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Lamprechtstreit

Das Lampenrechtstreit ist der Methodenkampf in der Geschichtswissenschaft, der in Deutschland um 1900 zwischen Karl Lamprecht und der rankeans. Die zugrunde liegende Frage war, ob Geschichtsschreibung sollte nur aus der Beschreibung des Bekannten bestehen Fakten, oder dass zugrunde liegende Gesetze gesucht werden mussten.

Dem Lamprechtstreit ging der Methodenstreit in dem Wirtschaft über einen ähnlichen Streit zwischen den historische Schule und der Österreichische Schule. Von letzterer Schule kam 1883 Kritik aus Gustav Schmöller bei der Arbeit von Karl Knie und Carl Menger.

Historismus

Bis dahin war es Historismus als wichtigste Bewegung der Geschichtsschreibung, stark beeinflusst von Leopold von Ranke (1795-1886). Iggers sieht drei Prinzipien des Historismus:

Der Historismus produzierte einen Strom von Publikationen, in denen immer mehr Fakten aus den Archiven zugänglich gemacht wurden. Die große Betonung der Archive und der Nationalstaat habe das besonders gemacht politische geschichte früher gewesen. In einer Linie mit Deutscher Idealismus Ranke fand den Zusammenhang zwischen den Fakten in der Transzendenz wo die Bedeutung außerhalb der Phänomene selbst lag. Ideen bildete die Verbindung zwischen Gott und dem Weltlichen.

Lampe rechts

Ohne das transzendente Element blieb aber nach Lamprecht vor allem eine Vielzahl von Tatsachen ohne gegenseitige Kausalitätso dass Geschichte nie mehr sein konnte als die Beschreibung einzelner Ereignisse. Lamprecht argumentierte, dass die Bedeutung von Phänomenen nicht transzendent sei, aber immanent, für sich entschieden.

Lamprecht sah psychologische Triebe als prägende Kräfte der Geschichte. Laut Lamprecht entstanden diese Motive aus der Volksseele, die geteilte Nationalität. Die Historiographie wurde so zu einer Art kollektiver Psychologie, in der es darum ging, aus den Fakten Gesetze zu destillieren. Lamprecht vertritt nicht die individualistische Methode Rankes, sondern eine kollektivistische Geschichtsschreibung. Dies stand im Einklang mit verallgemeinernden Wissenschaften wie Wirtschaft und Soziologie und damit bei Wissenschaftlern wie Gustav Schmöller, Werner Sombart und Kurt Breysig.

Ab 1891 veröffentlichte van Lamprecht seine Deutsche Geschichte in dem er neben der politischen Geschichte auch auf Kulturelle Geschichte, Wirtschaftsgeschichte, Rechtsgeschichte und Geistgeschichte. Er argumentierte, dass die rein beschreibende Methode aufgegeben werden sollte:

In den Naturwissenschaften ist das Zeitalter jener beschreibenden Methode der Erscheinungen, die bloß nach auffallenden Einzelmerkmalen unterscheidet, längst überwunden

Stattdessen musste eine genetische Beschreibung folgen, in der die Kausalität untersucht wurde. Er sah in der deutschen Geschichte fünf Kulturzeitalternativen mit jedem das seine Seelesleben.

Streit

Im Jahr 1893 wurde eine Rezension veröffentlicht von Georg von Below der ersten drei Teile von Deutsche Geschichte in dem Historische Zeitschrift. Dies war die Fortsetzung von a Polemik zwischen Below und Lamprecht, die Jahre zuvor begonnen hatte. Ebenfalls Heinrich von Sybel, der Herausgeber von Historische Zeitschrift, Lamprecht war nicht gut gelaunt. Unten ging ein bisschen ins Gesamtbild mit Kritik an den Hoftheorie, die Verwendung von Matrilinearität und die Vernachlässigung der politischen Geschichte in der Arbeit. Der Großteil der Kritik bezog sich jedoch auf eine lange Liste von Details, in denen Below Fehler, Widersprüche und Fehlinterpretationen von Quellen sah.

Dies war nicht ganz unberechtigt. Schon in seiner früheren Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter Lamprecht war mit Details sorglos umgegangen und hatte zuvor aus Quellenmaterial weit hergeholte Schlüsse gezogen zusammen geschaut, um eine Verallgemeinerung zu belegen als dass die Verallgemeinerung aus der Induktion aus dem Quellenmaterial folgte. Laut Below waren dies eindeutige Hinweise darauf, dass Lamprecht kein professioneller Historiker war. So wurde die Polemik immer persönlicher, und es half nicht, dass Lamprecht Below von Below beschuldigte sittliche Verwahrlosung, moralische Nachlässigkeit. Moriz Ritter danach vorgeschlagen Schlichtung für zwischen den Parteien.

Ein paar Wochen später erschien es in Die Neue Zeit eine Rezension von Franz Mehring. Dieser hat sich sehr darüber gefreut Deutsche Geschichte und stellte fest, dass es gut zu dem passte historischer Materialismus. All dies machte Lamprecht jedoch als Sympathisant der marxistische Geschichtsschreibung.

Schwieriger als die Detailkritik von Below war jedoch die Kritik seiner Methodik. Lamprecht erklärte, dass für Ranke zutreffend gewesen wäre erröten sagen, wer es eigentlich gewesen ist (einfach zeigen, wie es wirklich war), worauf es wirklich ankam zu zeigen, wer eigentlich geworden ist (um zu zeigen, wie es ausgegangen ist). Er argumentierte auch, dass Wirtschaft und Gesellschaft die Bedingungen für politische Institutionen schaffen und nicht umgekehrt. Zudem waren Wirtschaft und Gesellschaft auch leichter zu analysieren und damit objektiver ansprechbar als politische Ereignisse.

Wilhelm Windelband gab 1894 bei seiner Ernennung zum Rektor der Universität Straßburg das EröffnungsredeGeschichte und Naturgeschichte in dem er die methodischen Unterschiede zwischen den Geisteswissenschaften und der Naturwissenschaften erklärt. Die erste sollte die verwenden idiographische Methode Beschreibung einmaliger Prozesse, die aus einzigartigen Ereignissen bestehen. Letztere können sich der nomothetischen Methode bedienen, indem sie allgemeine Schlussfolgerungen ziehen.

Deutsche Geschichte erwies sich als guter Verkäufer und erhielt auch gute Kritiken in der populären Presse und in Zeitschriften anderer Wissenschaften. Innerhalb der deutschen Geschichtsschreibung schlossen sich jedoch die Reihen gegen einen Angriff auf die angewandte Methodik. Friedrich Meinecke setzte die Linie von Sybel fort, als er 1895 starb und übernahm die Herausgeberschaft der Historische Zeitschrift.

Wo Lamprecht bei den folgenden Teilen von gerne angefangen hätte Deutsche Geschichte, musste er 1896 eine Verteidigung beginnen, Alte und neue Richtungen in der Geschichtswissenschaft, gefolgt von 1900 Die kulturhistorische Methode. Das Problem war, dass vor dem Schreiben Deutsche Geschichte hatte keine detaillierte Methodik entwickelt und musste dies nun im Nachhinein tun, was ihm nicht ganz gelang.

Unten hatte auch keine Bindungsabsicht und wurde 1898 eingeführt Historische Zeitschrift:

Allein der Baum, selbst wenn er morsch ist, fällt gemeinhin nicht von selbst, nicht ganz von selbst. Mann muss wer Axt gebrauchen. Deshalb habe ich mich, OBWOHL widerstrebend, entschlossen, die Auslassungen Lamprechts im Zusammenhang einer Prüfung zu unterziehen.

Obwohl es unter deutschen Historikern großen Widerstand gab, fand Lamprecht Unterstützung bei den Met Die Zukunft einflussreich Maximilian Härte und im Ausland, unter anderem bei Henri Pirenne in Belgien und bei der Neue Geschichte in den Vereinigten Staaten. Er kannte seine Deutsche Geschichte und wurde damit zum bekanntesten deutschen Historiker. So gelang es ihm, die Finanzierung für die Institut für Kultur und Universalgeschichte die er 1909 in Leipzig eröffnete. Im folgenden Jahr wurde er zum Rektor der Universität Leipzig.

Später beeinflussten Lamprechts Ideen die Annales-Schule in Frankreich. So hatte seine Idee von a Volksseele Einfluss auf Lucien Febvre der argumentierte, dass jede Zeit und jeder Ort seine eigenen hat Mentalität hast.

Literatur

  • Kichern, R. (1993): Karl Lamprecht. Ein deutsches akademisches Leben (1856-1915), geisteswissenschaftliche Presse
  • Iggers, G. G. (1997): Deutsche Geschichtswissenschaft. Eine Kritik der traditionellen Geschichtsauffassung von Herder bis zur Gegenwart, Böhlau Verlag Wien