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Office lady
Eine mögliche Bürodame

Bürodame (japanisch: , Romajic: Ofisuredī, abgekürzt: OL) ist 'herabsetzend' und stereotypisierend japanisch Bezeichnung für eine Büroangestellte. Es ist ein japanisches Wort, welches die beiden englischen Wörter Büro und Dame verschmolzen und gab ihm eine eigene Bedeutung[1]. Theoretisch kann jede japanische Angestellte als OL bezeichnet werden, aber im japanischen Kontext bezieht sich dies eher auf eine junge und unverheiratete Frau[2]. Zu den Aufgaben dieser Mitarbeiterinnen gehören das Servieren von Tee und einfache Verwaltungsarbeiten. Diese Angestellten sind fest angestellt, ihr Einkommen ist nicht besonders hoch und die Aufstiegschancen sind gering[3].

Anfang der 1960er Jahre wurde aus einer Verwaltungsassistentin ein "Geschäftsmädchen" (japanisch: , Romajic: bijinesu garu, abgekürzt: BG).[2] Darüber hinaus ist ein anderer zeitgenössischer Name „Blume am Arbeitsplatz“ (japanisch: , Romajic: Shokuba kein Hana), aber dieser Begriff ist weniger beliebt als Bürodame. Diese jungen unverheirateten Arbeiterinnen spüren den Druck, von der Gesellschaft und dem Arbeitsplatz selbst zu heiraten, nicht als "Arbeiterinnen mittleren Alters" bezeichnet zu werdenjapanisch:[4], Romajic: otsubone), weil Frauen mit diesem Stempel als zu alt für eine Heirat angesehen werden und daher eher kündigen[5].

Obwohl der Eindruck besteht, dass diese Gruppe am Arbeitsplatz keine Chance hat, zeigt Karen Kelsky (1999), dass diese Randgruppe am Arbeitsplatz ihre prekäre Lage in Chancen wie Ausbildungen und Auslandserfahrungen umwandeln kann.[6] Darüber hinaus besteht der Trend, OLs durch den Kauf von Getränkeautomaten und die Beauftragung externer Reinigungsfirmen bei ihrer Arbeit zu entlasten[2].