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Kritolaos

Kritolaos (ca. 200 v.-ca. 111 v.Chr.) war ein peripatetischPhilosoph aus dem zweiten Jahrhundert v.

Kritolaos kam aus Phalesie, eine griechische Kolonie in Lykien. Er studierte Philosophie in Athen Biene Ariston von Chios, dessen Nachfolger er an der Spitze der Peripatetischen Schule wurde. Als Philosoph, Redner und Politiker war er bei den Athenern sehr bekannt. 155 v.Chr. er wurde zusammen mit Karneaden und Diogenes von Babylon zu Rom zur Berufung gegen eine von den Römern verhängte Geldstrafe wegen Zerstörung von Oporos. Sie erreichten ihr Ziel, und die Gesandten erlangten in Rom nicht nur bei den jungen Römern, sondern auch bei illustren Staatsmännern wie Scipio der Jüngere, Gaius Laelius, furios und andere. Die Lehren der griechischen Gesandten waren so innovativ, dass die alte Garde unter den Römern sie als gefährlich für die Tugend der römischen Bürger bezeichnete. Es kam sogar so weit, dass Cato den Senat bat, sie so schnell wie möglich aus der Stadt zu verweisen.

Über den Rest von Kritoaus' Leben ist so gut wie nichts bekannt. Nun, wir sind durch Lucian bekannt, dass er vor der Ankunft von . starb Lucius Licinius Crassus in Athen im Jahr 111 v.

Philosophische Lehre

Kritolaos achtete besonders auf Rhetorik. Er hielt es jedoch für genauso wie Aristoteles, nicht als Weisheit, sondern lediglich als Fähigkeit. Cicero lobt seine Beredsamkeit (Quintil., II 15 § 23, 17 § 15 ; Sext. Empir., Erw. matkem. II 12, p. 291; cic., der Finne. V. 5.). Neben der Rhetorik arbeitete Kritolaos im Bereich der Moralphilosophie, wo er das System des Aristoteles ergänzte. Im Allgemeinen wich er nicht viel von den Ideen des Gründers der peripatetischen Schule ab. In einigen Bereichen wich er jedoch stark vom Weg seiner Vorgänger ab. Zum Beispiel verteidigte er die Ansicht, dass Vergnügen war ein moralisches Übel. Außerdem erklärte er, dass die Seele bestand aus Äther. Das Ende des Daseins bestand für ihn in der allgemeinen Vollkommenheit des natürlichen Lebens. Laut Cicero (Tusculanae Quaestiones) stellte er die Seele hierarchisch ganz über die Materie.

Gegen die Stoiker verteidigte er die peripatetische Lehre von der Ewigkeit der Welt und der Unzerstörbarkeit der Menschheit. Es werden keine Veränderungen in der natürlichen Ordnung der Dinge beobachtet. Die Menschheit erschafft sich immer auf die gleiche Weise nach dem Vorbild der Natur. Und obwohl es verschiedene Unvollkommenheiten gibt, die für Individuen tödlich sein können, verändern diese die Art als Ganzes nicht. So wie es absurd ist zu glauben, der Mensch komme ganz als Erbe der Erde, so ist auch ihre völlige Zerstörung undenkbar. Die Welt als Manifestation einer ewigen Ordnung muss selbst unsterblich sein.

Referenz