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Nikasil

Nikasil ist ein Material zur Auskleidung der Zylinderwand von Verbrennungsmotoren. Es wurde 1967 von Mahle eingeführt, zunächst so konzipiert, dass die Apex-Dichtungen von a Wankelmotor direkt gegen ein Aluminium-Rotorgehäuse drehen könnte. Die Beschichtung ermöglichte auch den Einsatz von Aluminiumkolben und -zylindern mit geringem Verschleiß und geringer Reibung.

Im Gegensatz zu anderen Verfahren, einschließlich Zylinderwänden aus Gusseisen, ermöglichte Nikasil größere Bohrungen bei gleichzeitig engen Toleranzen. Die Aluminiumzylinder hatten auch eine viel bessere Wärmeleitfähigkeit als Gusszylinder, was für einen leistungsstarken Motor wichtig ist.

Es besteht aus Nickel und Siliziumkarbid. Siliziumkarbid ist ein sehr starkes keramisches Material, das in Nickel aufgelöst werden kann. Die Nickellösung kann dann mittels einer Elektrotauchlackierung an die Zylinderwände aus Aluminium abgegeben werden. Die Kolbenringe kratzen die Nickelschicht ab, wodurch eine sehr harte Schicht aus Siliziumkarbid entsteht, die den Kolben vor Kontakt mit der Zylinderwand schützt.

Es war ein Durchbruch, weil es die Verwendung von verchromten Kolbenringen ermöglichte, was die Lebensdauer des Motors erheblich verlängerte. Ein etwas ironischer Nachteil ist jedoch, dass schwefelhaltige Kraftstoffe (in ärmeren Ländern) Nikasil angreifen und früher oder später kostspielige Motorüberholungen erfordern.

Paste von ca. 1981 Moto Guzzi eigenes Patent, unter dem Namen Nigusil.