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Max Marschalk

Max Marschall (Berlin, 7. April1863pobierowo, 24. August1940) war ein DeutscheKomponist, Musikpädagoge, Musikkritiker und Musikverlag. Er war der Sohn des Kaufmanns und Ladenbesitzers Fritz Marschalk und der Sängerin Laura Marschalk (1834-1898). Max war der ältere Bruder der Geigerin, Schauspielerin und Friedensaktivistin Margarete Hauptmann, die zweite Frau des deutschen Dichters Gerhart Hauptmann, ein Geigenschüler von Joseph Joachim.

Lebenszyklus

Marschall studierte an der Akademie der bildenden Künste in Berlin und studierte auch privat Musik Heinrich Urban. Ab 1885 arbeitete er als Musikkritiker, von 1895 bis 1933 für die Tageszeitung Vossische Zeitung. Er war auch als Gesangslehrer tätig, zum Beispiel war ein Schüler der Sänger (alt) Margarete Klose (eigentlich: Frida Klose) und besaß bis 1934 den Musikverlag Dreililien in Berlin. Die Akten dieses Musikverlages wurden 1934 an den Musikverleger Richard Birnbach übertragen. Marschall war mit den Komponisten sehr gut befreundet Gustav Mahler und Richard Strauss.

Als Komponist schrieb er Opern und andere Schauspielmusiken, insbesondere für seinen Schwager Gerhart Hauptmann, sowie Orchesterwerke und eine Reihe von Liedern.

Kompositionen

Arbeiten für Orchester

  • 1909Serenade, für Orchester, op. 30
  • 1913Eine Nacht Musik, für Orchester, op. 32

Musiktheater

Opern

Abgeschlossen inTitelTatenPremiereLibretto
1896In Flammen
ebenfalls: Phanor und Phanette
1 Akt1896, GothaEmil Strauß
1897Das Witelchen1 Aktca. 1900, BerlinMoritz Heimann
ca. 1902Aucassin und Nicolette6 Szenen27. Oktober1907, Stuttgart

Bühnenmusik

Titelseite von Hannele Matterns Himmelfahrt
  • 1893Hannele Matterns Himmelfahrt,[1] - Uraufführung: 14. November 1893 Berlin, Königliches Theater
  • 1896Diese verrückte Glocke, Märchendrama - Text: Gerhart Hauptmann - Uraufführung: 30. April 1897, Weimar, Großherzogliches Hoftheater, jetzt: Deutsches Nationaltheater
  • 1899Schluck und Jau, Text: Gerhart Hauptmann - Uraufführung: 3. Februar 1900 Berlin, Deutsches Theater Berlin
  • 1900Lobetanz, ein Märchen in 4 Szenen - Text: Otto Julius Bierbaum
  • 1904übermenschlich Musik zu "Prophet" von Robert Misch
  • 1905Borgia, Ballettmusik zum Stück von Robert Misch - Uraufführung: 18. Februar 1904, Weimar, Großherzogliches Hoftheater
  • 1905Das Bose Prinzesschen, Märchenspiel für Kinder in 3 Akten - Text: Gabriele Reuter
  • 1906Und Pippa tanzt, auf. 30 - Text: Gerhart Hauptmann - Uraufführung: 19. Januar 1906, Berlin, Lessingtheater
  • 1928Der weiße Retter - Text: Gerhart Hauptmann

Vokalmusik

Lieder

  • 19005 Gedicht aus dem "Pierrot Lunaire", für Singstimme und Klavier op. 14 - Text: Albert Giraud, in der deutschen Übersetzung von Otto Erich Hartleben
  • 19045 Lieder, für Singstimme und Klavier op. 22 - Text: Wilhelm Arent
  • 19052 Runden, für Stimme und Klavier - Text: Albert Giraud
  • Auf jenen Hügeln die Sonne, für Singstimme und Klavier - Text: Gerhart Hauptmann
  • Gesänge der Schwermut, für Bariton und Klavier - Text: Eduard Stucken

Veröffentlichungen

  • Vom Bühnenschicksal des "Tannhäuser", Blätter der Städtischen Oper ; 4 (1928/1929), 4, pp. 52 – 61
  • Beethoven-Forschung : Leben und Werke, Beethoven-Jahrbuch - Sammelbesprechung von Beethoven-Literatur 1925, in: Vossische Zeitung. – Berlin. – 1925, vom 06.12., Nr. 49
  • Im Verlage Quelle & Meyer, Leipzig, bringt Ludwig Schiedermair sein monumentales Werk "Der junge Beethoven" heraus ..., in: Vossische Zeitung. – Berlin. – 1925, vom 06.12., Nr. 292
  • Beethoveniana – Rezensionen zu "Beethoven" von Gustav (Nichte Georg) Ernest, "Beethoven" von Bernhard Bartels, "Beethoven" von August Halm, "Ludwig van Beethoven" von Anton Schindler (Neuauflage, Hrsg. von Fritz Volbach), "Ludwig van Beethoven: Briefe, Gespräche, Erinnerungen", hrsg. von Paul Wiegler, "Beethoven als Freund der Familie Wegeler-v. Breuning", hrsg. von Stephan Ley, "Das romantische Beethovenbild" von Arnold Schmitz, sowie weitere Beethoven-Literatur in: Vossische Zeitung. – Berlin. – 1927, vom 04.12., Beilage "Literarische Umschau", Nr. 49
  • Der Schatzgräber, in: Vossische Zeitung, 4. April 1922
  • Der singende Teufel. Franz Schreker in der Lindenoper, in: Vossische Zeitung, 11. Dezember 1928
  • Der Schmied von Gent, in: Vossische Zeitung, 31. Oktober 1932

Literaturverzeichnis

  • Jozef Robijns, Miep Zijlstra: Allgemeine Musiklexikon, Haarlem: De Haan, (1979)-1984, ISBN 978-90-228-4930-9
  • Franz Willnauer: Gustav Mahler: „Verehrter Herr College!“. Briefe an Komponisten, Dirigenten, Intendanten, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2010, 424 S., ISBN 978-3-552-05499-8
  • Paul Frank, Burchard Bulling, Florian Noetzel, Helmut Rosner: Kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon - Zweiter Teil: Ergänzungen und Erweiterungen seit 1937, 15. Aufl., Wilhelmshaven: Heinrichshofen, Band 1: A-K. 1974. ISBN 3-7959-0083-2; Band 2: L-Z. 1976. ISBN 3-7959-0087-5
  • Hedwig und Erich Hermann Müller von Asow: Kurschner's Deutscher Musiker-Kalender 1954 - Zweite Ausgabe des Deutschen Musiker-Lexikons, Berlin: Walter de Gruyter, 1954, 1702 COLS p.
  • Paul Schwers: Max Marschall. 73 Jahre alt, in: Allgemeine Musikzeitung (Leipzig) 65, 227.
  • Erich Hermann Müller: Deutsches Musiker-Lexikon, Dresden: Wilhelm Limpert, 1929, 1644 S.
  • Friedrich Jansa: Deutsche Tonkünstler und Musiker in Wort und Bild, Leipzig: Friedrich Jansa, 1911, 835 S.

Externer Link

Noten von Max Marshalk auf der Website der Internationales Bibliotheksprojekt für Musiknoten