb. Aufl.1900
    • Band 4, Orchideen, Wasserkräuter, Kätzchenträger, Nesseln, Sandeln, Osterluzeien, Ampfer = Orchideae, Helobiae, Amentaceae, Urticiflorae, Santalinae, Aristolochiales, Polygonaceae. 2., umgearb. Aufl.1905
    • Band 5, Mittelsamige und Haufenfrüchtige = Centrospermae und Polycarpicae. 2., umgearb. Aufl.1901
    • Band 6, Mohnartige, Cistifloren und Säulenträger = Rhoeadinae, Cistiflorae und Columniferae. 2., umgearb. Aufl.1902
    • Band 7, Schnabelfrüchtler, Balsamgewächse, Seifenbäume, Kreuzdorngewächse, Dreisamige, Seidelbaste und Steinbreche = Gruinales, Terebinthinae, Sapindiflorae, Frangulinae, Tricoccae, Thymelaeinae, Saxifraginae. 2., umgearb. Aufl.1902
    • Band 8, Rosen = Rosiflorae. 2., umgearb. Aufl.1904
    • Band 9, Hülsenfrüchte, Myrten, Heiden, Primeln = Leguminosae, Myrtiflorae, Bicornes, Primulinae. 2., umgearb. Aufl.1901
    • Band 10, Röhrenblütler im weiteren Sinne. 2., umgearb. Aufl.1903
    • Band 11, Röhrenblütler im weiteren Sinne. 2., umgearb. Aufl.1903
    • Band 12, Schirmblumige und Glockenblumige = Umbelliflorae und Campanulatae. 2., umgearb. Aufl.1904
    • Band 13, Haufenblütige. 2., umgearb. Aufl.1905
    • Band 14, Haufenblütige. 2., umgearb. Aufl.1906
    • Band 15, Allgemeines Register. 2., umgearb. Aufl.1907
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