WikiDer > Jüdischer Ehrenrat
Das Jüdischer Ehrenrat (Schreibweise damals: Jüdischer Ehrenrat) war ein Ehrengericht, eine Orgel, die nach dem Zweiter Weltkrieg, ungefähr von Anfang an 1946 anfangen 1950 das Reinigung im jüdisch Kreis durchgeführt.
Der Jüdische Ehrenrat wurde Ende Januar, Anfang Februar 1946 vom Kontaktkommission der Jüdischen Koordinierungskommissionen. Der Zweck des Ehrenrates bestand darin, über jeden Juden zu entscheiden, dessen Haltung oder Verhalten während der Besatzung mit der grundlegendsten jüdischen Solidarität unvereinbar war. Der Ehrenrat hatte kein anderes Sanktionsmittel als die Veröffentlichung seiner Stellungnahmen. Die Mitglieder des Ehrenrates waren:
- Herr. M. Bosboom, Vorsitzender
- J. Voet, Sekretär
- D. Heijmans, stellvertretender Sekretär und Schatzmeister
- DR. B. Karlsberg
- Professor Doktor. S. Kleerekooper
- drs. A.E. Marcus
- Frau. drs. J. Nordheim-van Amerongen
- Frau. Herr. C. van Rhijn-Leydesdorff
- drs. I. Spangenthal
- S. Keramik
- J. Weisz
- S. A. Hertzberger
- S. M. Vreedenburg
Der Ehrenrat befasste sich mit etwa zwanzig Fällen, von denen der Fall gegen Abraham Asscher und Prof. Dr. David Cohen, die beiden Präsidenten der Judenrat, war am berüchtigtsten. Asscher erkannte den Ehrenrat nicht an und nahm seine Einladungen zu Sitzungen des Ehrenrats nicht an. Cohen tat es. Nach den Anhörungen hat der Ehrenrat folgendes Urteil gefällt:
- Dass die Präsidenten des Judenrats in einer Welt versagt haben, die selbst versagt hat;
- dass es verwerflich sei, von den Deutschen den Auftrag zur Bildung eines „Amsterdamer Judenrats“ und den Vorsitz dieses Rates (mit Verantwortung gegenüber den Deutschen) angenommen zu haben;
- dass es verwerflich war esJüdische Wochenzeitung die Veröffentlichung fortzusetzen, sobald sich herausstellte, dass sie den Deutschen mehr als den Juden nützen müsse, wobei der Ehrenrat auch an seine missbilligende Meinung zu einer Reihe der oben erwähnten Botschaften erinnert;
- dass es verwerflich sei, mit einer Reihe von antijüdischen Maßnahmen zusammenzuarbeiten, wie z Davidstern und Senden von Bestellungen, um zu gehen Westerbork verlassen;
- dass die Art und Weise, wie die Präsidenten an diejenigen schrieben, die sich weigerten, den Beitrag zur ersten Abgabe zu leisten, verwerflich war;
- dass die Kooperation bei der Auswahl zur Deportation, insbesondere die Kooperation im Mai 1943, höchst verwerflich sei.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|