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Joseph Maria Olbrich
Wien: Heimat der Secession
Darmstadt: Ernst Lodewijkhuis
Darmstadt: Hochzeitsturm am Mathildenhöhe
Düsseldorf: Kaufhaus Tietz (jetzt: Kaufhof)

Joseph Maria Olbrich (Troppau, 22. Dezember1867 - Düsseldorf, 8. August1908) war ein österreichisch Architekt und Designer.

Er war ein Schüler von Otto Wagner und einer der Gründer der Wiener Secession. Olbrich wurde zu einem der produktivsten Vertreter dieser Variante des Jugendstil, besonders wenn man bedenkt, dass er erst vierzig Jahre alt war. Seine bekanntesten Gebäude sind die Gebäude der Sezession in Wien und eine Reihe von Gebäuden er Darmstadt erbaut, als er dort die treibende Kraft der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe war.

Leben und Arbeiten

Wien

Olbrich wurde in Troppau geboren, heute Opava in der Tschechischen Republik und dann die Hauptstadt von Österreich Schlesien. Seine Architekturausbildung erhielt er in Wien, zunächst an der Wiener Staatsgewerbeschule und ab 1890 die Akademie der Bildenden Künste, wahr Karl von Hasenauer und Otto Wagner waren seine Lehrer. Während seines Studiums gewann er den Prix ​​de Rome. 1893 trat er in das Büro von Otto Wagner ein und unterstützte ihn bei seinen Entwürfen für Wiener Bahnhofsgebäude.

1897 schloss sich Olbrich den Künstlern um den Maler an Gustav Klimt die sich nach Beispielen in München und Berlin (= Sezession) der Konservativen Wiener Künstlerhaus. Olbrich entwarf das so entstandene Ausstellungsgebäude der Wiener Secession, das Gebäude der Sezession auf der linken Wienzeile. Es wurde 1898 fertiggestellt und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Jugendstilarchitektur. Die Gestaltung des Gebäudes, die auch einfach ist Sezession erwähnt wird, arbeiteten auch Klimt und Wagner zusammen. Charakteristisch ist die durchbrochene Lorbeerkuppel aus vergoldeter Bronze. Texte zum Gebäude unterstreichen die optimistische Haltung der Secessionskünstler: Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit (ein Zitat von Ludwig Hevesic) und neben dem Eingang das Motto Weites Kreuzbein (Heiliger Frühling), so hieß auch das Magazin der Bewegung. Als Jugendstil-Ikone ist das Gebäude auch auf der österreichischen 50-Euro-Cent-Münze abgebildet.

Darmstadt

1899 verließ Olbrich Wien auf Einladung der Hessisch Großherzog Ernst Louis in seiner Künstlerkolonie in Darmstadt. Dieser Schirmherr hatte am on Mathildenhöhe versammelte eine große Zahl von Künstlern und in dieser Gesellschaft sollte Olbrich als einziger Architekt als zentrale Figur hervortreten. Ein anderes Mitglied, der Maler Peter Behrens, der zeitgleich mit Olbrich eintrat, erlangte später auch als Architekt Berühmtheit. 1901 fand die erste und größte Ausstellung dieser Künstlergruppe statt. Olbrich hatte das Ernst Lodewijkhuis (Ernst-Ludwig-Haus) und entwarf sechs Villen. Die Ausstellung war ein künstlerischer Erfolg, aber ein finanzielles Fiasko. Viele Künstler verließen die Kolonie, Olbrich blieb.

1902 stellte Olbrich auf der Turin Quadriennale für angewandte Kunst und präsentierte 1904 in seinem eigenen Darmstadt nicht nur neue, nüchternere Wohnhäuser, sondern auch seine Innenarchitektur Weltausstellung von Saint Louis, das Louisiana Purchase International Exposition.

1905 begann Olbrich mit den Arbeiten an einem seiner markantesten Gebäude: dem Hochzeitsturm (Hochzeitsturm). Als Geschenk der Stadt anlässlich der (zweiten) Hochzeit des Großherzogs erhob sich dieser Turm auf der Mathildenhöhe. Der Turm, der zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist, erinnert an eine große Statue.

Düsseldorf

1908 wurde Olbrichs letzter großer Entwurf fertiggestellt: das Kaufhaus Tietz an der Königsallee in Düsseldorf. Olbrich entwarf auch das Interieur, konnte es aber nicht fertigstellen, da er in diesem Jahr im Alter von vierzig Jahren an den Folgen starb Leukämie.

Auswahl an Werken

  • 1897-1898: Gebäude der Sezession, Wien
  • 1899-1900: Haus Bahr, Wien
  • 1901: Ernst-Lodewijkhuis, Darmstadt, (Mathildenhöhe)
  • 1900: Haus Olbrich, Darmstadt (Mathildenhöhe)
  • 1900: Haus Christiansen, Darmstadt (Mathildenhöhe)
  • 1900-1901: Haus Habich, Darmstadt (Mathildenhöhe)
  • 1901: Großes und Kleines Haus Glückert, Darmstadt (Mathildenhöhe)
  • 1901: Ausstellungsgebäude, Darmstadt (Mathildenhöhe)
  • 1907-1908: Hochzeitsturm (Hochzeitsturm), Darmstadt (Mathildenhöhe)
  • 1907-1909: Kaufhaus Leonhard Tietz (heute Kaufhof), Düsseldorf

Literatur

  • Regina Stephan & Ralf Beil (Hrsg.) (2010): Joseph Maria Olbrich (1867-1908): Architekt und Gestalter der frühen Moderne, München, Prestel.
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