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Ludwig Bohnstedt
Ludwig Bohnstedt
Ludwig Bohnstedt. Gravur. Ausgehend von Gartenlaube (1872).
persönliche Daten
Vollständiger NameLudwig Bohnstedt
Geboren27. Oktober1822
Verstorben3/4. Januar1885
GeburtslandRussland
Beruf(e)Architekt, Maler
Leitdaten
Stil(e)Neo-Stile
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Ludwig Ludwigovich Bohnstedt (Russisch: иг Людвигович Бонштедт) (St. Petersburg, 27. Oktober1822Gotha, 3/4. Januar1885) war ein Russisch-DeutscheArchitekt und Maler. Er war Professor an der St. Petersburger Kunstakademie und am besten bekannt als Gewinner des Wettbewerbs 1872 für die Deutscher Reichstag. Dieser Entwurf wurde jedoch nicht ausgeführt.

Biografie

Bohnstedt wurde von deutschen Eltern geboren; sein Vater kam heraus Stralsund und war ein Vermögen Händler und seine Mutter raus Bamberg im Bayern. Sein Vater kehrte schließlich nach Deutschland zurück und ließ Mutter und Kinder in St. Petersburg zurück. Dadurch erhielt er die (bayerische) Staatsangehörigkeit seiner Mutter. Nach Abschluss der Allgemeinen St. Petri Schule, Bohnstedt, Sommer 1839einen Beruf wählen. Er wählte, möglicherweise unter dem Einfluss der Hannoveraner Architekt Anton Hallmann, der zu dieser Zeit in Sankt Petersburg lebte, den Beruf des Architekt. Hallmann riet ihm, zum Bauschule im Berlin mit Professor zu Vorlesungen gehen Wilhelm Stier. Im Oktober kam er in Berlin an, konnte sich aber erst im Frühjahr 1840 auf den Weg machen Bauschule registrieren. Auf Anraten von Stier frönte er auch dem Universität der Künste in Berlin registrieren. Frühling 1841 er hat die verlassen Bauschule um sein Studium an der Kunstakademie fortzusetzen, wo er Design lehrte von Heinrich Stracke. Mit Stier blieb er jedoch weiterhin in Kontakt, und im Herbst 1841 gab er ihm die Möglichkeit, sein Studium an der Akademie abzuschließen und sein Studium in abzuschließen Italien. Bohnstedt verbrachte ein Jahr in Italien und kehrte über Frankreich und Deutschland in seine Heimat zurück, wo er den Winter verbrachte 1842-1843 ist eingetroffen. Um den Beruf des Architekten in Russland auszuüben, musste er an einem Wettbewerb teilnehmen. Diese gewann er 1843 und etablierte sich danach als unabhängiger Architekt.

Seine ersten Aufträge waren von geringer Bedeutung. Er setzte sein Studium in Russland fort und erwarb in 1845 den vierten akademischen Grad und wurde in 1858 Ernennung zum Professor an der Akademie von Sankt Petersburg im Rang eines Hofrats. Von 1851 bis um 1854 er war Chefarchitekt des ersten Bezirks der Abteilung für Straßen- und Wasserbau und Chefarchitekt des Palastes der Großfürstin Helena Pavlovna. Als Bohnstedt eintrat 1859 beantragte die Mitgliedschaft in der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin er berichtete, dass er 15 bestehende Gebäude umgebaut und sieben neue entworfen habe. Zwischen 1859 und 1863, in dem Jahr, in dem er Russland verließ, entwarf er das Nonnenkloster der Auferstehung (Novodevichy), das Rathaus und die Residenz des Ministers der Reichsdomänen und der Fürsten von Yusupov.

Nationaloper, Riga. 1860-1863 (?).

Durch den Wettbewerb um verschiedene internationale Wettbewerbe auch im Ausland, vor allem in Deutschland, wurde er bekannt. Im 1854 er gewann einen von zwei zweiten preisen für einen entwurf für die Rathaus von Hamburg. 1858 nahm er am Wettbewerb für das Rathaus von Berlin und dem von Innsbruck, das Gebäude des Vereins Malkasten in Düsseldorf, ins Museum Leipzig, das Außenministerium in London und ein Kunstgalerie im Hamburg. Er gewann den ersten und zweiten Preis für eine Mineralwasseranlage in Riga, ein Gesellschaft im Tallinn, ein Ausstellungsgebäude in Madrid (in Zusammenarbeit mit Professor V. Schröter), u.a kantonale Schule in Bern und ein Camposanto im Mailand. Er veröffentlichte auch seinen Entwurf für ein Stadttheater in Riga 1860 war das Ergebnis eines Wettbewerbs. Aufgeführt wurde es übrigens erst, als Bohnstedt bereits nach Deutschland gezogen war. Seine Antwort auf den Wettbewerb um einen Palast in Kolomenskoje, verfasst von der Berliner Akademie, brachte ihm eine Professur ein.

Kirche Sao Torcato, Guimaraes, Portugal.

1863 zog Bohnstedt nach Deutschland Gotha. In der Folgezeit entwarf er die Kirche São Torcato in Guimarães und Schloss Trostenetz in Südrussland. In Deutschland entwarf er nur wenige Bauten von geringer Bedeutung, wie einige Büros, die Villen Petermann, Gelbcke und Henneberg und einige Denkmäler in Gotha, die Villa von Fritz Reuter (jetzt Reuter-Wagner-Museum), ein Bösewicht Nordhausen und Villa Borchardt in Baden-Baden. Er nahm auch an vielen Wettbewerben in Deutschland teil, zum Beispiel dem für das Rathaus in Mainz, die Börse in der Gegenwart Kaliningrad und die oben erwähnte Kirche in Portugal. Mit einigen seiner Wettbewerbsentwürfe nahm er 1869 Teilnahme an der Kunstausstellung in München.

1872 der erste internationale Wettbewerb für die Deutscher Reichstag an dem mehr als 100 Architekten teilgenommen haben. Bohnstedts Entwurf wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der Bau verzögerte sich jedoch und so setzte Bohnstedt mit anderen Wettbewerben fort. Sein Wettbewerbsentwurf für die finnische Bank in Helsinki von 1876 verliehen wurde und das für eine Universität in Führen von 1878 wurde gekauft. 1878 nahm er auch am Wettbewerb der of Universität Straßburg und ein geschlossener Wettbewerb für eine Oper in Budapest. Gemeinsam mit dem Bildhauer Professor Zurstrassen reichte er einen Entwurf für den Wettbewerb für die Denkmal von Viktor Emanuel II im Rom.

Wettbewerbsentwurf für den Deutschen Reichstag. 1882.

Bohnstedt war nicht nur Architekt, sondern auch Porträtmaler. Er porträtierte zum Beispiel Schlütter, Schinkel und Rauch, den er dem Architekten-Verein gegossen. 1881 wurde der Reichstagsbau erneut diskutiert. Zu Bohnstedts Enttäuschung wurde sein Entwurf nicht ausgeführt, sondern ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben. Versuche, die Leistung zu vergeben, blieben erfolglos. Auch seine Kollegen haben ihn verlassen. Sein fast zehn Jahre alter Entwurf entsprach nicht mehr den Anforderungen der Zeit. Widerwillig servierte Bohnstedt unter dem Motto Lava eine Überarbeitung seines früheren Wettbewerbsentwurfs, der jedoch nicht ausgezeichnet wurde. Diese Affäre ließ ihn anfangen 1883 krank. Diese Krankheit entwickelte sich zu einer Hirnerkrankung, an der er in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 1885 starb.

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