WikiDer > Madrigal

Madrigaal

EIN Madrigal ist überwiegend säkular VokalMusikform, entstand im 14. Jahrhundert in Norditalien. Der Begriff Madrigal kommt wahrscheinlich aus dem Lateinischen Matrical (Muttersprache), dann Italienisch statt Latein. In drei verschiedenen Perioden der Musikgeschichte wir stoßen auf Madrigale, im mittelalterlichItalienischTrecento-Musik, im Renaissance, und schließlich im Barock. Am bekanntesten sind heute die Madrigale aus der Renaissance; es war auch die mit Abstand wichtigste und beliebteste Gesangsform unserer Zeit. Das Madrigal war am beliebtesten bei Italienisch (Trecento und Italienische Renaissance), flämisch (Renaissance) und Englisch (Barock) Komponisten.

Das Trecento Madrigal (ca. 1335 - 1425)

Illustration aus dem Squarcialupi-Kodex, die Landini zeigt, der ein a . hält portativ Theaterstücke. Florenz, 15. Jahrhundert.

Das Madrigal in der Trecento-Zeit (die Zeit, die parallel zum FranzösischArs nova) hat eine zwei- oder dreistimmige Einstellung. Die gesungenen Texte behandeln verschiedene Themen.

Zum Beispiel im Manuskript Panciatichi 26 von Florenz steh neben den vielen beliebten ballata's, und einige Ars nova-Werke von Guillaume de Machault, auch Madrigale von Franceso da Firenze (unter anderem Fa meter bando e commandar amore, Tu che l'oper' altru' vuo' guidicare, O pianta vaga che nell'alto monte, Si dolce non sono col lir' Orfeo, Non a Narcisso fu piu amar lo speciohi), Giovanni da Firenze (unter anderem La bella stella che suo fiamma tene - zu Lancillotto Anguissola -, Angel son bianco e vo belando be, Nascoso 'l viso stava 'fra lle fronde, Apps 'un fume chiaro), Jacopo da Bologna (unter anderem Tanto che sete aquistati nel guisto, O dolce apresso un bel parlaro fiume, O in Ytalia felice Luguria, Io mi son un che le frasch' andando, O cieco mondo di lusinghe pieno), Donato da Firenze (unter anderem Seguendo 'l canto d' un uccel selvaggio und Sovran uccello se fra tutti gli alttri), Donato da Firenze (unter anderem Komm 'l potestu far dolce signore). Gherardello da Firenze (unter anderem Con levrieri e mastini segugi e bracchi).

Der größte Madrigalkomponist des 14. Jahrhunderts war Francesco Landini, deren Madrigale im Squarcialupi-Kodex, ein illustriertes Manuskript aus dem 15. Jahrhundert aus Florenz.

Das Madrigal in der Renaissance (ca. 1425 - 1600)

Das Madrigal ist in seiner Blütezeit im Renaissance ein vier- bis sechsstimmiger polyphonA cappellaKomposition mit einem explizit weltlichen Text.

Das Madrigal war sehr beliebt in der 16. bis zum anfang des 17. Jahrhundert. Die wichtigsten Komponisten dieser Blütezeit sind Palästina, Orlando Lassus, Gesualdo (Spätzeit) und Monteverdi (Übergang zum Basso continuo). Jeder dieser Komponisten hat mehrere Madrigalbücher geschrieben. Aufgrund des Aufstiegs der größeren Oper nach dem 1600, das in seiner Wirkung bescheidenere Madrigal, wurde bald nicht mehr verwendet.

In dieser Zeit kann man zwischen Generationen unterscheiden.

  • In der Frühzeit (vor 1550) entwirrte sich das zuvor stark polyphone Madrigal unter dem Einfluss der Homophonie der (übrigens beliebten und oft eher flachen) frottola. Die vereinfachte Melodie diente mehr dem Ausdruck des Textes. Normalerweise geht es um homophon vierstimmige Vertonungen eines freien Gedichts. Beispiel: Jakob Arcadelt
  • Nach 1550 bis 1580 entwickelte sich das Madrigal unter dem Einfluss der Motette in einem See polyphon Regie: Nachahmungscharakter für 5 oder 6 Stimmen. Auch die Chromatik nahm zu. Neben ihren geistlichen Werken haben große Komponisten auch (weltliche) Madrigale komponiert. Beispiele sind Willaert, Rore, Andrea Gabrielic, Orlando di Lasso, Philipp von Monte und Palästina.
  • Nach 1580 nur noch italienische Komponisten. Hier findet man eine weitreichende Chromatik, ja ein Versuchsfeld für harmonische Experimente mit musikalischer Darstellung des Textes, vor allem in den erzählenden Teilen. Worte wie Trauer, Freude, Melancholie führen zu einer so umfangreichen Tonmalerei, dass sie manchmal als bezeichnet wird Madrigalismus. Beispiele sind Luca Marenzio, Gesualdo und Monteverdi. Hier findet man auch den Übergang vom Solo-Madrigal zur Monodie mit Basso continuo. Das Solo-Madrigal wird chromatisches Madrigal genannt, wenn die Chromatik zum dominierenden Merkmal geworden ist. Biene Claudio Monteverdic, caccin und Giaches de Wert man findet diese Form.

Das Madrigal im Barock (nach 1600)

Obwohl im Barock eine seltene Form, wurde von Komponisten verwendet, die auf den Stil der Renaissance zurückgriffen, wie unter anderem Heinrich Schütz, verwendet auch den Begriff Madrigal. Diese Madrigale hatten jedoch wenig Ähnlichkeit mit denen aus der Blütezeit und enthielten manchmal einen religiösen Text. Im letzteren Fall spricht man auch von Madrigali-Spiritualität. Das barocke Madrigal wurde mit einem Basso continuo versehen und war manchmal sogar komplett instrumental.

Wichtige Komponisten aus England in dieser Zeit sind: William Byrd und John Dowland. Bedeutende niederländische Komponisten, die Madrigale schrieben, waren in dieser Zeit Jan Pieterszoon Sweelinck und Cornelis Padbrue.