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EIN Mythos (Altgriechisch: μῦθος, muthos, 'Wort'/'Geschichte') ist eine Geschichte, in der Handlungen und Ereignisse aus einer unbestimmten Vergangenheit beschrieben werden und in der oft Götter, seltsame Kreaturen und/oder Helden im Mittelpunkt stehen. Der Mythos enthält Wahrheiten, die zum Beispiel für die Menschen innerhalb der Gemeinschaft, in der der Mythos überliefert wird, bedeutungsvoll, lehrreich und lehrreich sind. Die Gesamtheit der Mythen einer Kultur bildet einen Mythologie..
Definition
Der Mythos ist eine Erzählung, die "erklärt":[1] "Mythen schmieden unser Gefühl dafür, wer wir sind, wie wir hierher gekommen sind und wie wir in eine Welt voller Gemeinschaften passen, die sich von unserer unterscheiden."[2] Dabei berührt der Mythos Fragen und Probleme, mit denen die Menschheit seit jeher konfrontiert ist. Dies mag erklären, warum Mythen aus weit voneinander entfernten Kulturen manchmal das gleiche Thema aufweisen. Mythen, die innerhalb einer Kultur als wichtig erachtet werden, leiten Fragen über die Geschichte, Zukunft, Bräuche und Umgebung dieser Kultur.[3] Darüber hinaus sollte das Thema eines Mythos außergewöhnliche Eigenschaften aufweisen, wie das Auftreten von Charakteren (Tiere, Menschen, Götter und andere Kreaturen) mit übermenschlichen Fähigkeiten.[4] Basierend auf diesen Kriterien werden biblische Geschichten über die Garten Eden und der Sintflut gelten als Mythen.
Funktionen
Mythen haben mehrere Funktionen, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Auf diese Weise schaffen sie Verhaltensmuster, zum Beispiel weil Götter Gebote und Verbote festlegen und Helden bestimmte Tugenden ausdrücken.[5] Mythen können auch in einem religiösen, rituellen Kontext aktiv eingesetzt werden. Ein Beispiel ist das babylonische Neujahrsfest, bei dem Priester Enuma Elish abgesagt. Die Funktion des Mythos bestand hier weniger darin, Wissen zu vermitteln, als vielmehr zum Handeln aufzufordern, um die Existenz der Gemeinschaft zu sichern.[6] Darüber hinaus zielen Mythen darauf ab, die Welt oder Elemente davon zu erklären oder soziale Tatsachen (zB Institutionen) zu rechtfertigen.[7]
Forschung
In der Kulturanthropologie wurde das Thema ausführlich behandelt von Edward Burnett Tylor, Emile Durkheim, Bronislaw Kaspar Malinowski, Claude Levi-Strauss und James George Frazer. In der Psychologie, Carl Gustav Jung, der Mythen als Projektionen von dem kollektiven Unbewussten, ein bedeutender Autor. In der Soziologie ist der Begriff Mythos als eine der Grundlagen von Ideologien verwendet.
Je nach Herangehensweise wird die Funktion des Mythos und damit das Wesen einer Mythologie manchmal unterschiedlich interpretiert. Mythen erklären können (Ätiologie), soziale Phänomene rechtfertigen (Zertifikatsfunktion), Natur allegorisieren, Rituale darstellen oder unterstützen. Diese Funktionen sollten jedoch nicht überbewertet werden: Eine Funktion trifft oft nur in wenigen Fällen zu und die relative Dominanz bestimmter Funktionen kann von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein.
Siehe auch
NüsseQuellen
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