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Olaus Magnus (eigentlich Olof Månsson) (Östergötland, 1490 - Rom, 1. August1557) war ein Schwedischrömisch katholisch Gelehrter, Beamter und Diplomat. Er ist zusammen mit seinem Bruder Johannes, dem Bischof von uppsala, zum ersten schwedischen Humanisten gezählt. Aufgrund steigender Lutheraner Tendenzen in seiner Heimatland ist er mit Johannes ausgewandert nach Danzig und von dort nach Venedig. Er hat da reingelassen 1539 das Carta Marina Manufaktur, die erste "moderne" kartographische Darstellung von Skandinavien von einem skandinavischen und für ein europäisches Publikum. Nach dem Tod seines Bruders in 1544 er wurde zu seinem Nachfolger ernannt und Erzbischof aus Schweden. Weil die Reformation in Schweden inzwischen offiziell umgesetzt worden war, konnte er dieses Episkopat nie vollziehen.
Die literarische Fortsetzung des Carta Marina war das buch Historia de gentibus septentriolibus (Geschichte der Völker des Nordens) (1555), in dem er die Erfahrungen und das Wissen seiner Heimat (u.a. von einer Reise nach Lappland) vermischt sich unkritisch mit Mythen, Legenden und unter anderem mit klassischen Schriften über den Norden Jordanes und Saxogrammatiker. Neben einer Geschichte, einer Geographie und einer ethnographisch-folkloristischen Beschreibung Skandinaviens war es auch ein Buch, in dem das Heimweh des Schriftstellers widerhallte. Es wurde zu einem begehrten Werk seiner Zeit, von dem mehrere Versionen bei verschiedenen Druckereien in Europa erschienen, darunter in Amsterdam.

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