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Naevus
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Nävus[1] ist ein lateinisches Synonym für Muttermal, aber in der Dermatologie Ein Muttermal ist nur eine von vielen Arten von Nävi. Es sollte daher immer angegeben werden, um welchen Nävustyp es sich handelt. Muttermal (Nävus nevocellularis) ist die häufigste Art von Nävus. Es kann als gutartiger Tumor angesehen werden, der aus Nävuszellen besteht und sich normalerweise im Laufe des Lebens entwickelt. Die meisten anderen Arten von Nävi sind Hamartome. Ein Hamartom ist jedoch auch ein gutartiger Tumor (im Gegensatz zum Nävus nevocellularis):

  • mit normal aussehendem Gewebe (allerdings zu viel für den Standort),
  • als Veranlagungsstörung (d.h. bei der Geburt vorhanden),
  • und besteht aus mehreren Zelltypen (obwohl oft ein Zelltyp dominant ist).

Arten von Nävi

  • Pigmentierte Nävi (Nävuszellen oder Melanozyten):
    • Nävus nevocellularis: häufig Muttermal.
    • Nävus von Ota: grau-blaue Verfärbung im Gesicht aufgrund einer Ansammlung von dermalen Melanozyten.
    • Nävus von Ito: grau-blaue Verfärbung an der Schulter aufgrund einer Ansammlung von dermalen Melanozyten.
    • Becker-Nävus: Pigmentfleck an der Schulter, manchmal mit einer Zunahme von Melanozyten und oft einer Zunahme von glatten Muskelzellen und Haaren.
    • Halonaevus= Nävus von Sutton: Muttermal, um das sich ein verfärbter, depigmentierter Rand entwickelt.
    • Naevus spilus = gesprenkelter lentiginöser Nävus: hellbrauner Fleck, in dem dunkelbraune Punkte entstehen.
    • Tierfellnaevus = angeborener nevomelanozytärer Nävus = angeborener behaarter Nävus: angeborener behaarter Nävos nevocellularis
    • Blauer Nävus = Naevus caeruleus: blau gefärbter Nävus nevocellularis, da die Hautzellen Pigmente bilden.
    • Spitz-Nävus: eine besondere Art von Nävus bei Kindern mit hauptsächlich spindelförmigen Nävuszellen histologisch Melanom sehr ähnlich.
  • Gefäßanomalien:
    • Nävus araneus= eine rote Läsion bestehend aus sichtbaren Blutgefäßen, die von einem einzigen Punkt auszugehen scheinen.
    • Nävus flammeus = Weinfleck, besteht aus Kapillaren (durchgehend rot)
    • Nävus teleangiectaticus: besteht aus kleinen, aber separat sichtbaren Gefäßen (Teleangiektasien)
    • Nävus von Unna= Storchenbiss: ein einheitlicher roter, unregelmäßig geformter Fleck im Nacken und bei Säuglingen oft auch auf der Stirn ('wo der Storch das Kind beim Einbringen festgehalten hat'). Der Fleck auf der Stirn verschwindet immer, der Fleck am Hals verschwindet fast immer mit dem Alter.
    • Naevus anemicus: blasser Hautbereich (weniger Kapillaren).
  • Bindegewebs-Naevi:
    • Nevus elasticus: vermehrte Elastinfasern im in Dermis.
    • Nävus lipomatosus: eine Ansammlung von Fettgewebe in der Dermis.

Untergruppen innerhalb des Nävus nevocellularis

Innerhalb der Gruppe nevus naevocellularis werden alle Arten von (teilweise überlappenden) Untergruppen unterschieden:

    • Naevus papillomatodes: warzig erhabener Nävus nevocellularis.
    • Naevus (naevocellularis) pilosus: mit Haaren.
    • Nävus congenitus: Nävus nevocellularis, der bereits bei der Geburt vorhanden ist.
    • Grenzflächen-Nävus = Junction-Nävus: Ansammlung von Nävuszellen im Basale Schicht des Epidermis.
    • Nävus dermalis: Ansammlung von Nävuszellen im Dermis.
    • Kombinierter Nävus: Ein Nävus mit einer Grenzfläche und einer dermalen Komponente.
    • Atypischer Nävus: ein Nävus, der klinisch (mit bloßem Auge betrachtet) abnormale Merkmale aufweist (also an ein Melanom erinnert).
    • Dysplastischer Nävus: ein Nävus mit anormalen histologischen Merkmalen (z. B. atypische Zellen oder anormale Struktur)

Syndrome mit Nävi

Es gibt alle Arten von Syndromen mit dem Begriff Nävus im Namen, zum Beispiel:

  • Familiäres dysplastisches Nävussyndrom (veralteter Begriff) = familiäres atypisches Mole-Melanom-Syndrom (FAMM): Erbkrankheit mit vielen atypischen Nävi nevocellulares und hohem Risiko für Melanom.
  • Basalzell-Nävus-Syndrom (BCNS) = Gorlin-Goltz-Syndrom: hereditäres Syndrom mit Basalzellkarzinomen.
  • Blaues Gummibläschen-Nävus-Syndrom: hereditäres Syndrom mit angeborenen nävusartigen Gefäßfehlbildungen.

Literatur Referenzen

  1. Everdingen, J.J.E. van, Eerenbeemt, A.M.M. van den (2012). Pinkhof Medizinisches Wörterbuch (12. Auflage). Holz: Bohn Stafleu Van Loghum.
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