WikiDer > Gegenseitigkeit
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Vorteil | Neutral | Nachteil | |
Vorteil | Gegenseitigkeit, Symbiose s.s. | Kommensalismus | Schmarotzertum |
Neutral | · | Epiphytismus (bei Pflanzen) | Amensalismus |
Nachteil | · | · | Wettbewerb |
Gegenseitigkeit in der Ökologie ist eine Interaktion zwischen zwei Lebensformen (zwei Symbionten), wobei beide von dieser Interaktion profitieren. Vor allem im europäischen Lehrbücher wird der Begriff Symbiose in diesem engeren Sinne verwendet und dann gleichbedeutend mit Mutualismus, aber immer häufiger wird der anglo-amerikanischen Literatur gefolgt und Mutualismus als eine der Formen der Symbiose verstanden. Andere Formen der Symbiose im weiteren Sinne sind dann Kommensalismus, Schmarotzertum und Amensalismus.
Kriterien
Es wurden Kriterien formuliert, die mindestens erfüllt sein müssen, damit eine gegenseitige Symbiose zustande kommt. Bei Pflanzen sollten vier der folgenden sechs Kontrollpunkte erfüllt sein.[1][2]:
- die Koexistenz beider Bionts ist ein dauerhaftes Merkmal ihrer Lebenszyklus,
- es besteht Körperkontakt zwischen den Bionts,
- Stofftransport zwischen den Bionts stattfindet, oder
- die Ausscheidung von Stoffen durch einen Biont führt zu einer Verbesserung der Umweltbedingungen für den anderen Biont
- es gibt morphogenetisch Effekte sind beobachtbar (dies ist besonders Flechten klar sichtbar),
- es gibt Stoffwechselprodukte weder von Biont allein gebildet.
Beispiele
Beispiele für Mutualismus sind:
- Die Zusammenarbeit zwischen Einsiedlerkrebse und Seeanemonen. Einige Einsiedlerkrebse haben eine Seeanemone auf ihrem Panzer. Es frisst von den Nahrungsresten des Hummers und schützt den Hummer mit seinem Stechen vor Angreifern Tentakel. Wenn der Hummer in eine andere Schale umzieht, wandert oft die Seeanemone mit.
- Bestäubung von Pflanzen durch Nektar-essen oder Pollen sammelnInsekten.
- Flechten mit dem Phycobiont (Algen) und dem Mycobiont (Pilz).
- EIN Mykorrhiza ist eine wechselseitige Symbiose von Pilzen und Pflanzenwurzeln (oft von Orchideen oder Bäume).
- Eine extreme Form des Mutualismus ist Endosymbiose, wo ein Organismus (de Endosymbiont) lebt im Körper oder in den Zellen eines anderen Organismus (der Gastgeber).
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |