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Lothar Udo II
Lothar Udo II
1020/1030-1082
Markgraf der Nordmark
Zeitspanne1057-1082
VorgängerLothar Udo I
NachfolgerHendrik I
VaterLothar Udo I
MutterAdelaide von Oeningen (?)

Lothar Udo II (etwa 1020/1030 - 4. Mai1082) war Graf von 1057 bis zu seinem Tod Stade und Markgraf von der Nordmark. Er gehörte zum Haus der Udones.

Lebenszyklus

Lothar Udo II. war ein Sohn von Lothar Udo I, Graf von Stade und Markgraf der Noordmark, aus erster Ehe mit Adelheid, vermutlich eine Tochter des Grafen Kuno van Öningen. 1057 folgte er seinem Vater in Stade und der Noordmark.

Er galt als Gegner seiner Verwandten Billungen und Erzbischof Adalbert von Bremen. Letzteres hatte einen starken Einfluss auf das noch Moll Römisch-deutscher KönigHeinrich IV und wollte seine Erzdiözese auf Kosten kleinerer Grafschaften erweitern. 1063 gelang es Adalbert, einen Teil der Grafschaft Stade zu erobern, das Gebiet zwischen dem NiederenElbe und die untereWeser, was Lothar Udo II zu einem wichtigen Teil seines Besitzes macht Vasall des Erzbischofs. Im gleichen Zeitraum gab es auch mehrere kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Udonen und den Billungen.

Nachdem König Heinrich IV. 1065 volljährig wurde und Erzbischof Adalbert von Bremen 1066 gestürzt wurde, erlangte Lothar Udo II. alle seine verlorenen Rechte und Gebiete zurück. Er nutzte auch die Schwäche des Erzbischofs, um seine Territorien zu erweitern und erwarb beispielsweise 1068 die Markgrafschaft Zeitz. Im selben Jahr führten er und König Heinrich IV. einen Feldzug gegen die Westslawisch Liutizen an der Elbe, das 1069 erfolglos beendet wurde.

In den folgenden Jahren begann er sich von Heinrich IV. abzuwenden. 1071 war Lothar Udo II. in eine Fürstenverschwörung verwickelt Bardowiek und 1075 nahm er auch an der Sächsisch Rebellion gegen den König, angeführt von den Bayerisch Herzog Otto von Northeim kämpfte in der Schlacht von Homburg. In dieser Schlacht wurden die Aufständischen von der königlichen Armee besiegt.

Während die meisten sächsischen Adligen erst nach langen Verhandlungen zur Kapitulation bereit waren, schloss Lothar Udo II. nach der Niederlage bald Frieden mit Heinrich IV. Nicht viel später trat er dem Erzbischof bei Liemar van Bremen fungierte sogar als Vermittler zwischen dem König und aufständischen Fürsten. Lothar Udo starb 1082 und wurde von seinem Sohn in seinen Herrschaftsgebieten nachgefolgt Heinrich I. der Lange.

Heirat und Nachkommen

Lothar Udo II. war verheiratet mit Oda (ca. 1050-1110), Tochter des Grafen Hermann III. von Werl. Sie hatten folgende Kinder: