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Otto Wagner
Bahnhof Karlsplatz (1898)
Postsparkasse (1902)
Kirche am Steinhof (1907)

Otto Koloman Wagner (Penzing, 13. Juli 1841Wien, 11. April 1918) war ein österreichisch Architekt und eine der führenden Persönlichkeiten der Wiener Secession, die Wiener Variante des Jugendstil. Wagner entwarf bedeutende Bauten in Wien. Seine bekanntesten Werke sind die Stationen des Wiener Stadtbahn (U-Bahn), die Wagnerhäuser, das Kirche am Steinhof und der Postsparkasse. Die Berühmten Sezessionsgebäude gehört jedoch Olbrich und nicht Wagner.

Leben und Arbeiten

Otto Wagner wurde in Penzing, einem Vorort von Wien, geboren. Er studierte zwischen 1857 und 1862 an der Königliche Bauakademie in Berlin und dann in Wien am Polytechnischen Institut und der Kunstakademie, wo unter anderem August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Null seine Lehrer waren. Ab 1864 begann er selbstständig zu bauen im Stil der Historismus.

In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts war Wagner der Designer der Wiener Stadtbahn, von denen noch viele Stationen und Brücken intakt sind. Bemerkenswerte Gebäude bei diesem Großprojekt sind der Bahnhof am Karlsplatz (1898) und in der Nähe des Schlosses Schönbrunn, der Pavillon der Kaiserlichen Garde (1899).

1897 gründete Wagner zusammen mit Architekten und Designern wie Josef Hoffmann und Joseph Maria Olbrich (wer waren seine Schüler), Designer wie Koloman Moser und der Maler Gustav Klimt an die Gründer der Wiener Secession. Wagner bediente sich der typisch sezessionistischen Ornamentik, für die er am besten bekannt ist. Charakteristisch sind zwei Gebäude an der Linken Wienzeile (1888-89), die einzigen realisierten Entwürfe eines ambitionierten Flussbauprojekts entlang des kürzlich regulierten Flusses. Wien einen stilvollen Boulevard zu bauen. Das bekannteste dieser beiden Gebäude ist das Majolikahaus, benannt nach dem rosa Majolika-Teller an der Fassade. Koloman Moser entwarf die goldenen Ornamente für das angrenzende Gebäude. Ein typisches Sezessionsgebäude ist auch das Kirche am Steinhof, das 1907 in Penzing, dem Geburtsort Wagners, fertiggestellt wurde. Es ist ein ziemlich seltenes Beispiel für ein Jugendstil-Kirchengebäude.

Im Laufe der Zeit wurden seine Entwürfe nüchterner. Sein Gebäude für die Postsparkasse (Postsparkasse, 1902) gilt als gelungene Synthese aus Funktionalität und Ästhetik. Er verwendete zeitgenössische Baumaterialien wie Stahlbeton und Aluminium.

Otto Wagner lehrte ab 1884 an der Akademie der Bildenden Künste. Zu seinen zahlreichen Schülern gehörten einflussreiche Architekten wie Josef Hoffmann, Jan Kotira und Joseph Maria Olbrich.

In einem der unterirdischen Gebäude am Karlsplatz ist eine Dauerausstellung zu Otto Wagner eingerichtet.

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