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Martin Bucer
Martin Bucer

Martin Bucer (Auch Maarten Bucer, Martin Butzer oder Martin Buccer; Selestat (Elsass), 11. November 1491 - Cambridge (England), 1. März 1551) war ein Deutsch, evangelisch Theologe und Reformer (Kirchenreformer). Er wird zusammen sein mit Wolfgang Capitol gilt als Reformator von Straßburg und Elsass.

Lebenszyklus

Bucer war dann noch bis zum Deutsches Kaiserreich zu Schlettstadt (heute Schlettstadt) gehörend. In 1506 er wurde Mitglied der Dominikanerorden und 1517 ging er zum Studium in Heidelberg. Noch in Schlettstadt kam er in Kontakt mit den Werken von Desiderius Erasmus. In Heidelberg lernte er 1518 den Reformator kennen Martin Luther. Die Ideen von Erasmus und Luther haben Bucer nachhaltig beeinflusst. 1521 wurde er von seinen klösterlichen Gelübden entbunden. Von diesem Moment an distanzierte er sich zunehmend von der katholische Kirche. Kurz darauf, im Jahr 1522, heiratete er die Rentnerin nicht Elisabeth Silbereisen. 1523 kommt er in Straßburg wo er als Pfarrer maßgeblich an der Kirchenreform in dieser freien Reichsstadt beteiligt war. 1533 leitete er die Synode, die die Täufer Melchior Hoffmann zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber er war auch anderswo einflussreich. 1536 gründete er beispielsweise die "Wittenberger Concordia", ein vergeblicher Versuch, Augsburger Bekenntnis und der Helvetisches Bekenntnis versöhnen. Als Ergebnis der Augsburger Interim Bucer musste Straßburg 1549 verlassen. Er wurde in 1549 Professor in Cambridge. Thomas Cranmer bat ihn um Rat bezüglich der Buch des gemeinsamen Gebets. Seine Kritik an der ersten Auflage führte zur überarbeiteten zweiten Auflage. Er lebte bis zu seinem Tod 1551 in England.

Theologie

Martin Bucer war ein unabhängiger Denker. In seiner Erstveröffentlichung, einer Predigt von 1523 unter dem Titel Das ym selbs niemant, ohne andere leben soll, Bucer entfaltet die Idee, dass Gott die Welt so geschaffen hat, dass alles auf das Gute ausgerichtet ist. Der Mensch muss daher das Gute für seinen Nächsten suchen. Weil Christus die Welt nach Gottes Absicht wiederherstellt, müssen die Gläubigen bereit sein, ihrem Nächsten in Liebe zu dienen.

Während seiner theologischen Entwicklung ist Bucer immer mehr bewusst geworden, dass Wort und Geist nicht identifiziert, aber auch nicht voneinander getrennt werden können. Einerseits lässt das Wort Glauben entstehen, und gleichzeitig muss gesagt werden, dass der Glaube durch das Wirken des Heiligen Geistes im Herzen der Auserwählten entsteht. Willem van't Spijker nennt diese Idee von Bucer einen kooperativen Parallelismus. Damit wendet sich Bucer von einem spiritistischen Verständnis des Wirkens des Geistes ab, aber auch gegen die Vorstellung, dass der Mensch über das Heil verfügen kann, weil das Wort Gottes an sich nicht ausreicht, um das Heil zu empfangen.[1]

Werke von Martin Bucer

  • Von der waren Seelsorge. Dieses Buch ist von Herman J. Selderhuis übersetzt und mit dem Titel eingeleitet Über wahre Seelenpflege.

Sekundärliteratur

  • Herman J. Selderhuis, Heirat und Scheidung bei Martin Bucer (Groen en Zoon, Leiden 1994) (Dissertation)
  • W. van't Spijker, Die Büros von Marin Bucer (Koch, 1974) (Dissertation)
Mediendateien zu diesem Thema finden Sie auf der Seite Martin Bucer An Wikimedia Commons.
  1. Pelt, J. W. van (Johannes Wijnand), 1960-, Pastoral in einer trinitarischen Perspektive: die Beziehung zwischen trinitarischen und anthropologischen Aspekten in der Pastoral. Grün (1999), p. 268-269. ISBN 90-5829-001-8 .