WikiDer > Motzstraße

Motzstraße
Der schwule Nachtclub Eldorado in der Motzstraße in Berlin (Foto von 1932)

Das Motzstraße ist ein Berlin Straße im Bezirk Schöneberg, Der der Nollendorfplatz über die Viktoria-Luise-Platz zum Prager Platz. Die Straße ist benannt nach Adolf von Motz, ein Finanzminister aus Preußen. Die Straße wurde um 1870 gebaut.

Die Gegend um den wunderschön restaurierten Viktoria-Luise-Platz ist ein aufgewertetes Quartier mit alter Architektur. Heute ist die Motzstraße eine moderne Straße im ehemaligen West-Berlin.

Ein Teil der Motzstraße (nördlich des Nollendorfplatzes) wurde zweimal umbenannt. Zuerst änderte sich der Name in Mackensenstraße und 1996 zum 1996 Else Lasker-Schüler-Straße.

Der Teil zwischen Nollendorfplatz und Martin-Luther-Straße ist das Zentrum einer der bekanntesten schwule Viertel von Berlin und ist der Standort von Lesbisch Schwules Stadtfest Berlin, ein schwules Straßenfest, das jährlich im Juni am Wochenende vor dem Gay Pride Parade aus Berlin.

Schon in der Berliner Hedonistik zwanziger Jahre, war der Kiez rund um die Motzstraße als Zentrum des schwulen Nachtlebens bekannt. Das bekannte Piscator-Theater (später Metropol-Theater, Metropol Kino, Diskothek Metropol, heute Goya Club) und zahlreiche andere Orte zogen Touristen und Interessierte an. Die Bar Eldorado war berühmt für seine CrossdressingAufführungen.

Der bekannte britisch-amerikanische Autor Christopher Isherwood wohnte Anfang der 1930er Jahre um die Ecke in der Nollendorfstraße. Seine Romane Auf Wiedersehen aus Berlin und Herr. Norris ändert Züge finden teilweise in der . statt Eldorado. Der Film basiert auf diesen Büchern Kabarett (1972) mit Lisa Minnellic und Michael York hat einen starken Einfluss auf moderne Wahrnehmung des Wilde Zwanziger in Deutschland.