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Paul Edouard Passy (Versailles, 13. Januar1859 – Bourg-la-Reine, 21. März1940) war ein Franzose Linguist, der sich einen Namen gemacht hat für sein Engagement und die Entwicklung des Einsatzes von Phonetik im Sprachunterricht. 1886 zusammen mit seinem Freund, dem dänischen Sprachwissenschaftler Otto Jespersen, das Internationale Phonetische Vereinigung (IPA) auf. Er trug auch zur Entwicklung des Internationales Phonetisches Alphabet, die unter der gleichen Abkürzung IPA bekannt ist.
Paul Passy war ein Sohn von Frederic Passy, die 1901 zusammen mit Henri Dunant Der Erste Friedensnobelpreis wurde verliehen. Paul Passy erhielt Privatunterricht und ein frühes Interesse an Sprachen. Schon in jungen Jahren beherrschte er Englisch, Deutsch und Italienisch und interessierte sich für Klang.Mit 19 Jahren absolvierte er die École des Hautes Etudes (Fachhochschule) und entkam dem Militärdienst (er war überzeugter Christ und Pazifist) durch als Sprachlehrer im Sekundarbereich zu arbeiten. Er erkannte, dass Phonetik im Sprachunterricht von großem Nutzen sein kann, und entwickelte selbst ein System für seine Schüler (das auch nicht perfekt war). Dann begann er, sich mit der Arbeit ausländischer Phonetiker, einschließlich des englischen Linguisten, zu befassen Henry Sweet. Durch Besuche auf Sprachkonferenzen im Ausland baute er viel Wissen und ein internationales Netzwerk auf. Als Selfmademan wurde er in Frankreich zu einer Autorität seines Fachs und gab Unterricht an der Pariser Universität, die sich großer Beliebtheit erfreute, und Privatunterricht, unter anderem beim englischen Phonetiker. Daniel Jones. Trotz seiner Statur blieb er dem praktischen Gebrauch der Phonetik verpflichtet und seine Schriften waren auch für Laien gut lesbar.
Passy interessierte sich auch für Bildung im Allgemeinen und besuchte die Vereinigten Staaten und Island, um das dortige Bildungssystem zu studieren. Neben diesen pädagogischen Aktivitäten war er eine führende Persönlichkeit der französischen christlich-sozialistischen Bewegung.
Arbeiten
- Premier Livre de Lecture, 1884.
- Der Lautlehrer, 1884
- Le français parle. Morceaux choisis à l'usage des étrangers avec la prononciation figuree, 1886
- Les elements d'anglais parlé, 1886
- Les sons du français: Leurformation, Leur Combinaison, Leur-Darstellung, 1887
- Le phonétisme au congrès philologique de Stockholm en 1886. Rapport présenté au Ministre de l'instruction publique, 1887
- Kurze Darstellung des franzosischen Lautsystems', 1888
- Etude sur les changements phonetiques et leurs caractères généraux, 1891
- Die Nordica Lingua, 1891
- De la methode direct dans l'enseignement des langues vivantes, 1899
- Souvenirs der sozialistischen Chrétien, 1930 - 1932